Österreichs Handelsagenten von Treibstoffpreisen schwer betroffen

Massive Kritik an unzulänglicher Politik der EU

Wien (PWK785) - Durchschnittlich 50.000 Kilometer pro Jahr sind Österreichs Handelsagenten und ihre Mitarbeiter beruflich mit dem Auto unterwegs, um - was viele nicht wissen - jährlich erfolgreich Warenumsätze im Gesamtausmaß von rund 250 Milliarden Schilling (17,5 Mrd. Euro) zu vermitteln. Die rapide gestiegenen Treibstoffkosten bedeuten für diese Kleinbetriebe eine Mehrbelastung von insgesamt 230 Mio. Schilling. Die Handelsagenten fordern daher monatliche Steuergutschriften.

"Wir wissen schon, dass nicht Finanzminister und Wirtschaftsminister die Abgabepreise der Förderländer bestimmen, aber so unbeteiligt, wie die beiden Herren tun, sind sie natürlich auch nicht" ärgert sich Komm.Rat Walter Krammer, der Bundesgremialvorsteher der Handelsagenten. Letztlich erfreue sich das Finanzministerium exorbitant steigender Steuereinnahmen infolge der gestiegenen Spritpreise. Steuern, die in dieser Höhe nicht kassiert werden könnten, wenn der Spritpreis niedriger wäre.

"Dass die Frächter das kaum aushalten, können wir Agenten gut verstehen. Die transportieren ja das, was wir vorher für die österreichischen Erzeuger verkaufen. Sie sind aber nicht die einzigen Betroffenen". Angesichts dieser Situation sei es bestürzend, dass die EU und ihre Organe nur hilflos die Schultern zuckten, die Finanzminister die ungerechtfertigten Mehreinnahmen aber nicht an die Zahler zurückgeben wollten.

Krammer fordert daher die Bundesregierung auf, sofort alle geeigneten Schritte zu unternehmen, um die zuständigen Stellen in Brüssel auf Trab zu bringen, in Verhandlungen mit den Erdölländern die Förderpreise zu senken. Vor allem sei für den EU-Bürger nicht ganz erklärlich, wieso durch eine geeignete Bevorratungspolitik im gesamten EU-Raum die offensichtlichen Spekulationseinflüsse nicht gestoppt werden können.

Weiters fordert Krammer, dass Handelsagentenbetriebe ab dem 1.7.2000 pro Monat eine Steuergutschrift von 1.500,-- Schilling in Abzug bringen können. Der Bundesgremialvorsteher kann nicht ausschließen, dass sich die Handelsagenten allfälligen Blockademaßnahmen der Frächter anschließen würden."

Für etwaige Rückfragen steht Ihnen Komm.Rat Walter Krammer, Tel. 310 94 56, Fax: 317 71 80, E-Mail: krammer@atnet.at, sowie das Büro des Bundesgremiums gerne zur Verfügung. (RH)

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