• 27.09.2000, 13:20:17
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  • OTS0209

FSG-Nussgraber gegen gemeinsame Obsorge

Rolle rückwärts in die 60er Jahre

Wien (FSG). Als eine "Rolle rückwärts in die 60er Jahre",
bezeichnete die Frauenvorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer
GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB, Erika Nussgraber-Schnabl, den
gestrigen Beschluss des Ministerrates, die gemeinsame Obsorge beider
Elternteile für die Kinder nach Scheidungen wieder einzuführen.++++

"Mit der gemeinsamen Obsorge wird der Druck auf die Frauen nach
der Scheidung ins unerträgliche steigen. Für die Kinder wird es
zunehmend unklare Verhältnisse geben", kritisiert Nussgraber-Schnabl.
So könne es in Zukunft wieder vorkommen, dass sich die geschiedenen
Eltern nicht darüber einigen können, in welchen Kindergarten oder in
welche Schule das Kind gehen soll, ob es eine Lehre oder ein Studium
beginnen soll. Vor allem die Frauen werden es wieder sein, die einem
unerträglichen Druck seitens des geschiedenen Partners ausgesetzt
sind.

Nussgraber: "Die gemeinsame Obsorge ist 1978 aus gutem Grund
abgeschafft worden. Damit wurde viel Leid von Scheidungskindern und
Frauen genommen. Diese Regierung will die Frauen und Kinder wieder in
die finstere Ära der 60er Jahre zurückdrängen." Für die
FSG-Frauenvorsitzende ist dieser Schritt, nach den Belastungswellen
der vergangenen Wochen, ein weiterer Anschlag auf die Rechte und
wirtschaftliche Selbstständigkeit der Frauen. Nussgraber-Schnabl: "So
will diese Regierung die Frauen disziplinieren."

FSG, 27. September 2000 Nr. 156

Rückfragehinweis: FSG Presse

Tel. (01) 534 44/222 DW
Fax.: (01) 533 52 93

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