• 13.09.2000, 15:16:16
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  • OTS0258

Hofmann: Nachteinkauf wäre Schlag gegen Mittelstand und Frauen im Handel

Einzige Nutznießer sind Einkaufszentren auf der grünen Wiese

Wien, 13-09-2000 (OTS) Den Vorschlag der Wirtschaftskammer,
Geschäfte von Montag 0 Uhr bis Samstag 17 Uhr rund um die Uhr offen
halten zu können, hat heute der Bundesobmann des Ringes
Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), NAbg. Max Hofmann, als
Schlag gegen die Klein- und Mittelbetriebe im Handel bezeichnet. Der
vor allem in den Stadt- und Ortskernen angesiedelte mittelständische
Handel könne die von der ÖVP-Mehrheit in der Wirtschaftskammer
vorgeschlagene Nachtöffnung schon allein aus finanziellen Gründen
nicht nutzen.****

Einzige Gewinner seien die Einkaufszentren auf der grünen Wiese,
deren Flächenexpansion noch weiter vorangetrieben werde. Dadurch
werde der heimische Steuerzahler und damit auch alle Klein- und
Mittelbetriebe mit den Kosten für neue Verkehrsinfrastruktur und
Aufschließung belastet, während die Geschäfte in Orts- und
Stadtzentren mit Auflagen beschränkt sowie durch eine schlechte
Verkehrsaufschließung benachteiligt seien.

Hofmann befürchtet auch eine weitere Verödung der Stadt- und
Ortszentren sowie schwerwiegende gesellschafts- und familien- und
arbeitsmarktpolitische Auswirkungen. Die Formel "1 Arbeitsplatz auf
der grünen Wiese vernichtet 3 im mittelständischen Handel" dürfe
nicht aus den Augen verloren werden.

Der Trend hin zu Stundenjobs bringe erhebliche Belastungen und
Nachteile vor allem für weibliche Handelsangestellte. "Das
bestätigen aktuelle Erfahrungen aus Linz, wo zahlreiche beim AMS
gemeldete Frauen, die im Verkauf arbeiten wollen, nicht vermittelbar
sind, weil viele von ihnen ganztags arbeiten möchten, viele Firmen
jedoch wegen der geänderten Öffnungszeiten Teilzeitkräfte suchen.
Dazu wollen und können Frauen mit Betreuungspflichten nicht bis zum
späteren Abend oder während der Nacht arbeiten", so Hofmann.
"Jüngste Aussagen von WKÖ-Präsident Leitl, wonach Teilzeitarbeit für
Frauen mit Beruf und Familie grundsätzlich attraktiver sei, sind
deshalb praxisfremd und unrichtig."

Der RFW bekenne sich zur im Koalitionsabkommen vereinbarten
Verlängerung der Öffnungszeiten von 66 auf 72 Stunden, allerdings in
einem vorgegebenen Rahmen von Montag bis Freitag zwischen 5.00 bis
19.30 sowie an Samstagen bis 17.00 Uhr, schloß Hofmann.

Rückfragehinweis: RFW - Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender

Bundesmedienreferat -
Cornelia Lemmerhofer
Tel.: 0664 / 103 80 62
email: [email protected]
http://www.rfw.or.at

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