• 21.08.2000, 11:54:15
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  • OTS0130

KfV fordert Geschwindigkeitskontrollen ohne Toleranzgrenzen vor allem an neuralgischen Punkten wie im Baustellenbereich

Wien (OTS) - Ein tragisches Busunglück auf der A1 kostete in den
frühen Morgenstunden nach vorläufigen Meldungen bereits acht Menschen
das Leben. Die Hitzewelle der Vorwoche wurde im Straßenverkehr zu
einer veritablen Horrorwoche, mit 30 Verkehrstote allein 13 am
Wochenende. Was ist los auf Österreichs Straßen?

"Der Mensch ist immer noch die größte Schwachstelle im System",
sagt KfV-Direktor Dr. Othmar Thann. Erschwerte Bedingungen, in der
Vorwoche bedingt durch die Hitze oder wie im Fall des Busunglücks,
durch die Übermüdung des Lkw-Lenkers lösen Fehlreaktionen aus, die
tödlich enden können. Vor allem überhöhte Geschwindigkeit ist ein
Todesfaktor Nummer eins. Allein im Vorjahr verursachten Raser beinahe
jeden zweiten Unfall.

Die Einhaltung der gesetzten Geschwindigkeitslimits und vollste
Konzentration ist vor allem an infrastrukturellen Gefahrenzonen wie
Baustellen lebensrettend: "Die Tempobegrenzungen im Baustellenbereich
sind notwendig und müssen von den Fahrern unbedingt eingehalten
werden", sagt KfV-Verkehrstechniker Ing. Erwin Schrammel. Mobile
Tempoanzeigen, die dem Kraftfahrer in Erinnerung rufen, wie schnell
er tatsächlich unterwegs ist, sind ein erster Schritt zum Abbremsen.
Weiters sollten an neuralgischen Punkten vermehrt Kontrollen
stattfinden. Dabei sollten die Toleranzgrenzen auf das Minimum der
Gerätetoleranz - eine Unschärfe von wenigen Prozenten - reduziert
werden.

Unfallbilanz der Vorwoche: 30 Verkehrstote davon 13 am Wochenende:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche
verloren 16 PKW-Insassen (davon 10 Lenker), 7 Motorrad-Fahrer (davon
6 Lenker), 2 Moped-Lenker, 3 Radfahrer, 1 Fußgänger und 1
Skateboard-Fahrer ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen
dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste
Fahrgeschwindigkeit (15), Vorrangverletzung (4), Überholen (1),
Unachtsamkeit (2), Abstandfehler (1), Übermüdung (1) und Herzversagen
(1) festgestellt werden. 9 der 25 Verkehrsunfälle mit tödlichem
Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte
Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis zum 20.
August dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen
Straßennetz vorläufig 602 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis
Ende Juni berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres
verunglückten nach endgültigen Zahlen 659 Menschen tödlich.

Der schwere Autobusunfall vom 21. 8.2000 auf der A1 ist nicht
berücksichtigt da bereits 34. Kalenderwoche. Nach vorläufigen
APA-Meldungen sind dabei acht Menschen gestorben und mehr als 20
Personen schwer verletzt.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BMI (OTS 081) unter
http://www.bmi.gv.at/Verkehr/

Rückfragehinweis: KfV/Pressestelle/
Mag. Petra Rathmanner
e-Mail: [email protected]
Internet: http://www.kfv.or.at

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