• 17.10.2000, 10:01:09
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  • OTS0074

"help tv" am Mittwoch, dem 18. Oktober

Partydroge Ecstasy - Die tödliche Gefahr

Wien, (OTS) - Barbara Stöckl präsentiert in "help tv" am Mittwoch,
dem 18. Oktober 2000, um 20.15 Uhr in ORF 2 live aus dem
ORF-Landesstudio in Graz folgende Beiträge:

Partydroge Ecstasy - Die tödliche Gefahr! Wie gefährlich die
Modedroge ist, testet "help tv" in einem Labor live im Studio. Lisa
ist Anfang 20 und besucht seit zehn Jahren regelmäßig Rave-Partys.
Dort konsumiert sie - wie viele andere Jugendliche auch - Ecstasy,
die kleine weiße Aufputschpille, die sie so "gut drauf sein lässt".
Seit einem Jahr aber vergisst sie zunehmend wichtige Dinge, verliert
ihr Gedächtnis und beginnt sich Sorgen zu machen. Auch der 18-jährige
René, seit zwei Jahren in der Ecstasy-Szene, spürt bereits
Nebenwirkungen - er wird zunehmend depressiv. Clubbings und
Rave-Partys sind die Schauplätze, an denen die Modedroge Ecstasy
rasenden Absatz findet. Ob legal oder nicht, die Kids werfen sich die
kleine weiße Pille beim Wochend-Rave ein, um die Marathonnächte
durchzuhalten. Ecstasy ist die Szenebezeichnung für eine psychoaktive
Substanz, die Hunger- und Durstgefühl reduziert, zu erhöhter
Wachheit, Glücks- und Euphoriezuständen führt. Allerdings kehrt sich
der Zustand Stunden später ins Gegenteil: Erschöpfung, Verwirrung und
depressive Verstimmung lauern auf den Pillenkonsumenten. Aber nicht
nur das: Bei häufigem Konsum schädigt Ecstasy das Gehirn, zudem sind
Pillen im Umlauf, die eine tödliche Substanz enthalten. "Check it"
ist ein wissenschaftliches Pilotprojekt und Service für Kids, die
wissen wollen, was sie schlucken. Das "Labor" will Jugendliche vor
hoch gefährlichen Substanzen schützen. "help tv" hat sich in der
Szene umgesehen und testet live im Studio, was Ecstasy so gefährlich
macht. Ein Bericht von Christian Kugler.

CFS - Zu müde zum Leben. Eine rätselhafte Krankheit fesselt eine
junge Ärztin ans Bett. "Chronique fatigué syndrom" - oder "Chronische
Müdigkeit" - hinter dieser harmlos wirkenden Diagnose verbirgt sich
ein kaum bekanntes, oft sehr dramatisch verlaufendes Krankheitsbild.
Die Patienten sind ständig müde, zu schwach, um ein normales Leben zu
führen. Die Krankheit ist schwer diagnostizierbar, leicht mit
ähnlichen Symptomkreisen zu verwechseln. Die Betroffenen durchlaufen
einen Ärztemarathon, vom Praktiker zum Psychologen, von dort zum
Spezialisten und weiter zum Psychiater. Dabei ist die Ursache kaum
erforscht. Sigrid Kiener-Larcher ist 36, selbst Ärztin und
Psychologin, leidet seit vier Jahren an Gliederschmerzen,
Sehstörungen, Kreislauf- und Herzbeschwerden, chronischer Müdigkeit.
Seit vier Jahren verlässt sie kaum das Bett, selbst das Sprechen ist
zu beschwerlich geworden. Ihr Mann, ein Physiker, hat seinen Job
gekündigt, um rund um die Uhr für sie da zu sein. Christine Kruder
ist auch betroffen und hat eine Selbsthilfegruppe gegründet. In "help
tv" berichtet sie über die tückischen Anzeichen dieser rätselhaften
und unheilbaren Krankheit. Ein Bericht von Nicole Brande.

Streit ums Wasser: Eine 76-jährige Mindestpensionistin kämpft seit 20
Jahren um ihren Brunnen und lebt wie vor 100 Jahren. Der Fall liest
sich wie eine Milieuschilderung aus alter Zeit: Die heute 76-jährige
Steirerin Josefa Weigel lebt seit 20 Jahren ohne Wasser. Ihr Brunnen
ist versiegt, vermutlich im Jahre 1978, als eine große Papierfabrik
ihre Schlitzbrunnen in unmittelbarer Nachbarschaft errichtete und der
Grundwasserspiegel sank, so sehr sank, dass das Wasser in Frau
Weigels Schlagbrunnen versiegte. Die Wassernot bedrohte nicht nur sie
allein, doch während andere Betroffene ans örtliche Wassernetz
angeschlossen wurden, kam das für Frau Weigel nicht in Frage. Ihr
Haus liegt ganze 600 Meter zu entlegen, ein Anschluss würde der
Gemeinde 1,5 Millionen Schilling kosten - zu teuer für eine allein
stehende Mindestrentnerin. Also holt sie seither vom naheliegenden
Sägewerk Wasser für den Haushalt und die Tiere, die versorgt werden
wollen. Ein Nachbar schafft täglich Trinkwasser mit dem Fahrrad
herbei, ein anderer wollte nicht länger zusehen und machte "help tv"
auf diesen Missstand aufmerksam, vor allem, weil Frau Weigel im
Winter des Vorjahres schwer erkrankte. Die Hilfe der Nachbarn ist
beispielhaft, der Bau eines Brunnens jedoch wäre die Lösung - doch
das kostet 80.000 Schilling, ein Betrag, der im Budget der
Mindestpensionistin nicht enthalten ist. Zum Leben bleiben der Frau
satte 2.000 Schilling. Der Bürgermeister wäre zum Handeln bereit,
aber nur, wenn er dadurch ins Grundbuch der Witwe geschrieben wird.
Ein Bericht von Maria Stipsics.

Nie wieder einsam: Mit Power aus der Single-Falle - wenn einer einen
Zweiten sucht. Veronika ist 39, attraktiv, erfolgreich im Beruf. Doch
privat will’s einfach nicht klappen. Seit sieben Jahren schon sucht
sie einen Partner. Kontaktanzeigen und Partnerinstitute führten zu
manchem Rendezvous, den morgendlichen Kaffee trinkt sie nach wie vor
alleine. Eine halbe Million Singles, schätzt man, gibt es in
Österreich, in wenigen Jahren könnte bereits jeder dritte Haushalt
ein sogenannter Ein-Personen-Haushalt sein - ein Trend zum
Alleinsein? Mitnichten - viele Singles sind unfreiwillig ohne Partner
und nutzen Gelegenheit und Partnerbörsen, um ihr "einfaches" Leben in
die Zweisamkeit zu lenken. Virtuelle Chatrooms werden zur
Märchenbühne, auf der Traumpartner gehandelt und angeblich auch
gefunden werden. Oft aber wird der Prinz zum Albtraum, wenn er aus
der Anonymität tritt und seine allzu menschlichen Schwächen zeigt -
wie im richtigen Leben eben. Powerseminare mit dynamischen Titeln und
Inhalten sollen Hürden überwinden lernen und erfreuen sich regen
Ansturms. Motivationsguru Peter F. Kienauer versucht hierbei,
zahlreichen Menschen neue Wege in die traute Zweisamkeit zu
vermitteln. Was verzweifelte Singles alles tun, um nicht länger
allein zu sein - darüber diskutieren Peter F. Kienauer, der
Psychotherapeut Walter Hoffmann sowie weibliche und männliche
Singles. Ein Bericht von Christian May.

Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle

Alexandra Gutmann
(01) 87878 - DW 14279

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