"Der Report" am 3. Oktober: "Ein Geständnis mit Folgen"

Gisela Hopfmüller präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 3. Oktober 2000, um 21.10 Uhr in ORF 2 unter anderem einen Beitrag über das Buch des karenzierten Polizisten Josef Kleindienst. Außerdem ein Bericht über die Zukunft der Sozialpartnerschaft und über die geplanten Entschädigungszahlungen für Holokaust-Überlebende.

Ein Geständnis mit Folgen
Der Ex-FPÖ-Gewerkschafter und karenzierte Polizist Josef Kleindienst bringt mit seinem Buch ("Ich gestehe") die FPÖ in Schwierigkeiten. Zu Beginn des Wiener Wahlkampfes bezichtigt er den Wiener FPÖ-Chef Hilmar Kabas, einen Bordellbesuch aus der Parteikasse bezahlt zu haben. Außerdem schreibt Kleindienst, dass die Freiheitlichen seit Jahren fünf Wiener Polizisten für Spitzeldienste bezahlen. Die FPÖ will ihren ehemaligen Funktionär nun klagen, die Wiener Polizei untersucht derzeit die Vorwürfe. Ein Bericht von Ernst Johann Schwarz und Rainer Hazivar.

Sozialpartnerschaft vor dem Aus?
Die Töne sind so rau wie nie zwischen Gewerkschaftsvertretern und Regierung, was auch Ausdruck eines geänderten Verhältnisses zwischen beiden ist. Die Mechanismen der traditionellen Sozialpartnerschaft funktionieren nicht mehr, beziehungsweise werden absichtlich nicht eingesetzt. Die Frage lautet: Welche Strategie wird nun gewählt? Drüberfahren oder doch Verhandeln? Derzeit kämpfen die Gewerkschafter jedenfalls damit, dass ihre Meinungen an Bedeutung verlieren. Wie wirksam ist in Zeiten wie diesen das Kampfmittel "Streik"? Wird es eine Sozialpartnerschaft "neu" geben? Oder droht dauerhafte Verhärtung des sozialen Klimas?
Ein Bericht von Katinka Nowotny, Reingard Diermayr und Ernst Kernmayer.

Tauziehen um jeden Bürger
In wenigen Monaten findet in Österreich die Volkszählung statt. Vor allem die Gemeinden rund um Wien versuchen, der Bundeshauptstadt schon jetzt viele Einwohner abzuwerben. Es geht ums Geld, je mehr Bürger, desto mehr kommt den Gemeinden aus dem Finanzausgleich zugute. Doch Wien wehrt sich. Ein Bericht von Marie-Theres Euler-Rolle und Rainer Hazivar über das Match zwischen Wien und seinem Umland, ein Match mit gefinkelten Spielzügen und vielen kleinen Fouls.

Im "Kasino der Entschädigungen"
Sechs Milliarden Schilling sollen die ehemaligen Zwangsarbeiter bekommen - aber wie viel ist Österreich jene Abgeltung wert, die jüdischen Holokaust-Überlebenden für den erlittenen Verlust an Vermögen, Liegenschaften und Wohnrechten zukommen soll? Noch versucht eine Historikerkommission die wissenschaftlichen und zahlenmäßigen Grundlagen für ein neues Restitutionsgesetz zu erarbeiten, aber das Feilschen um die in Aussicht gestellten Entschädigungen hat bereits eingesetzt. Der Bundesregierung stehen harte und vor allem sensible Verhandlungen ins Haus - mit jüdischen Opferverbänden und US-Rechtsanwälten einerseits, mit tatsächlichen Holokaust-Überlebenden andererseits. Eine Reportage über das "Kasino der Entschädigungen" von Franz Renner und Günther Kogler.

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