Grippeimpfung neu

Wien (OTS) - Etwa 140.000 Menschen sind im vergangenen Winter allein in Wien an Influenza (Grippe) erkrankt. Österreichweit sterben jedes Jahr im Durchschnitt bis zu 2.500 Menschen an den Folgen von Grippe. Eine Impfung gilt als einziger Schutz, war aber bisher nicht ganz unumstritten. Jetzt haben österreichische Experten erstmals einheitliche Empfehlungen formuliert. ”Neu ist, dass die Impfung jetzt auch Schwangeren, Kindern und Fernreisenden empfohlen wird”, sagt Dr.Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz.

Demnach können und sollen chronisch kranke Kinder ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat geimpft werden. Slatin: ”Solche Kinder sind besonders anfällig für Komplikationen, wie zum Beispiel Lungen- oder Herzmuskelentzündung.” Auch für werdende Mütter wird die Impfung nun empfohlen, da die Grippe besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel häufig für Komplikationen sorgt. Fernreisende sollten ebenfalls geimpft sein. In manchen Ländern, wie etwa in Indonesien, kann man sich das ganze Jahr über mit Grippe infizieren.

”Wie schon bisher sollten natürlich all jene Personen geschützt sein, die leicht Influenza übertragen können”, sagt Slatin. Gemeint sind damit medizinisches und pflegendes Personal in Spitälern oder Heimen, Angehörige von Risikopersonen, die nicht geimpft werden können oder Menschen in Berufen, die für das Funktionieren der Gemeinschaft besonders wichtig sind, also Polizei, Rettung oder Feuerwehr. Aber auch Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter Gefährdung, etwa durch Lungen-, Herz- oder Kreislauferkrankungen, sollten sich impfen lassen.

Slatin: ”Klären Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Hausarzt, ob durch die Impfung ein persönliches Risiko besteht.” Fest steht, dass der Anteil an älteren und chronisch kranken Menschen immer größer wird. Je mehr Menschen jedoch geimpft sind, desto schwieriger wird die Übertragung des Virus. ”Zusätzlich kann das Immunsystem noch durch Saunabesuche, Wechselduschen, genügend Schlaf, viel Bewegung in der freien Luft und eine vollwertige Ernährung gestärkt werden. Das Risiko, an Grippe zu erkranken, wird dadurch zusätzlich verringert”, so Slatin.

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