• 28.08.2000, 09:23:34
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  • OTS0059

Blasen an Händen oder Füßen=

Wien (OTS) - Blasen haben schon so manche Wanderung zu einem
Leidensweg werden lassen. Doch nicht nur zu enges Schuhwerk lässt
Blasen entstehen. Auch Sportgeräte oder Werkzeug können Blasen
entstehen lassen. "Blasen können durch Hautreizungen wie Sonnenbrand,
Allergien oder Verbrennungen entstehen. Die weitaus häufigste Ursache
sind aber mechanische Reizungen", sagt Dr.Heinz Peter Slatin vom
Österreichischen Roten Kreuz.

Blasen sind kuppelförmige Ausbuchtungen der Haut, die mit einer
Flüssigkeit gefüllt sind. Sie entstehen zum Beispiel durch Reibung
zwischen einem Socken oder einem Schuh und der Haut. Dabei entsteht
zwischen der äußeren und der darunter liegenden Hautschicht
Flüssigkeit. Werden dabei auch Blutgefäße beschädigt, entstehen
Blutblasen.

Slatin: "Blasen sind eher ärgerlich als eine große Gefahr. Dennoch
sollten sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es
besteht die Möglichkeit einer Infektion." Blasen sollten daher nicht
geöffnet werden, auch nicht mit einer über einer Flamme
desinfizierten Nadel. Wenn die Blase geplatzt und die Haut verschoben
ist, kann die Wunde mit desinfizierender Salbe behandelt werden. Auf
die Wunde oder die intakte Blase sollte kein weiterer Druck mehr
ausgeübt werden. Die Stelle sollte durch ein Pflaster geschützt
werden.

Slatin: "Ein Arztbesuch ist dann angebracht, wenn aus der Wunde als
Zeichen einer Infektion gelbliches und eitriges Wundsekret austritt."
Damit es aber nicht so weit kommt, sollten gefährdete Stellen an
Händen und Füßen besonders geschützt werden. "Legen Sie Ringe ab und
tragen sie Handschuhe. Achten Sie auf passendes Schuhwerk, das nicht
zu eng und atmungsaktiv sein sollte. Halten Sie schwitzende Füße
trocken, etwa mit Puder. Gefährdete Stellen können auch vorsorglich
mit Pflastern geschützt werden", so Slatin. Als Hausmittel in
Gebrauch ist auch Hirschtalg, mit dem die strapazierten Körperteile
vorher eingeschmiert werden können.

Wenn Sie bemerken, dass sich eine Blase bildet, brechen Sie die
Tätigkeit oder die Wanderung ab. Slatin: "Wird die Stelle über
längere Zeit hinweg gereizt, bildet sich eine Wunde, deren Heilung
wesentlich länger dauert, als bei einer Blase."

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

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