Anti-epileptisches Arzneimittel hat nachweislichen Vorteil gegenüber alter Behandlungsweise / Lamotrigin vermeidet die bei Valproat festgestellte Gewichtszunahme

Florenz, Italien (ots-PRNewswire) - In einer in dieser Woche auf
dem 4. European Congress on Epileptology (ECE) in Florenz vorgestellten Studie wurde festgestellt, dass das anti-epileptische Breitbandarzneimittel (anti-epileptic drug, AED) Lamotrigin von Glaxo Wellcome im Vergleich zu Natriumvalproat, einem älteren AED, keine signifikante Gewichtszunahme verursacht. Zwischenergebnisse einer unlängst abgeschlossenen Studie beweisen, dass die mit Lamotrigin behandelten Patienten ein konstantes Gewicht und einen konstanten Körpermassenindex beibehielten, während es bei den mit Natriumvalproat behandelten Patienten zu einer Gewichtszunahme und zu einer Erhöhung des Körpermassenindex kam. (1) Endgültige Studienergebnisse werden auf dem Dezembertreffen der American Epilepsy Society vorgestellt.

"Die Patienten erhalten AEDs im allgemeinen mindestens zwei Jahre lang, wobei viele Patienten ihre Arzneimitteltherapie zehn oder mehr Jahre anwenden, um Anfälle unter Kontrolle zu halten. Erfolgt alle paar Monate eine Gewichtszunahme, dann kann sich das sehr negativ auf die Gesundheit und auf das Selbstbild des Patienten auswirken," kommentierte Dr. med. Martha Morrell, Chair of the Epilepsy Foundation of America. "Gewichtszunahme kann eine der quälendsten Nebenwirkungen für Epilepsiepatienten sein, und zwar sowohl für Männer, als auch für Frauen."

In der vorliegenden Studie wurden die Änderungen des Körpergewichtes bei 29 männlichen und weiblichen Epilepsiepatienten, die entweder Lamotrigin oder Natriumvalproat erhielten, in einem randomisierten doppeltblinden klinischen Versuch ausgewertet. Beide AEDs wurden während der ersten acht Studienwochen sorgfältig titriert, um die Zieldosis von 200-500 mg Lamotrigin pro Tag oder 20-60 mg Natriumvalproat pro Tag zu realisieren. In den nachfolgenden Behandlungswochen wurden Änderungen des Körpergewichtes und des Körpermassenindex regelmässig ausgewertet.

Bei Patienten, die Natriumvalproat erhielten, erfolgte eine Gewichtszunahme innerhalb von zehn Behandlungswochen. Bis zur 14. Studienwoche hatten die Patienten durchschnittlich 3,1 kg zugenommen, und nach der 32. Woche hatten die Patienten, die Natriumvalproat erhielten, im Durchschnitt eine Gewichtszunahme von 7,3 kg zu verzeichnen. Die Erhöhung des Körpermassenindex war gleichermassen signifikant bei Patienten, die Natriumvalproat erhielten. (Es ist noch nicht bekannt, ob sich die Gewichtszunahme während der Dauer der Natriumvalproatbehandlung in dieser Weise fortsetzen würde.) Im Gegensatz hierzu behielten die mit Lamotrigin behandelten Patienten ein im wesentlichen konstantes Gewicht bei: Es war keine signifikante Zunahme zu verzeichnen.

Bei der prozentualen Auswertung der Gewichtszunahme - im Vergleich zum Gewicht der Patienten vor der Behandlung - waren folgende Ergebnisse zu verzeichnen: ungefähr viermal (4-mal) soviele der mit Natriumvalproat behandelten Patienten hatten eine Gewichtszunahme von mehr als 5% (92% bei Natriumvalproat, 25% bei Lamotrigin) und etwa zweimal soviele der mit Natriumvalproat behandelten Patienten hatten eine Gewichtszunahme von mehr als 10% (46% bei Natriumvalproat, 19% bei Lamotrigin) zu verzeichnen. Die Gewichtszunahme und die Erhöhung des Körpermassenindex erwiesen sich als klinisch signifikant und traten innerhalb von 10-14 Wochen nach der Anfangsbehandlung mit Natriumvalproat auf.

Gewichtszunahme ist eine übliche Nebenwirkung bei älteren AEDs, wie zum Beispiel bei Valproat und Carbamazepin.(2) Gewichtszunahme und andere kosmetische Nebenwirkungen, wie zum Beispiel übermässiger Haarwuchs und eine Vergröberung der Gesichtszüge können einen negativen Einfluss auf die Selbstachtung eines Patienten haben und dazu führen, dass die Behandlung nicht in entsprechender Weise eingehalten wird. Die Erhöhung des Körpermassenindex kann auch mit einem erhöhten Risiko in Bezug auf Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheiten und Schlaganfall einhergehen.

Lamotrigin ist ein Breitband-AED mit einer Lizenz zur Monotherapie für Erwachsene und als Zusatztherapie für Erwachsene und Kinder. Außer der Nichtauswirkung auf das Gewicht zeigt Lamotrigin auch keinerlei Wechselwirkung mit oralen Kontrazeptiven und verursacht keine Schläfrigkeit. Mit einer Einsatzerfahrung von 10 Jahren wurde Lamotrigin zur Behandlung von mehr als 2 Millionen Patienten in 93 Ländern verwendet.

Glaxo Wellcome ist eine der weltweit führenden forschungsbasierten Pharmafirmen. Die Firmenangestellten widmen sich dem Kampf gegen Krankheiten mit Hilfe von innovativen Arzneimitteln und Dienstleistungen für Patienten und für die im Interesse der Patienten tätigen Gesundheitsfürsorgeeinrichtungen.

Literaturhinweise

1. Biton V, et.al. Weight gain associated with valproate vs. Lamotrigine monotherapy in patients with epilepsy: interim analysis of a randomised, double-blinded clinical trial. Poster presentation at ECE 2000.

2. Epilepsy Foundation of America. Women and Epilepsy Initiative Information Sheets for Women.

ots Originaltext: Glaxo Wellcome
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