Sommer - Sonne -Schlimme Wirte! HGPD-Kaske: "13 Prozent der Tourismus-Saisonniers sind nicht ordnungsgemäß angemeldet!"

Wien(ÖGB/HGPD) "Manche Unternehmer aus der Tourismusbranche sehen die neue Saisonnierregelung als eine Art Selbstbedienungsladen, in dem Ladendiebstahl ein Kavaliersdelikt ist," kritisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske: "Jetzt wurde bei einer Stichprobenerhebung zur Sozialversicherungs-Anmeldung ausländischer Saisonarbeitskräfte fest gestellt, dass 13 Prozent der Saisonniers nicht ordnungsgemäß bei der Sozialversicherung angemeldet sind."++++

"Nicht genug, dass sie im Vergleich zum vorigen Sommer fast dreimal so viele Saisonniers aus Mittel- und Osteuropa bekommen, kriegen manche Unternehmer den Hals nicht voll", empört sich Kaske:
"13 Prozent sind immerhin 259 der angeblich so dringend gebrauchten Saisonniers. Da hat sich wohl so mancher Unternehmer gedacht, bei denen kann ich mir die Sozialversicherung auch noch sparen." Wirte und Hoteliers würden sich durch die Hinterziehung der gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge zur Sozialversicherung nicht nur einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, ergänzte der HGPD-Vorsitzende: "Sie schädigen auch die Versicherungsgemeinschaft und damit den Bürger und Steuerzahler."

"Ich fordere die Interessenvertretung der Arbeitgeber auf, gegen diese schwarzen Schafe vorzugehen", schloss Kaske: "Jetzt sind die Behörden am Zug. Hier gehören rigorose Strafen her, damit sich diese Hinterziehung in Zukunft nicht lohnt. Ich apelliere an die Bundesregierung, diese Wirte von künftigen Saisonnierkontingenten auszuschließen." (kk)

ÖGB, 16.08.2000
Nr. 681

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