Prinzhorn begrüßt die geplante Einführung von Studiengebühren

Gute Bildung darf auch etwas kosten

Wien, 2000-09-19 - Der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher DI Thomas Prinzhorn begrüßt die geplante Einführung von Studiengebühren. "Universitäten sind einerseits Dienstleister, die den Studierenden ihre Leistungen anbieten, für welche die Universitäten wie jeder andere Dienstleister auch ein Entgelt bekommen soll. Zum anderen muß auch im Universitätsbereich mehr ein Unternehmerdenken Platz greifen." ****

"Dies hätte enorme Vorteile, nämlich ein Mehr an Autonomie für die Universitäten - und Studiengebühren sind mit Sicherheit ein Teil einer finanzautonomen Universität - und ein Mehr an Wettbewerb im Bildungsbereich", so Prinzhorn.

"Es gibt keinen Grund dafür, daß Universitäten fast ausschließlich durch den Staat und in sehr geringem Ausmaß durch Drittmittel finanziert werden. Bildung ist enorm wichtig, Bildung darf daher auch etwas kosten. Gerade dieser Grundsatz sollte in unserem Bildungssystem gelten, denn bei der Bildung sollte nie gespart werden."

"Die Finanzierung der Studiengebühren könnte mittels staatlichen Darlehen (australisches Modell) oder mittels Bankenkredit wie in den USA erfolgen. Dies hätte zur Folge, daß der Student während der Studiendauer nicht mit der Zahlung von Gebühren und Zinsen belastet ist. Nach absolviertem Studium oder Studienabbruch hat dieser dann je nach Modell das Darlehen ohne weitere Gebühren bzw. den Kredit mit niedrigen Zinsen zurückzuzahlen."

"Eine Rückzahlung in der Höhe von ca. 1000,- monatlich mit dem Berufseintritt stellt mit Sicherheit keine allzu große Belastung dar. Ich denke, daß man damit auch eine Gerechtigkeit denen gegenüber schaffen würde, die nicht die Möglichkeit haben, Bildungsmöglichkeiten gratis in Anspruch zu nehmen. Es muß auch keine Selbstverständlichkeit sein, daß, wenn jemand bereits ein abgeschlossenes Studium hat und im Berufsleben steht, die Möglichkeit haben muß, ein weiteres Studium gratis absolvieren zu können. Wenn Bildung etwas kostet, dann werden sich viele genauer überlegen, ob und was sie studieren. Damit wird auch die Zahl derer, die einfach nur blind inskribieren einerseits und der Verwaltungsaufwand andererseits deutlich verringert", so Prinzhorn.

"Mit Einführung von Studiengebühren hat jeder Student die gleichen Voraussetzungen, wird während des Studiums nicht finanziell belastet und der Staat gleichzeitig etwas entlastet. Überhaupt wird durch die Einführung von Studiengebühren, die auch zu einer Erhöhung der Studienbeihilfen führen, insgesamt das gesamte Bildungssystem sozial gerechter werden."

"Das heißt unterm Strich, daß sämtliche Studienwilligen die gleichen Voraussetzungen haben, gleichzeitig aber die sozial schlechter gestellten mit mehr Studienbeihilfe rechnen können und dabei der Staat nicht mehr zu fast 100% für die Erhaltung des Universitätsbetriebes verantwortlich ist", so Prinzhorn.

"Es darf und wird auch in Zukunft nicht sein, daß jemand, der ernsthaft studiert, aus rein finanziellen Gründen daran in irgendeiner Form gehindert wird. Gerade die sozial Schwachen dürfen und werden in keinster Weise mit der Einführung von Studiengebühren benachteiligt", schloß Prinzhorn. (Schluß)

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