"Orientierung" am Sonntag, 8. Oktober 2000, 12.30 Uhr, ORF 2

Wien (OTS) - Doris Appel präsentiert folgende Beiträge:
Österreich: Lobby für Ausgegrenzte: Die kirchlichen Hilfsorganisationen Caritas und Diakonie schlagen Alarm. Sie beobachten die Entwicklungen in Österreich mit Besorgnis und stellen fest, dass sich der Staat zunehmend aus seiner sozialen Verantwortung verabschiedet. Und das nicht erst seit dem Regierungswechsel. In Zeiten wie diesen nehmen die beiden Hilfsorganisationen ihre Anwaltschaft für Menschen am Rand der Gesellschaft mit besonderer Intensität wahr. Die Wiener Caritas präsentierte diese Woche im Rahmen eines Aktionstages ihre Wahrnehmungen zum Thema soziale Ausgrenzung und präsentierte Vorschläge zu einer Verbesserung der Situation. Ein Bericht von Norbert Steidl.

Studiogespräch: Michael Chalupka: Gast bei Doris Appel im Studio ist der Direktor der Diakonie Österreich, Michael Chalupka. Er nimmt zu den gegenwärtigen sozialpolitischen Entwicklungen Stellung.

China: Katholiken in Shanghai: Die umstrittene Heiligsprechung von 120 China-Märtyrern durch Papst Johannes Paul II. vergangenen Sonntag sorgte für Schlagzeilen und machte auf die Situation der katholischen Kirche in China aufmerksam. Anlass für "Orientierung", am Beispiel von Shanghai das Verhältnis der katholischen Kirche Chinas zur kommunistischen Regierung des Landes aufzuzeigen. Eine der größten Schwierigkeiten sei es, die Balance zwischen der strengen Kontrolle des kommunistischen Regimes und der Politik des Vatikans zu finden, meint der katholische Bischof Jin aus Shanghai. Er ist ein Repräsentant der so genannten "patriotischen Kirche" Chinas, die sich - anders als die römisch-katholische Untergrundkirche - dem chinesischen Regime eher verpflichtet weiß als dem Vatikan. Der Bischof hat einiges hinter sich: Jahrzehnte verbrachte er wegen seiner Glaubensüberzeugung in Straf- und Umerziehungslagern. Bis heute ist es in China nicht einfach, Katholik zu sein. Ein Bericht von Michael Brauner.

Kärnten: Religiöse Kunst im Wandel der Zeit - Alte Sakralkunst modern interpretiert. Das ist der Inhalt der Ausstellung "Ich-gegenüber", die noch bis Ende Oktober im Kärntner Schloss Straßburg zu sehen ist. 26 Künstler aus Kärnten, Slowenien und Italien stellen alten Kunstwerken ihre zeitgenössischen Darstellungen christlicher Motive gegenüber. Mit dieser Ausstellung soll der Austausch zwischen Kunst und Kirche intensiviert werden, hofft der Kärntner Bischof Egon Kapellari, einer der Initiatoren der Ausstellung. "Orientierung" hat Künstler zu ihrem Werk befragt. Ein Bericht von Katja Sindemann.

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