- 13.09.2000, 14:04:55
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- OTS0233
Wiener Theaterpreis "Nestroy"=
Wien, (OTS) "Nestroy" heißt der "ERSTE Wiener Theaterpreis",
der heuer erstmals am 21. Oktober in einer Gala im Theater an der
Wien in verschiedenen Kategorien - beste deutschsprachige
Aufführung, beste Regie, beste Ausstattung, beste Schauspielerin,
bester Schauspieler, beste Nebenrolle und bester Nachwuchs -
überreicht wird. Kulturstadtrat Peter Marboe stellte am Mittwoch
in einem Pressegespräch gemeinsam mit den Partnern der Stadt Wien,
Generaldirektor Mag. Andreas Treichl von der Erste Bank und ORF-
Generalintendant Gerhard Weis sowie Intendantin Mag. Kathrin
Zechner und der Vorsitzenden der Kritikerjury, Dr. Karin Kathrein
den "Nestroy" vor. Marboe dankte in dem Pressegespräch seinen
Partnern für die gute Kooperation. Die Erste Bank finanziert das
Vorhaben, der ORF überträgt die Gala aus dem Theater an der Wien
und macht damit die "Nestroy"-Überreichung zu einem
österreichweiten Ereignis.
Mit dem "Nestroy", so Marboe, wurde ein Theaterpreis
geschaffen, der große Publikumswirksamkeit mit einer Auszeichnung
der besten Leistungen eines Jahres an den Wiener und anderen
österreichischen Theatern verbindet - ein Preis ist zudem für die
jeweils "beste deutschsprachige Aufführung des Jahres" vorgesehen.
Nach der Entschuldung der Wiener Theater, dem Abschluss der
Dreijahresvereinbarungen und der Einführung des "Theaterdienstag"
sei der "Nestroy" ein weiterer Schritt, um die öffentliche Wirkung
und gesellschaftliche Relevanz des Theaters zu stärken.
Die Preisvergabe läuft nach dem "Akademie"-Prinzip ab. Eine
Kritikerjury mit einem biennalen Rotationsmechanismus trifft in
den verschiedenen Kategorien eine Auswahl von jeweils drei
Nominierungen, die "Akademie", die sich aus früheren
Theaterpreisträgern zusammensetzt, trifft dann in geheimer Wahl
mit anonymen Fragebögen die Letztentscheidung, die im Rahmen der
Gala im Theater an der Wien bekannt gegeben wird. Weiters werden
direkt von der Jury drei Kritikerpreise für ein Lebenswerk, für
das beste Stück/Autorenpreis und die beste Off-Produktion
vergeben. Der "Nestroy" löst die bisherigen höchsten
Theaterauszeichnungen der Stadt Wien, die "Kainz-Medaille", die
heuer noch einmal vergeben wird, ab. Der Nestroy-Ring wird unter
anderem Namen als Auszeichnung für besondere Leistungen auf dem
Gebiet der Satire weitergeführt.****
Für den "Nestroy" 2000 gibt es folgende Nominierungen:
Beste deutschsprachige Aufführung:
o "Die Möwe" (Tschechow), Inszenierung Luc Bondy, Koproduktion
Wiener Festwochen/Burgtheater
o "Endstation Sehnsucht" (Trennessee Williams), Inszenierung
Franz Castorf, Koproduktion Salzburger Festspiele/Volksbühne
Berlin
o "Gespenstersonate" (Strindberg), Inszenierung Martin
Kusej, Koproduktion Stadttheater Klagenfurt/Thalia Theater
Hamburg
Beste Regie:
o Luc Bondy "Die Möwe", Akademietheater
o Martin Kusej "Weh dem, der lügt" (Grillparzer), Burgtheater
o Anselm Weber "Das Blut" (Sergi Belbel), Volkstheater
Beste Ausstattung:
o Ulrike Kaufmann für die Kostüme in "Nemo. Nemo Loquitur",
Serapions Theater
o Bert Neumann für das Bühnenbild von "Endstation Sehnsucht",
Salzburger Festspiele
o Martin Zehetgruber für die Bühnenbilder von "Weh dem, der
lügt", Burgtheater, "Gespenstersonate", Stadttheater
Klagenfurt, "Hamlet", Salzburger Festspiele
Beste Schauspielerin:
o Birgit Doll als Martha in "Wer hat Angst von Virginia Woolf...?"
(Edward Albee), Volkstheater
o Jutta Lampe als Arkadina in "Die Möwe", Akademietheater
o Elisabeth Rath als Frau in "Das Blut", Volkstheater
Bester Schauspieler:
o Michael Maertens als Doktor in "Der Ignorant und der
Wahnsinnige" (Thomas Bernhard), Koproduktion Stadttheater
Klagenfurt/Berliner Ensemble
o Gert Voss als Trigorin in "Die Möwe", Akademietheater
o Werner Wölbern als Leon in "Weh dem, der lügt", Burgtheater
Beste Nebenrolle:
o Maria Köstlinger als Fee Cheristane in "Der Verschwender"
(Raimund), Theater in der Josefstadt
o Ingo Hülsmann als Mann/Schüchterner Mann in "Das Blut",
Volkstheater
o Martin Schwab als Bischof in "Weh dem, der lügt",
Burgtheater
Bester Nachwuchs:
o Birgit Minichmayr als Rosa in "Der Färber und sein
Zwillingsbruder" (Nestroy), Burgtheater
o August Diehl als Konstantin in "Die Möwe", Akademietheater
o Jens Harzer als Der Junge in "Der Name" (Jon Fosse),
Koproduktion Salzburger Festspiele/Schaubühne Berlin
(Schluss) gab/bs
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Martin Gabriel
Tel.: 4000/81 854
e-mail: [email protected]
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