• 21.09.2000, 16:46:29
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  • OTS0304

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Zahler gesucht" (von Claudia Gigler) Ut: Ausgabe vom 22.9.2000

Graz (OTS)- Die Streichung der Gratis-Mitversicherung tut weh. Die
Regierung ist bemüht Entwarnung zu geben - das Misstrauen bleibt. Ob
sich das Gesetz letztlich dann auch so harmlos liest, wie es jetzt
schön geredet wird?

Im Falle der Frauen, die Pflegeleistungen erbringen, heißt es
mündlich, sie seien natürlich weiterhin mitversichert. Offiziell ließ
man sich nur zur Ankündigung einer "besseren sozialrechtlichen
Absicherung" hinreißen.

Im Falle der Frauen, deren Kinder erwachsen werden, heißt es,
keine Frau, die heute 50 Jahre alt sei, müsse fürchten, die
Mitversicherung zu verlieren. Bleibt's dabei, auch für die, die heute
jünger sind?

Im Falle der Frauen, die älter sind und wenig Aussichten haben auf
einen Job, soll gesichert sein, dass sie mitversichert bleiben, auch
wenn sie wegen eines zu hohen Einkommens des Gatten keine
Notstandshilfe bekommen. Solange sie "arbeitswillig" und
"arbeitsfähig" sind. Welche Kriterien dafür werden erfunden?

Dem Herrn Direktor und seiner Frau tut die Mehrbelastung nicht
weh, aber sein Beitrag macht auch das Kraut fürs Budget nicht fett.
Es ist wohl verlockend, die Zahl der Zahler nach oben hin zu
optimieren.

Rückfragehinweis: Kleine Zeitung
Redaktionssekretariat
Tel.: 0316/875-4032, 4033, 4035

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