Industrie bleibt der nachhaltigen Entwicklung auf der Spur

Projektgruppe in der Wirtschaftskammer arbeitet an zukunftsfähigen Konzepten

Wien(PWK690) Eine Projektgruppe in der Bundessektion Industrie der Wirtschaftskammer Österreich arbeitet intensiv an einer Strategie zur nachhaltigen Entwicklung, dem "Sustainable Development". Vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Bedarfs an Verbesserungen im Bereich der Umweltverantwortung und der sozialen Kompetenz, setzt sich die Industrie mit ihrer Rolle als einer der "Key-Players" im Prozess der nachhaltigen Entwicklung auseinander. "Die Industrie nimmt schon längst keine defensive Haltung mehr zum Umweltschutz ein, sondern stellt sich den Herausforderungen, die mit der Informationsgesellschaft, den globalen Märkten und dem zukunftsgerechten Wandel von Produktions- und Verbrauchsmustern verbundenen sind", berichtet Oliver Dworak, Umweltreferent der Bundessektion Industrie.

Viele Unternehmen hätten erkannt, dass der aus den steigenden Anforderungen des Umweltschutzes resultierende Wettbewerbsdruck neue Impulse für Innovationen und Produktivitätssteigerungen geben kann und suchen bewusst den Dialog mit allen "Stakeholdern". Der Einsatz von umfassenden Managementsystemen, die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Produktionsprozesse, die Verringerung der Materialintensitäten und die Wiederverwertung von Reststoffen und Abfällen seien wichtige Elemente einer nachhaltigen industriellen Entwicklung. Verbraucherwünsche und Konsumgewohnheiten beeinflussen aber maßgeblich die Entstehung neuer Technologien, sodass ein klares Bekenntnis aller Akteure zum Prinzip der geteilten Verantwortung wünschenswert wäre.

Wertvolle Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung laufen bereits auf OECD- und EU-Ebene, und auch in Österreich gewinnt das Thema und die Auseinandersetzung mit Zukunftsszenarien angesichts der globalen Perspektiven immer größere Bedeutung. Wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmertum, kombiniert mit Umweltverantwortung und sozialer Kompetenz, verleiht der Innovation neue Impulse, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit und trägt zur langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen bei.

Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen auf den internationalen Märkten ist es erforderlich, für eine ausgewogene Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Anliegen einzutreten. "Um die Unternehmen nicht unnötig zu belasten, brauchen wir Regelungen, die vorsehbar, transparent und evaluierbar sind. Umweltvorschriften der 'alten Generation' sind einer nachhaltigen Entwicklung nicht immer förderlich. Oft stehen die Kosten für den Unternehmer in keinem vernünftigen Verhältnis zum erreichbaren ökologischen Nutzen", so Dworak. Bestehende Regelungen, aber auch Förderungen und steuerliche Instrumentarien müssten daher auf die Erfordernisse nachhaltiger Entwicklung überprüft werden. Dazu sei es unerlässlich, die Industrie nicht länger als bloßen Empfänger gesetzlicher Regulative zu betrachten, sondern sie stärker als bisher in die Formulierung von Vorschriften mit einzubeziehen. "Dazu brauchen wir eine neue Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Staat. Dabei könnte die Forcierung des Prinzips unternehmerischer Eigenverantwortung sowohl den Unternehmen als auch den Behörden wieder mehr Luft zum Atmen verschaffen", schloss Dworak. (MH)

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