JVP Wien zu Studiengebühren: So nicht !

Haunschmidt warnt eigene Partei: Solidarität mit Jugend statt Kadavergehorsam in Partei

Wien, 22. September 2000 - Die Junge ÖVP Wien erneuert ihre strikte Ablehnung der nun geplanten Studiengebühren. JVP Landesobmann Mag. Georg Haunschmidt: "Die Junge ÖVP Wien steht hier auf der Seite der Jugendlichen. Es wird keinen Kadavergehorsam gegenüber der ÖVP geben ! Wenn sich nichts ändert, werden auch wir von der JVP Wien uns an den Studentendemos beteiligen müssen."

Haunschmidt: "Für uns steht im Mittelpunkt, daß Studieren auch weiterhin für alle Jugendlichen finanzierbar sein muß !" Die Junge ÖVP Wien möchte die Finanzierbarkeit des österreichischen Bildungssystems zwar nicht gefährden, hält die Einführung von Studiengebühren in der nun geplanten Form aber für völlig ungeeignet. Haunschmidt: " Ein so sensibles Thema wie Studiengebühren kann man nicht in einer Nacht und Nebelaktion durchziehen. Nur weil die Jugendlichen die schwächste Lobby haben, kann man nicht einfach über uns drüber rollen." Die Junge ÖVP Wien erwartet sich daher die Fortsetzung konstruktiver Gespräche mit allen ÖVP-Politikern, bei denen auch die nachfolgenden Punkte berücksichtigt werden sollen.

Die Einhaltung folgender Punkte ist für die Junge ÖVP Wien besonders wichtig:

1. Leistung soll gerecht belohnt werden. Wer ein Studium "in der Zeit" absolviert, soll keine Gebühren zahlen. Jedenfalls sind aber 2 Semester für ein "Schnupper-Studium" kostenfrei zu halten.

2. Durch Einführung eines zinsenlosen Darlehens ist der Studienbeitrag erst dann zu bezahlen, wenn sich der Student das nach Abschluß des Studiums durch seine Einkünfte auch leisten kann. Für sozial Schwache ist eine Sonderregelung zu finden. Dadurch kann auch berufstätigen Studenten geholfen werden.

3. Der Erlös der Studiengebühren darf ausschließlich jenen Universitäten bzw. Fachhochschulen zu Gute kommen, an denen die Gebührenzahler ihr Studium absolvieren - nach dem System: Mehr Studenten, mehr Cash. Dadurch ist ein echter Wettbewerb unter den Universitäten gewährleistet, der die Qualität der Bildungseinrichtungen steigern wird.

4. Durch entsprechende soziale Abfederung ist zu gewährleisten, daß auch weiterhin jeder Jugendliche die gleichen Chancen hat, zu studieren.

5. Ein Stopfen von Budgetlöchern durch Studienbeiträge wird strikt abgelehnt. Eine Zweckbindung der Gebühren für die Universitäten ist erforderlich.

Die Junge ÖVP Wien möchte ihren Forderungskatalog auch als Warnung an die eigene Partei verstanden wissen, mehr auf ihre Basis zu hören. Haunschmidt abschließend: "Als Volkspartei kann die ÖVP nicht gegen ihre eigene Basis agieren. Unser Platz als JVP Wien ist hier klar auf Seite der Jugendlichen ! Hier geht es um unsere Glaubwürdigkeit."

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