- 13.09.2000, 12:09:11
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Umweltdachverband ÖGNU: Nein zum geplanten Ausverkauf von Seen, Flüssen und Wäldern
Wien (OTS) - Seen, Flüsse und Ufergrundstücke um drei Milliarden
Schilling will die Republik Österreich privatisieren, berichtet heute
"Der Standard". Der Umweltdachverband warnt erneut vor den Folgen.
Heute sind die Bundesforste per Gesetz ("Substanzerhaltungspflicht")
verpflichtet, Wald und Wasser nachhaltig zu bewirtschaften, um so die
heimischen Naturschätze für die nächsten Generationen zu erhalten.
Jetzt plant aber der Bund, die Seen und Flüsse Österreichs samt
Ufergrundstücke an die Bundesforste-AG (ÖBf-AG) zu verkaufen,
berichtet heute "Der Standard". Damit soll auch die
"Substanzerhaltungspflicht" fallen. Das heißt: Die ÖBf-AG wird dann
mit den Seeufern wie jedes andere Unternehmen verfahren, dass seine
Gewinne zu maximieren sucht.
Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes ÖGNU:
"Damit wird auch die Total-Verwertung der österreichischen Seen samt
der letzten öffentlichen Ufergrundstücke eingeläutet. Bisher frei
zugängliche Erholungsflächen werden dann bald das Taferl "Betreten
verboten" tragen".
Der Umweltdachverband warnt daher erneut eindringlich vor jeder
Privatisierung des öffentlichen Wassergutes. "Es ist ziemlich
gleichgültig, ob die ÖBf-AG oder ein Immobilien-Makler ein
See-Grundstück verkauft. Entscheidend ist doch, dass die
Substanzerhaltungspflicht gerade für die Flüsse und Seen Österreichs
bestehen bleibt. Auch, damit es in Zukunft noch einen freien
Wasserzugang zum Baden, Paddeln und Fischen gibt", sagt
Heilingbrunner abschließend.
Rückfragehinweis: Mag. Franz Maier
Geschäftsführer
Umweltdachverband ÖGNU
Tel.: 0043 1 40 113 - 30
Mobil: 0664/3359532
e-mail: [email protected]
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