- 27.09.2000, 14:47:04
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Wiens FPÖ-Klubobmann bestätigt gegenüber NEWS Besuch in der Bordell-Bar "Playgirl"
Kabas betont: Es handelte sich nur um einen "Sicherheits-Lokalaugenschein"
Wien (OTS) - Die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS
berichtet über das zuletzt viel diskutierte Kapitel des morgen
erscheinenden Enthüllungsbuches "Ich gestehe" des ehemals
höchstrangigen FPÖ-Funktionärs Josef Kleindienst.
Laut NEWS, dem die Druckfahnen vorliegen, handelt die umstrittene
Passage des Buches unter der Überschrift "Politik, Polizei und Puff"
über den Besuch eines Politikers mit einer Partei-Delegation in
einer Bordell-Bar namens "Playgirl" im 19. Wiener Gemeindebezirk.
Laut Kleindienst-Buch hätte der Politiker die Rechnung des
Bordells, in der mehrere Ausländerinnen illegal beschäftigt waren,
auf Kosten der Partei übernommen.
Laut NEWS gibt es mehrere Zeugen, die als Datum dieses Besuches
die Nacht des Opernballs, somit den 23. Februar 1995, angeben, und
als den im Buch ausführlich beschriebenen Politiker den Wiener
FPÖ-Spitzenkandidaten Hilmar Kabas identifizieren.
Kabas selbst gibt in einer durch seinen Pressesprecher an NEWS
übermittelten Stellungnahme zu, am 23. Februar 1995 mit einer
Delegation von "Sicherheits-Journalisten und Personalvertretern der
Exekutive" tatsächlich in der Bordell-Bar "Playgirl" gewesen zu sein.
Kabas betont über seinen Pressesprecher im morgen erscheinenden
NEWS jedoch ausdrücklich, dass es sich bei diesem Besuch
ausschließlich um einen "Sicherheits-Lokalaugenschein" gehandelt
habe. Der Pressesprecher im Namen von Kabas im morgigen NEWS: "Das
ist eine Geschichte, die schon weit zurückliegt. Aber es kann sein,
dass man als Politiker immer wieder den Sicherheits-Lokalaugenschein
macht. Und da dürfte im konkreten Fall nach der
Opernballdemonstration einem konkreten Sicherheitsnachweis
nachgegangen worden sein".
Hilmar Kabas betont gegenüber NEWS außerdem, dass er niemals die
Rechnung des Bordell-Besuches übernommen und im Namen der Partei,
also der FPÖ, bezahlt habe. Der Pressesprecher im Namen von Kabas im
morgigen NEWS: "Faktum ist, dass vonseiten der Partei niemals
irgendwelche Rechnungen übernommen worden sein könnten, geschweige
denn irgendwelche Vergnügungen im Separee. Das ist mehr als an den
Haaren herbeigezogen. Das Zitat "Das zahlt die Partei" ist völlig
falsch. Kabas hat dort nichts mit der Kreditkarte bezahlt".
Die Bordell-Bar "Playgirl" wurde knapp zwei Jahre nach dem Besuch
der Politiker-Delegation, am 28.11.1996, unter anderem nach § 87,
unter den "illegale Prostitution" und "illegale Beschäftigung"
fallen, behördlich geschlossen.
Rückfragehinweise: NEWS-Chefredaktion
Tel.: 213 12-103 DW
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