- 15.09.2000, 09:44:13
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ÖGB-Driemer: Arbeit schaffen statt Arbeitslose schröpfen
GBH: Infrastrukturinvestitionen dringend notwendig
Wien (GBH/ÖGB): "Eine aktuelle Umfrage der GBH bei den
Betriebsräten der Bauindustrie und des Baugewerbes bestätigt die vor
kurzem präsentierten Daten der Statistik Österreich über aktuelle
Auftragseinbrüche in der Bauwirtschaft", erklärte Johann Driemer,
Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident,
anläßlich der für heute angekündigten Pressekonferenz der
Bundesinnung der Baugewerbe.++++
Die Gewerkschaft Bau-Holz fordert mit Nachdruck verstärkte
Investitionen in die Infrastruktur, um rechtzeitig auf den schlechten
Auftragsstand in der Bauwirtschaft reagieren zu können. "Die zur Zeit
gute Beschäftigungslage darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein
dramatisches Ansteigen der Arbeitslosenzahlen bei Fehlen von
Anschlussaufträgen besteht", kritisiert Driemer. Diese Fakten werden
durch eine aktuelle Umfrage bei wichtigen Betriebsräten der
Bauindustrie und des Baugewerbes untermauert. Fast alle Betriebsräte
berichten von zu erwartenden Rückgängen der Anzahl der Beschäftigten
bei ihren Unternehmen. Hauptverantwortlich dafür ist, dass die
Bauproduktion der öffentlichen Hand im ersten Halbjahr 2000 um rund 7
Prozent gesunken ist.
Die Politik ist aufgefordert ihrer Verantwortung nachzukommen und
durch Investitionen in die Infrastruktur, bessere Koordinierung der
Auftragsvergabe zur Erreichung einer kontinuierlichen Vergabe über
das ganze Jahr, und durch einen Stopp der Verunsicherungspolitik
gegen private Investoren Sofortmaßnahmen einzuleiten.
"Wenig hilfreich" so Driemer, "sind die erneuten Attacken von BK
Schüssel auf das Arbeitslosengeld von Bauarbeitern. Wir brauchen
nicht Maßnahmen zur Erhöhung des Drucks auf Bauarbeiter und keinen
Sozialabbau, sondern eine Bundesregierung, die die Sorgen der
Bauarbeiter um ihre Arbeitsplätze ernst nimmt.(ff)
ÖGB, 15. September 2000
Nr. 736
Rückfragehinweis: Gewerkschaft Bau-Holz
Büro des Bundesvorsitzenden
Dr. Stefan Mann
Tel.: (01) 40 147/296 DW
E-Mail: [email protected]
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