Hofmann: Nachteinkauf wäre Schlag gegen Mittelstand und Frauen im Handel

Einzige Nutznießer sind Einkaufszentren auf der grünen Wiese

Wien, 13-09-2000 (OTS) Den Vorschlag der Wirtschaftskammer, Geschäfte von Montag 0 Uhr bis Samstag 17 Uhr rund um die Uhr offen halten zu können, hat heute der Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), NAbg. Max Hofmann, als Schlag gegen die Klein- und Mittelbetriebe im Handel bezeichnet. Der vor allem in den Stadt- und Ortskernen angesiedelte mittelständische Handel könne die von der ÖVP-Mehrheit in der Wirtschaftskammer vorgeschlagene Nachtöffnung schon allein aus finanziellen Gründen nicht nutzen.****

Einzige Gewinner seien die Einkaufszentren auf der grünen Wiese, deren Flächenexpansion noch weiter vorangetrieben werde. Dadurch werde der heimische Steuerzahler und damit auch alle Klein- und Mittelbetriebe mit den Kosten für neue Verkehrsinfrastruktur und Aufschließung belastet, während die Geschäfte in Orts- und Stadtzentren mit Auflagen beschränkt sowie durch eine schlechte Verkehrsaufschließung benachteiligt seien.

Hofmann befürchtet auch eine weitere Verödung der Stadt- und Ortszentren sowie schwerwiegende gesellschafts- und familien- und arbeitsmarktpolitische Auswirkungen. Die Formel "1 Arbeitsplatz auf der grünen Wiese vernichtet 3 im mittelständischen Handel" dürfe nicht aus den Augen verloren werden.

Der Trend hin zu Stundenjobs bringe erhebliche Belastungen und Nachteile vor allem für weibliche Handelsangestellte. "Das bestätigen aktuelle Erfahrungen aus Linz, wo zahlreiche beim AMS gemeldete Frauen, die im Verkauf arbeiten wollen, nicht vermittelbar sind, weil viele von ihnen ganztags arbeiten möchten, viele Firmen jedoch wegen der geänderten Öffnungszeiten Teilzeitkräfte suchen. Dazu wollen und können Frauen mit Betreuungspflichten nicht bis zum späteren Abend oder während der Nacht arbeiten", so Hofmann. "Jüngste Aussagen von WKÖ-Präsident Leitl, wonach Teilzeitarbeit für Frauen mit Beruf und Familie grundsätzlich attraktiver sei, sind deshalb praxisfremd und unrichtig."

Der RFW bekenne sich zur im Koalitionsabkommen vereinbarten Verlängerung der Öffnungszeiten von 66 auf 72 Stunden, allerdings in einem vorgegebenen Rahmen von Montag bis Freitag zwischen 5.00 bis 19.30 sowie an Samstagen bis 17.00 Uhr, schloß Hofmann.

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