- 13.09.2000, 08:36:49
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- OTS0037
Dreharbeiten zur ORF-Koproduktion "Wir bleiben zusammen"
"Eine durch und durch authentische Geschichte"
Wien (OTS) - Das Schloss Rosenegg bei Steyr in Oberösterreich ist
ansehnliche Kulisse für die seit Ende August 2000 laufenden
Dreharbeiten zur ORF-Koproduktion "Wir bleiben zusammen". Der als
romantisches Familienmelodram inszenierte Fernsehfilm schildert den
Vormundschaftskampf der 23-jährigen Pianistin Tine um ihre drei
minderjährigen Geschwister, die nach dem dramatischen Unfalltod der
Eltern zu Vollwaisen werden. Schloss Rosenegg dient als Film-Hof, den
die Familie Bergmann bewohnt.
"Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich in
Italien zugetragen hat", erzählte Hauptdarstellerin Bernadette
Heerwagen gestern, am Montag, dem 11. September 2000, bei einem
Pressetermin in Steyr. "Diese handfeste, wahre und durch und durch
authentische Geschichte war für mich der Reiz an diesem Projekt",
erklärt sie ihre Zusage für die Rolle. "An der Figur der Tine hat mir
ihre Geradlinigkeit gefallen. Sie ist sehr ehrgeizig, verfolgt ihre
beruflichen Ziele und obwohl sie ihr persönliches tragisches
Schicksal, ihre Geschwister und die Karriere unter einen Hut bringen
muss, ist sie zu so viel Wärme und Zuneigung fähig."
Die 23-jährige Münchnerin, die zuletzt im ORF in der
Anzengruber-Verfilmung "Der Schandfleck" zu sehen war und für diesen
Film sogar mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, hat
sich sehr intensiv auf ihre jüngste Rolle vorbereitet. "Drei Wochen
vor dem Dreh habe ich mit Klavierunterricht begonnen. Ich spiele ja
eine Pianistin und wollte von mir selbst echte Szenen sehen, nicht
nur gedoubeltes Klavierspiel. Da ist mein persönlicher Ehrgeiz wieder
mit mir durchgegangen. Natürlich kann man in drei Wochen nicht
Klavierspielen lernen", weiß das schauspielerische Naturtalent, das
keine Schauspielschule besuchte, "aber das "Forellenquintett", das im
Film eine große Rolle spielt, bringe ich zum Großteil schon selbst
zusammen. Da ich klassische Musik sehr mag, habe ich mir sogar ein
eigenes Klavier gekauft und werde mit dem Lernen auch nach dem Film
weitermachen", erzählt Heerwagen begeistert.
An der Seite Bernadette Heerwagens spielen in den männlichen
Hauptrollen Alexander Lutz und Bernhard Schir, weiters Sylvia Haider,
die Kinder Jeremy Göppner, Sophie Pflügler und Theresa Murnberger. In
weiteren Rollen stehen unter anderem Henriette Thimig, Hannes
Thanheiser, der Steyrer Wolfgang Hübsch, Alexander Strobele und
Elisabeth Niederer vor der Kamera von Helmut Wimmer. Auf zahlreichen
Schauplätzen in Steyr und Umgebung wirkt auch die Bevölkerung der
Region kräftig mit: Rund 250 Komparsen wurden für die Dreharbeiten
rekrutiert.
Regie führt der Wiener Neustädter Wolfgang Murnberger, der für Filme
wie "Ich gelobe" und "Ach Baby, ein Baby!" verantwortlich zeichnete.
Die Geschichte von Henriette Piper wird als Koproduktion von ORF,
ZDF, Bavaria und Satel hergestellt, unterstützt vom Land
Oberösterreich.
Die Förderer des Films - Vertreter des Landes und der Stadt Steyr -
luden am Abend des 11. September zu einem Presseempfang in den
Festsaal des Rathauses und bekundeten mehrfach ihre Freude darüber,
dass "Wir bleiben zusammen" in Steyr und Umgebung gedreht wurde.
Vergleiche mit der erfolgreichen, ebenfalls in Oberösterreich
gedrehten ORF-Serie "Schlosshotel Orth" hinsichtlich der
Umwegrentabilität, die ein solches Projekt für die Region bringt,
blieben nicht aus.
Gedreht wird "Wir bleiben zusammen" voraussichtlich noch bis 29.
September 2000, die Ausstrahlung ist für das Jahr 2001 geplant.
Zum Inhalt: Im Hause Bergmann herrscht freudige Aufregung: Die
älteste Tochter Tine (Bernadette Heerwagen), eine aufstrebende
Pianistin, steht kurz vor der Heirat mit Richard Oberberg (Bernhard
Schir), dem Manager des Streichquartetts, mit dem Tine auftritt. Auf
der Fahrt zur Hochzeit verunglücken Tines Eltern jedoch tödlich. Die
schreckliche Nachricht erreicht Tine vor dem Traualter, die Hochzeit
wird in letzter Minute abgesagt. Tine fühlt sich für ihre drei
jüngere Geschwister - den 15-jährigen Max (Jeremy Göppner), die
neunjährige Cornelia, "Neli" genannt (Sophie Pflügler), und das
eineinhalb Jahre alte Baby Franziska - verantwortlich. Von Richard
kann sie keine Unterstützung erwarten, denn der ist nur an seiner
Karriere interessiert. So muss Tine alleine das Vormundschaftsrecht
beantragen. Die Sozialarbeiterin Veronika Freitag (Sylvia Haider)
traut ihr die Doppelbelastung nicht zu, sie will die beiden größeren
Kinder ins Heim stecken und für Franzi Adoptiveltern finden. Einzig
Jugendrichter Henning Bülow (Alexander Lutz) gibt ihr eine Chance: Er
überträgt ihr das Sorgerecht für drei Monate auf Probe - eine Zeit
voller Turbulenzen, Probleme und Herausforderungen, an denen Tine zu
scheitern droht. Plötzlich bekommt Tine Hilfe aus unerwarteter
Richtung.
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Ruza Zecevic
(01) 87878 - DW 14703
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