Delphi entwickelt kommerzielles Insassenerkennungssystem für Jaguar

Paris (ots-PRNewswire) - Delphi Automotive Systems (NYSE: DPH) gab auf der Mondial de l'Automobile 2000 bekannt, dass die Firma ihr intelligentes Insassenerkennungssystem an Jaguar liefert. Das PODS (Passive Occupant Detection System) von Delphi ist das erste und einzige das Gewicht erfassende System seiner Art, das mit seinen einzigartigen Features und Funktionen auf den Markt kommt. Es wird als Standardzubehör ins Adaptive Restraint Technology System (ARTS) der Jaguar XK-Sportwagenreihe des Modelljahrs 2001 aufgenommen. Die PODS-Technologie versetzt die Autohersteller in die Lage, die Wirksamkeit des Schutzes durch den Airbag aufgrund des intelligenten Einsatzes oder Zurückhaltens des Beifahrer-Airbags zu verbessern.

"Dies ist wirklich eine Änderung der Spielregeln des Markts, die ein ganz neues Sicherheitssegment in der Industrie für Fahrzeugkomponenten darstellt," sagte Dave Wohleen, President des Electronics and Mobile Communications Sector von Delphi und Executive Vice President von Delphi. Die PODS-Technologie kommt zur renommierten Liste früherer Innovationen im Sicherheitsbereich wie dem Airbag, der Antiblockierbremsen und der intelligenten Sitzrückhaltesysteme."

Die PODS-Technologie von Delphi besteht aus einer das Gewicht erfassenden Blasentechnologie unter der Sitzfläche. Unter Verwendung hoch entwickelter Algorithmen für die Insasseneinstufung und umfangreicher Signalverarbeitung versetzt die Technologie den Airbag-Controller in die Lage, den Beifahrer-Airbag variabel einzusetzen oder zurückzuhalten. Das System misst die Belastung des Fahrzeugsitzes durch den Insassen, klassifiziert den Insassen aufgrund des Gewichts und gibt die Informationen auf der Basis der Insassencharakteristika an den Airbag-Controller weiter, ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, ob und zu welchem Ausmaß der Airbag eingesetzt werden soll. Außerdem führt das zu Reparaturkosteneinsparungen bei den Fahrzeugen, die mit der PODS-Technologie ausgerüstet sind, da der Beifahrer-Airbag so gestaltet ist, dass er nicht eingesetzt wird, wenn der Beifahrersitz nicht besetzt ist.

Im Gegensatz zu Systemen mit manuellen Ein/Aus-Schaltern ist es beim passiven System unnötig, dass der Fahrer oder ein anderer Fahrzeuginsasse eingreift, um die richtige Entscheidung über den entsprechenden Airbag-Einsatz zu treffen. Außerdem ist das System für fast alle Sitztypen gleich, ohne dass die Unfallsicherheit des Sitzes beeinträchtigt wird.

Die PODS-Technologie von Delphi beruht auf zahlreichen bereits erteilten Patenten und anderen, die sich noch in der Antragsbearbeitung befinden. Sie besteht aus einem mit Silikonflüssigkeit gefüllten Blasengewichtssystem, das von American Components Inc. (ACI) aus Dandridge, Tennessee, hergestellt wird, einem Drucksensor unter der Sitzfläche und einer elektronischen Einheit für die Verarbeitung der Sensordaten. Delphi und ACI haben umfangreiche Arbeiten durchgeführt, um die Blasentechnologie für den Seitenaufprallschutz bei Sitzen umzusetzen, die das spezifische Blasendesign für die PODS-Technologie aufweisen. Delphi änderte und passte seine Fachkenntnisse in der Herstellung von Drucksensoren an den für das System verwendeten Sensor an. Das Unternehmen produziert jährlich Millionen von Drucksensoren, die weltweit als Industriestandard akzeptiert sind.

"Die Bereitstellung einer intelligenten elektronischen Lösung hat uns einen Vorsprung vor unseren Mitbewerbern verschafft und wird unsere Möglichkeiten für zukünftiges Geschäftswachstum in diesem Bereich erweitern," sagte Wohleen. "Das effiziente Nutzen unserer Erfahrung in Verbindung mit einem nicht ausweichenden Integrationsdesign hat Delphi die frühzeitige Chance verschafft, den Standard auf diesem neuen Markt zu setzen."

Delphi arbeitet mit den Sitzherstellern sowie mit den Fahrzeugsystemanbietern und den Autoherstellern zusammen, um das PODS-System in die einzelnen Fahrzeugarchitekturen zu integrieren. Im Fall des Jaguar ARTS zum Beispiel wird das Delphi-System mit dem Ultraschallsystem eines anderen Anbieters integriert, um weitere Messungen der Position des Beifahrers zur Verfügung zu stellen. Während die Ultraschallsensoren die Anwesenheit und Position des Beifahrers ständig überwachen, erkennt das PODS-System die Präsenz und das ungefähre Sitzgewicht des Insassen. Bei anderen Anwendungen wird das PODS mit einem Sensor integriert, der die Spannung des Anschnallgurts misst, um ein Airbag-Zurückhaltesystem zur Verfügung zu stellen, das den neuen Bundesrichtlinien entspricht.

Delphi stellte 1974 sein erstes Luftkissenschutzsystem für General Motors her. GM bot es als Extra für bestimmte Cadillac-, Buick- und Oldsmobile-Modelle an.

Man geht davon aus, dass Insassenerkennungsprodukte bis zum Jahre 2006 $3,6 Milliarden an neuen Einnahmechancen für die Autozulieferer übersteigen, so die Strategy Analytics Ltd. (Automotive System Demand Report, September 2000). Der Report sagt vorher, dass die Systeme in den nächsten sechs Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate von insgesamt 70 Prozent zulegen werden.

Außerdem ist das Gewichtssystem von Delphi eine entscheidende Komponente in dem modernen Airbag-System, das die Autohersteller implementieren müssen, um dem kürzlich wirksam gewordenen U.S. Federal Motor Vehicle Safety Standard (FMVSS) No. 208 zu entsprechen, der im Mai angekündigt wurde. Die moderne Airbag-Bestimmung verlangt von den Autoproduzenten, die Airbags für eine größere Bandbreite von Insassen - was das Gewicht angeht - effektiver zu machen, als das zuvor bei Fahrzeugen, die in den USA verkauft werden, erforderlich war. Ab 2004 müssen 35% der Fahrzeuge jedes Herstellers, der Autos in den USA verkauft, mit den modernen Airbag-Systemen ausgerüstet sein. Bis 2006 steigt die Zahl auf fast 100%. Der Sitzsensor von Delphi entscheidet abhängig vom Gewicht des Insassen, ob der Beifahrer-Airbag eingesetzt wird oder nicht oder - wenn der Beifahrersitz nicht besetzt ist - dass das System nicht aktiviert wird.

Das multinationale Unternehmen Delphi Automotive Systems hat den Hauptsitz in Troy, Michigan, USA, und weitere regionale Zentralen in Paris, Tokio und Sao Paulo, Brasilien. Die Firma ist weltführend in der mobilen Elektronik- und Transportkomponenten- und -systemtechnologie. Delphi hat drei Hauptgeschäftszweige - Dynamik und Antrieb; Sicherheit, Thermal- und Elektroarchitektur; Elektronik und mobile Kommunikation -, die für die komplexen Kundenanforderungen umfassende Produktlösungen bieten. Delphi hat rund 216.000 Mitarbeiter und betreibt 179 zu 100% in ihrem Eigentum stehende Produktionsstätten, 41 Joint Ventures, 53 Kundencenter und Vertriebsbüros sowie 31 Technikzentren in 39 Ländern. Im Internet finden Sie Delphi unter http://www.delphiauto.com.

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