• 24.08.2000, 09:37:07
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  • OTS0071

EU-Auftrag an "Rat auf Draht" zur europaweiten Vernetzung von Kinder- und Jugendhelplines=

Wien (OTS) - Die Kinder- und Jugendhelpline des ORF "147 - Rat auf
Draht" ist die einzige österreichische Notrufnummer für Kinder- und
Jugendliche. Seit 1998 ist "Rat auf Draht" auch in diversen
Arbeitsgruppen europaweiter Helplines integriert und seit 1999
Mitglied der Expertengruppe für ein Projekt, dessen Ziel es ist, ein
EU-weit gültiges Trainingsprogramm für Telefonberater zu entwickeln
und Minimumstandards in der Qualität der Kinder- und Jugendberatung
zu erarbeiten. Weiteres Ziel ist die Schaffung eines europäischen
Helpline Webservices.

Für das sogenannte Daphne-Programm wurde "Rat auf Draht" als Partner
von Telefono Azzurro (Italien), NSPCC (Großbritannien), SNATEM
(Frankreich), ANAR (Spanien) und BRIS (Schweden) eingeladen, ein
weiteres Projekt aktiv mitzugestalten. Es soll zu einer intensiven
Vernetzung der europäischen Kinder-Notrufnummern kommen, mit dem
Ziel, eine einheitliche europäische Plattform gegen "Gewalt an
Kindern und Jugendlichen" zu schaffen, die der Öffentlichkeit für
sämtliche Informationen zu diesem Thema zugänglich sein wird.

Das Daphne-Programm, ein auf vier Jahre angelegtes Aktionsprogramm
der Gemeinschaft über vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt
gegen Kinder, Jugendliche und Frauen, entstand aus der Initiative
Daphne, die 1997 ins Leben gerufen und bis 2003 jährlich verlängert
wurde. Die Initiative war Teil der Maßnahmen, mit denen die
Europäische Kommission auf die zunehmende Besorgnis reagierte, die
Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen in Europa auslöst. Sie
deckte eine Vielzahl von Bereichen ab und zielte darauf, Maßnahmen
von NGO’s (Nicht-Regierungs-Organisation) sowie bereichsübergreifende
Projekte zu fördern.

Gewalt wurde in diesem Zusammenhang definiert als Gewalthandlungen
jeglicher Art, von sexuellem Mißbrauch, Gewalt in der Familie,
Ausbeutung zu kommerziellen Zwecken, Tyrannisieren und Aggression in
der Schule über Menschenhandel bis hin zu Gewalttaten gegen häufig
diskriminierte Personen wie Behinderte, Angehörige von Minderheiten,
Migranten und sonstige gefährdete Personen. Ebenso haben es sich die
Mitarbeiter an diesem europaweiten Projekt zum Ziel gesetzt, gegen
Kinderpornographie im Internet vorzugehen.

Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle

Gabriele Fernbach
(01) 87878 - DW 14745

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