- 02.10.2000, 13:03:37
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- OTS0203
"Der Report" am 3. Oktober: "Ein Geständnis mit Folgen"=
Gisela Hopfmüller präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 3. Oktober
2000, um 21.10 Uhr in ORF 2 unter anderem einen Beitrag über das Buch
des karenzierten Polizisten Josef Kleindienst. Außerdem ein Bericht
über die Zukunft der Sozialpartnerschaft und über die geplanten
Entschädigungszahlungen für Holokaust-Überlebende.
Ein Geständnis mit Folgen
Der Ex-FPÖ-Gewerkschafter und karenzierte Polizist Josef Kleindienst
bringt mit seinem Buch ("Ich gestehe") die FPÖ in Schwierigkeiten. Zu
Beginn des Wiener Wahlkampfes bezichtigt er den Wiener FPÖ-Chef
Hilmar Kabas, einen Bordellbesuch aus der Parteikasse bezahlt zu
haben. Außerdem schreibt Kleindienst, dass die Freiheitlichen seit
Jahren fünf Wiener Polizisten für Spitzeldienste bezahlen. Die FPÖ
will ihren ehemaligen Funktionär nun klagen, die Wiener Polizei
untersucht derzeit die Vorwürfe. Ein Bericht von Ernst Johann Schwarz
und Rainer Hazivar.
Sozialpartnerschaft vor dem Aus?
Die Töne sind so rau wie nie zwischen Gewerkschaftsvertretern und
Regierung, was auch Ausdruck eines geänderten Verhältnisses zwischen
beiden ist. Die Mechanismen der traditionellen Sozialpartnerschaft
funktionieren nicht mehr, beziehungsweise werden absichtlich nicht
eingesetzt. Die Frage lautet: Welche Strategie wird nun gewählt?
Drüberfahren oder doch Verhandeln? Derzeit kämpfen die Gewerkschafter
jedenfalls damit, dass ihre Meinungen an Bedeutung verlieren. Wie
wirksam ist in Zeiten wie diesen das Kampfmittel "Streik"? Wird es
eine Sozialpartnerschaft "neu" geben? Oder droht dauerhafte
Verhärtung des sozialen Klimas?
Ein Bericht von Katinka Nowotny, Reingard Diermayr und Ernst
Kernmayer.
Tauziehen um jeden Bürger
In wenigen Monaten findet in Österreich die Volkszählung statt. Vor
allem die Gemeinden rund um Wien versuchen, der Bundeshauptstadt
schon jetzt viele Einwohner abzuwerben. Es geht ums Geld, je mehr
Bürger, desto mehr kommt den Gemeinden aus dem Finanzausgleich
zugute. Doch Wien wehrt sich. Ein Bericht von Marie-Theres
Euler-Rolle und Rainer Hazivar über das Match zwischen Wien und
seinem Umland, ein Match mit gefinkelten Spielzügen und vielen
kleinen Fouls.
Im "Kasino der Entschädigungen"
Sechs Milliarden Schilling sollen die ehemaligen Zwangsarbeiter
bekommen - aber wie viel ist Österreich jene Abgeltung wert, die
jüdischen Holokaust-Überlebenden für den erlittenen Verlust an
Vermögen, Liegenschaften und Wohnrechten zukommen soll? Noch versucht
eine Historikerkommission die wissenschaftlichen und zahlenmäßigen
Grundlagen für ein neues Restitutionsgesetz zu erarbeiten, aber das
Feilschen um die in Aussicht gestellten Entschädigungen hat bereits
eingesetzt. Der Bundesregierung stehen harte und vor allem sensible
Verhandlungen ins Haus - mit jüdischen Opferverbänden und
US-Rechtsanwälten einerseits, mit tatsächlichen
Holokaust-Überlebenden andererseits. Eine Reportage über das "Kasino
der Entschädigungen" von Franz Renner und Günther Kogler.
Rücksprachehinweis: ORF-Pressestelle
(01) 87878 - DW 12098
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