Baier (KPÖ): "Studiengebühren sind bildungspolitische Reaktion"

Wien (OTS) - "Diese Regierung will Studieren offiziell zum
Privileg erklären. Studiengebühren sind budgetpolitisch sinnlos. Ihr einziger Zweck ist es, ein Signal gegen den freien Hochschulzugang zu setzen" erklärt KPÖ-Bundesvorsitzender Walter Baier. Erste spontane Protestmaßnahmen der Studierenden, die heute bereits in Wien stattgefunden haben, bezeichnet Baier "als gerechtfertigt und notwendig".

Baier kritisiert, daß die schwarzblaue Regierung zwar eine Forschungs- und Bildungsoffensive ankündige, die "Taten dem aber auch hier diametral widersprechen. Wenn 70 % der Studierenden neben dem Studium arbeiten müssen, so zeigt dies ganz eindeutig die unakzeptierbare finanzielle Situation der Studierenden. Doch schwarzblau will höhere Bildung offensichtlich endgültig zum finanziellen Privileg machen".

Die Öffnung der Hochschulen in den 70er Jahren "hat - weil das System der Studienbeihilfen unzureichend blieb und weil flankierende Maßnahmen unterlassen wurden - nicht dazu geführt, daß prozentuell mehr Arbeiterkinder studieren konnten. Studiengebühren bewirken aber das Gegenteil einer Öffnung. Wir werden Proteste sicherlich mit all unseren Möglichkeiten unterstützen. Vor allem aber müßte nun der ÖGB gegen diesen bildungspolitischen Rückschritt auf die Barrikaden steigen", so der KPÖ-Vorsitzende.

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