Glawischnig: Erhöhung des Kulturbudgets Tropfen auf heißen Stein

Autoritäre Wende hat sich im Kulturbereich schmerzhaft bemerkbar gemacht - Kritische Institutionen wurden gekürzt

Wien (OTS) "Wenn tatsächlich die Ausgaben für Kunst und Bundestheater gegenüber dem Jahr 2000 um 20 Millionen erhöht werden, wie kolportiert wird, dann bleibt das noch weit hinter den Forderungen der Kulturschaffenden und des damaligen Kunststaatssekretärs im Weißbuch zurück, wo 1,8 Milliarden allein für die Kunstsektion gefordert wurden", kritisiert die Kultursprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, heutige Aussagen der FP-Abgeordneten Povysil. Allein die Filmförderung hatte 98/99 Sondermittel von 100 Millionen Schilling zur Verfügung. Davon ist diese Erhöhung noch weit entfernt, so Glawischnig.

Spannend wird vor allem, wer in Zukunft die Gelder erhalten soll, so Glawischnig weiter. Denn seit dem blau-schwarzen Regierungsantritt wurden vor allem regierungskritische Kunst- und Kulturinstitutionen dramatisch gekürzt. "Zahlreiche Institutionen mußten sogar MitarbeiterInnen entlassen, da Blau-Schwarz die Gelder gestrichen hat", erinnert Glawischnig. Wenn man nur die Ankündigungen im Regierungsprogramm berücksichtigt, dann dürften die Gelder in Zukunft wohl kaum in moderne, zeitgenössische Kunst und noch viel weniger in kritische Institutionen fließen, vermutet Glawischnig, denn "die autoritäre Wende dieser Bundesregierung hat sich gerade im Kunst- und Kulturbereich bisher extrem schmerzhaft bemerkbar gemacht".

Die Anmerkung von Povysil, weniger Institutionen, sondern mehr Künstler fördern zu wollen, weist genau in die von den Grünen befürchtete Regierung. Und wenn Povysil dann noch drauflegt und sagt:
"Die Renovierung eines Marterls in der Umgebung" sei für sie ein gutes Beispiel, um das Interesse der BürgerInnen an Kulturpolitik zu wecken, dann weiß man, wohin der Weg gehen soll.

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