Fonds Gesundes Österreich: EuGH-Entscheidung schwerer Rückschlag für Prävention

Wien (OTS) - Mit grossem Bedauern reagierte der Fonds Gesundes Österreich auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), das Tabakwerbeverbot aufzuheben "Diese Entscheidung zeigt leider deutlich, dass in der Europäischen Gemeinschaft wirtschaftliche Interessen weit über die Interessen der Gesundheit gestellt werden", so der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich Dennis Beck.

Die bislang vorgesehene schrittweise Einführung des Tabakwerbeverbotes wäre ein richtiger Ansatz gewesen, um das Image des Tabakkonsums zu verändern. "Viele Jugendliche greifen zur Zigarette, weil ihnen immer noch durch die Werbung suggeriert wird, das Rauchen cool und trendy ist" betont Beck. Laut einer vom Fonds Gesundes Österreich im Mai 2000 beauftragten Umfrage (ISMA) geben 54 % der 16 - 29 jährigen an, gelegentlich zu rauchen.

In diesem Sinne begrüsst Dennis Beck den Vorschlag des ÖVP Gesundheitssprechers Dr. Erwin Rasinger, zusätzliche Mittel für Gesundheitswerbung und Nichtraucherwerbung zur Verfügung zu stellen. Insbesondere im Bereich des Sports wäre es laut Beck ein wichtiges Ziel, die Tabakwerbung durch Werbung für Gesundheit und Nichtrauchen zu ersetzen.

"Die nächste Erhöhung der Zigarettenpreise bzw. gesetzlich geregelte Mittel aus der Tabakindustrie sollen zweckgebunden in einen Gesundheitsförderungstopf fliessen. Dieses Geld soll ausschliesslich für gesundheitsfördernde Werbung, Sponsoring und Präventionsaktivitäten verwendet werden" schlägt der Geschäftsführer vor. Somit könnte sich jeder Sport- oder Kulturverein entscheiden, ob er zu den gleichen Konditionen für Zigaretten oder für Gesundheit wirbt. "Dieses Modell wurde bereits in Australien im Bundesstaat Victoria erprobt. Fast keine Sportorganisation hat sich für die Tabakwerbung entschieden. Denn Sport und Gesundheit sind natürlich logische Partner" schliesst Beck.

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