Wiens FPÖ-Klubobmann bestätigt gegenüber NEWS Besuch in der Bordell-Bar "Playgirl"

Kabas betont: Es handelte sich nur um einen "Sicherheits-Lokalaugenschein"

Wien (OTS) - Die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS berichtet über das zuletzt viel diskutierte Kapitel des morgen erscheinenden Enthüllungsbuches "Ich gestehe" des ehemals höchstrangigen FPÖ-Funktionärs Josef Kleindienst.

Laut NEWS, dem die Druckfahnen vorliegen, handelt die umstrittene Passage des Buches unter der Überschrift "Politik, Polizei und Puff" über den Besuch eines Politikers mit einer Partei-Delegation in einer Bordell-Bar namens "Playgirl" im 19. Wiener Gemeindebezirk.

Laut Kleindienst-Buch hätte der Politiker die Rechnung des Bordells, in der mehrere Ausländerinnen illegal beschäftigt waren, auf Kosten der Partei übernommen.

Laut NEWS gibt es mehrere Zeugen, die als Datum dieses Besuches die Nacht des Opernballs, somit den 23. Februar 1995, angeben, und als den im Buch ausführlich beschriebenen Politiker den Wiener FPÖ-Spitzenkandidaten Hilmar Kabas identifizieren.

Kabas selbst gibt in einer durch seinen Pressesprecher an NEWS übermittelten Stellungnahme zu, am 23. Februar 1995 mit einer Delegation von "Sicherheits-Journalisten und Personalvertretern der Exekutive" tatsächlich in der Bordell-Bar "Playgirl" gewesen zu sein.

Kabas betont über seinen Pressesprecher im morgen erscheinenden NEWS jedoch ausdrücklich, dass es sich bei diesem Besuch ausschließlich um einen "Sicherheits-Lokalaugenschein" gehandelt habe. Der Pressesprecher im Namen von Kabas im morgigen NEWS: "Das ist eine Geschichte, die schon weit zurückliegt. Aber es kann sein, dass man als Politiker immer wieder den Sicherheits-Lokalaugenschein macht. Und da dürfte im konkreten Fall nach der Opernballdemonstration einem konkreten Sicherheitsnachweis nachgegangen worden sein".

Hilmar Kabas betont gegenüber NEWS außerdem, dass er niemals die Rechnung des Bordell-Besuches übernommen und im Namen der Partei, also der FPÖ, bezahlt habe. Der Pressesprecher im Namen von Kabas im morgigen NEWS: "Faktum ist, dass vonseiten der Partei niemals irgendwelche Rechnungen übernommen worden sein könnten, geschweige denn irgendwelche Vergnügungen im Separee. Das ist mehr als an den Haaren herbeigezogen. Das Zitat "Das zahlt die Partei" ist völlig falsch. Kabas hat dort nichts mit der Kreditkarte bezahlt".

Die Bordell-Bar "Playgirl" wurde knapp zwei Jahre nach dem Besuch der Politiker-Delegation, am 28.11.1996, unter anderem nach § 87, unter den "illegale Prostitution" und "illegale Beschäftigung" fallen, behördlich geschlossen.

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