KfV fordert Geschwindigkeitskontrollen ohne Toleranzgrenzen vor allem an neuralgischen Punkten wie im Baustellenbereich

Wien (OTS) - Ein tragisches Busunglück auf der A1 kostete in den frühen Morgenstunden nach vorläufigen Meldungen bereits acht Menschen das Leben. Die Hitzewelle der Vorwoche wurde im Straßenverkehr zu einer veritablen Horrorwoche, mit 30 Verkehrstote allein 13 am Wochenende. Was ist los auf Österreichs Straßen?

"Der Mensch ist immer noch die größte Schwachstelle im System", sagt KfV-Direktor Dr. Othmar Thann. Erschwerte Bedingungen, in der Vorwoche bedingt durch die Hitze oder wie im Fall des Busunglücks, durch die Übermüdung des Lkw-Lenkers lösen Fehlreaktionen aus, die tödlich enden können. Vor allem überhöhte Geschwindigkeit ist ein Todesfaktor Nummer eins. Allein im Vorjahr verursachten Raser beinahe jeden zweiten Unfall.

Die Einhaltung der gesetzten Geschwindigkeitslimits und vollste Konzentration ist vor allem an infrastrukturellen Gefahrenzonen wie Baustellen lebensrettend: "Die Tempobegrenzungen im Baustellenbereich sind notwendig und müssen von den Fahrern unbedingt eingehalten werden", sagt KfV-Verkehrstechniker Ing. Erwin Schrammel. Mobile Tempoanzeigen, die dem Kraftfahrer in Erinnerung rufen, wie schnell er tatsächlich unterwegs ist, sind ein erster Schritt zum Abbremsen. Weiters sollten an neuralgischen Punkten vermehrt Kontrollen stattfinden. Dabei sollten die Toleranzgrenzen auf das Minimum der Gerätetoleranz - eine Unschärfe von wenigen Prozenten - reduziert werden.

Unfallbilanz der Vorwoche: 30 Verkehrstote davon 13 am Wochenende:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 16 PKW-Insassen (davon 10 Lenker), 7 Motorrad-Fahrer (davon 6 Lenker), 2 Moped-Lenker, 3 Radfahrer, 1 Fußgänger und 1 Skateboard-Fahrer ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (15), Vorrangverletzung (4), Überholen (1), Unachtsamkeit (2), Abstandfehler (1), Übermüdung (1) und Herzversagen (1) festgestellt werden. 9 der 25 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis zum 20. August dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 602 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende Juni berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 659 Menschen tödlich.

Der schwere Autobusunfall vom 21. 8.2000 auf der A1 ist nicht berücksichtigt da bereits 34. Kalenderwoche. Nach vorläufigen APA-Meldungen sind dabei acht Menschen gestorben und mehr als 20 Personen schwer verletzt.

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