VP-Pfeiffer: "Drogenpolitik wird schon wieder für Wahlkampf mißbraucht"

Verringerung der Grenzmenge für Heroin ist kein Anschlag auf Drogenkranke.

Wien (ÖVP-Klub) "Ich lasse mich nicht für die im Bassenastil geführte Diskussion zwischen Rot und Blau mißbrauchen. Aus diesem Grunde ist die gestrige Presseaussendung des SPÖ-Dienstes, in der ich zitiert werde mit einer Divergenz zur gemeinsamen Regierungspolitik völlig aus der Luft gegriffen" so der Drogensprecher der Wiener VP, GR Gerhard PFEIFFER.****

Im sachlichen Zusammenhang mit der Verringerung der Grenzmenge bei Heroin durch den Suchtgiftverordnungsentwurf verweist GR PFEIFFER auf seine Presseaussendung vom 4.10. Hier gäbe es von seiner Seite völlige Übereinstimmung mit dem Regierungspartner FPÖ auf Bundesebene.

Gegen die auf einer Tagung der Bundes-FP ausgegebenen Parole der "drogenfreien Gesellschaft" verwies PFEIFFER auf die bereits 1992 unter seiner Leitung formulierten Grundsatzpolitik, daß zwar jedem Menschen ein drogenfreies Leben ermöglicht werden sollte, die drogenfreie Gesellschaft ( dazu gehören z.B. auch Drogen wie Alkohol und Nikotin) eine Utopie darstelle, die nicht einmal durch brutale Gewalt und Zwang erreicht werden könne, wie die nationalsozialistischen und kommunistischen Regime bewiesen haben.

Wenn in diesem Zusammenhang auf der Tagung des Drogenbeirates vom Drogenbeauftragten Dr.David behauptet wurde, daß die FP-Parole von Staatssekretär Waneck mitgetragen und angeblich daher eine Substitutionstherapie von diesem nicht befürwortet würde, erklärte PFEIFFER dort, nicht der "Hüter seines Waneck" zu sein und distanzierte sich klar von solchen utopischen Vorstellungen, die nicht von der sozialistischen Abgeordneten Malyar der Regierung zugeordnet werden könnten, sondern ausschließlich auf einem Plakat der FPÖ gefordert würden.
"Daß sich Stadtrat Rieder als die Speerspitze in Gesundheitsfragen gegen die österreichische Bundesregierung versteht und nun durch seine Kollegin Malyar noch ein Schäuferl nachlegen läßt ist schade, denn ich bleibe dabei: Durch solche Beiträge in der Öffentlichkeit, in die ich mich in keinem Fall mit hineinziehen lasse, ist keinem Drogenkranken, keinem Familienmitglied, und schon gar nicht dem Schutz der Jugend vor Suchtgiften gedient. Die Herrschaften sollen für die Menschen, die sie gewählt haben arbeiten, und nicht schon jetzt in einen mit nicht sehr vornehmen Mitteln geführten Wahlkampf eintreten", schloß PFEIFFER.

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