- 07.10.2000, 09:30:00
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Honeder: Baustopp und Nachdenkpause vor Inbetriebnahme Temelins
Im Landtag eingebrachter Resolutionsantrag soll zum Umdenken bewegen
St. Pölten (NÖI) - "Vor der Inbetriebnahme Temelins müssen alle
Sicherheitsfragen restlos geklärt und ausgeräumt werden. Das
Interesse der Niederösterreicher, die bei einem nuklearen Unfall
direkt und unmittelbar betroffen wären, ist legitim und verständlich.
Ein sofortiger Baustopp und eine anschließende Nachdenkpause könnten
dazu genutzt werden, um eine grenzüberschreitende
Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Zu klären sind außerdem
die Atommüllproblematik und die Installierung eines Frühwarnsystems",
stellte LAbg. Karl Honeder zu dem entsprechenden Resolutionsantrag
fest, der in der letzten Landtagssitzung eingebracht wurde.****
"Die Anti-Atom-Politik Niederösterreichs besteht nicht nur aus
Protesten und Grenzblockaden, sondern vor allem im Aufzeigen von
Alternativen. Über 130 Biomasse-Fernwärmeanlagen, 60 Windkraftanlagen
und über 160.000 Quadratmeter Solaranlagen dokumentieren die
Vorreiterrolle Niederösterreichs auf dem Gebiet der erneuerbaren
Energieformen. Uns geht es in erster Linie darum, die
Verantwortlichen in Tschechien zu einem Umdenken zu bewegen. Die
Ängste und Sorgen der Bevölkerung in den Nachbarländern dürfen nicht
einfach ignoriert werden", betonte Honeder.
Rückfragehinweis: VP Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020 DW 140
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