EU-Auftrag an "Rat auf Draht" zur europaweiten Vernetzung von Kinder- und Jugendhelplines

Wien (OTS) - Die Kinder- und Jugendhelpline des ORF "147 - Rat auf Draht" ist die einzige österreichische Notrufnummer für Kinder- und Jugendliche. Seit 1998 ist "Rat auf Draht" auch in diversen Arbeitsgruppen europaweiter Helplines integriert und seit 1999 Mitglied der Expertengruppe für ein Projekt, dessen Ziel es ist, ein EU-weit gültiges Trainingsprogramm für Telefonberater zu entwickeln und Minimumstandards in der Qualität der Kinder- und Jugendberatung zu erarbeiten. Weiteres Ziel ist die Schaffung eines europäischen Helpline Webservices.

Für das sogenannte Daphne-Programm wurde "Rat auf Draht" als Partner von Telefono Azzurro (Italien), NSPCC (Großbritannien), SNATEM (Frankreich), ANAR (Spanien) und BRIS (Schweden) eingeladen, ein weiteres Projekt aktiv mitzugestalten. Es soll zu einer intensiven Vernetzung der europäischen Kinder-Notrufnummern kommen, mit dem Ziel, eine einheitliche europäische Plattform gegen "Gewalt an Kindern und Jugendlichen" zu schaffen, die der Öffentlichkeit für sämtliche Informationen zu diesem Thema zugänglich sein wird.

Das Daphne-Programm, ein auf vier Jahre angelegtes Aktionsprogramm der Gemeinschaft über vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen, entstand aus der Initiative Daphne, die 1997 ins Leben gerufen und bis 2003 jährlich verlängert wurde. Die Initiative war Teil der Maßnahmen, mit denen die Europäische Kommission auf die zunehmende Besorgnis reagierte, die Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen in Europa auslöst. Sie deckte eine Vielzahl von Bereichen ab und zielte darauf, Maßnahmen von NGO’s (Nicht-Regierungs-Organisation) sowie bereichsübergreifende Projekte zu fördern.

Gewalt wurde in diesem Zusammenhang definiert als Gewalthandlungen jeglicher Art, von sexuellem Mißbrauch, Gewalt in der Familie, Ausbeutung zu kommerziellen Zwecken, Tyrannisieren und Aggression in der Schule über Menschenhandel bis hin zu Gewalttaten gegen häufig diskriminierte Personen wie Behinderte, Angehörige von Minderheiten, Migranten und sonstige gefährdete Personen. Ebenso haben es sich die Mitarbeiter an diesem europaweiten Projekt zum Ziel gesetzt, gegen Kinderpornographie im Internet vorzugehen.

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