• 02.10.2000, 10:46:57
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Grippeimpfung neu=

Wien (OTS) - Etwa 140.000 Menschen sind im vergangenen Winter allein
in Wien an Influenza (Grippe) erkrankt. Österreichweit sterben jedes
Jahr im Durchschnitt bis zu 2.500 Menschen an den Folgen von Grippe.
Eine Impfung gilt als einziger Schutz, war aber bisher nicht ganz
unumstritten. Jetzt haben österreichische Experten erstmals
einheitliche Empfehlungen formuliert. ”Neu ist, dass die Impfung
jetzt auch Schwangeren, Kindern und Fernreisenden empfohlen wird”,
sagt Dr.Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz.

Demnach können und sollen chronisch kranke Kinder ab dem vollendeten
sechsten Lebensmonat geimpft werden. Slatin: ”Solche Kinder sind
besonders anfällig für Komplikationen, wie zum Beispiel Lungen- oder
Herzmuskelentzündung.” Auch für werdende Mütter wird die Impfung nun
empfohlen, da die Grippe besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel
häufig für Komplikationen sorgt. Fernreisende sollten ebenfalls
geimpft sein. In manchen Ländern, wie etwa in Indonesien, kann man
sich das ganze Jahr über mit Grippe infizieren.

”Wie schon bisher sollten natürlich all jene Personen geschützt sein,
die leicht Influenza übertragen können”, sagt Slatin. Gemeint sind
damit medizinisches und pflegendes Personal in Spitälern oder Heimen,
Angehörige von Risikopersonen, die nicht geimpft werden können oder
Menschen in Berufen, die für das Funktionieren der Gemeinschaft
besonders wichtig sind, also Polizei, Rettung oder Feuerwehr. Aber
auch Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter Gefährdung, etwa durch
Lungen-, Herz- oder Kreislauferkrankungen, sollten sich impfen
lassen.

Slatin: ”Klären Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Hausarzt, ob durch die
Impfung ein persönliches Risiko besteht.” Fest steht, dass der Anteil
an älteren und chronisch kranken Menschen immer größer wird. Je mehr
Menschen jedoch geimpft sind, desto schwieriger wird die Übertragung
des Virus. ”Zusätzlich kann das Immunsystem noch durch Saunabesuche,
Wechselduschen, genügend Schlaf, viel Bewegung in der freien Luft und
eine vollwertige Ernährung gestärkt werden. Das Risiko, an Grippe zu
erkranken, wird dadurch zusätzlich verringert”, so Slatin.

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

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