FORMAT: Vorsprache bei drei Weisen erst nach Intervention Chiracs

Dem Treffen bei den drei Weisen mit NGO-Vertretern aus Österreich ging ein Briefwechsel mit dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac voraus.

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, war der französische Staatspräsident und EU-Ratsvorsitzende Jacques Chirac offenbar am Zustandekommen des Treffens österreichischer Menschenrechtsorganisationen beteiligt. Das geht aus einem Briefwechsel hervor, der FORMAT vorliegt. Mehrere österreichische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) hatten sich vergeblich um einen Termin bemüht. Am 3. August richtet die Dachorganisation der Sozial-NGOs ("Platform of European Social NGOs") ein Schreiben an den französischen Präsidenten Chirac. In dem Brief von Giampiero Alhadeff, dem Präsidenten des Dachverbandes heißt es wörtlich: "Ich möchte meine tiefe Besorgnis ... über den Besuch der drei Weisen in Österreich Ausdruck verleihen, der zwischen 28 und 30 Juli stattfand... Daß kein Zusammentreffen mit den Anti-Rassismus-Organisationen und Repräsentanten der ethnischen Minderheiten bewilligt wurde, ist ein unerklärliches Versäumnis. Wenn der Bericht irgendeine Glaubwürdigkeit haben soll ... ist ein zweiter Besuch unerlässlich." Das Schreiben zeigt Wirkung. Bereits am 9. August ergeht ein Antwortschreiben des Deutschen Weisen Jochen Frowein: "Meine Kollegen und ich sind ein bißchen verwundert, daß Ihr Brief an Präsident Chirac gegangen ist, anstatt an uns", schreibt Frowein zurück. "Wir schlagen ein 5.NGO-Treffen am 29. August von 8 bis 13 Uhr in Heidelberg vor. Bitte kontaktieren Sie uns so rasch wie möglich."

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