• 04.08.2000, 14:55:02
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  • OTS0178

Wirtschaft begrüßt mutige Aussagen von Ministerin Gehrer

Sparen im Bildungssektor ohne Niveauverlust

Wien(PWK670) Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt die
Überlegungen von Bundesministerin Elisabeth Gehrer für ein sinnvolles
Sparen im Bildungssektor ohne Niveauverlust. "Vor allem die von der
Ministerin angesprochene 'Flurbereinigung' bei den zahlreichen
Doppelgleisigkeiten von Studienangeboten ist ein mutiger Schritt, der
unterstützt werden soll", so WKÖ-Bildungsexperte Georg Piskaty. Wo in
Österreich zu viele Studienangebote bestehen, soll eine Konzentration
auf die besten Institute erfolgen, die dann auch optimal ausgestattet
arbeiten können. Schließlich müsse auch auf die Studienangebote des
deutschsprachigen EU-Raumes Bedacht genommen werden.

"Es gibt zahlreiche Möglichkeiten im Bildungssektor zu sparen, ohne
das hohe Niveau des Bildungswesens zu gefährden", ist Piskaty
überzeugt. In diesem Zusammenhang wäre auch auf das nach wie vor
nicht optimal gelöste Schnittstellenproblem zwischen berufsbildenden
höheren Schulen einerseits und Fachhochschulen und Universitäten
andererseits zu verweisen. Hier besteht Sparpotenzial, ermöglichte
man die allgemein bildende Matura auch an berufsbildenden Schulen
nach der vierten Klasse und so allen Studieninteressenten den
Übergang in Universitäten und Fachhochschulen, während die anderen
Absolventen wie bisher eine fünfte Klasse besuchen und eine
Diplomprüfung mit allen Berufsberechtigungen ablegen.

Hier könnten zahlreiche fünfte Klassen, die hochbezahlte Experten
(mit zahlreichen Überstunden) benötigen, sinnvoll durch Konzentration
der Klassen und der Angebote eingespart werden. Der Spareffekt wäre
ein doppelter: einerseits der Gewinn eines Bildungsjahres für alle,
die studieren, im selben Berufsfeld bleiben und noch einmal an
Universitäten und Fachhochschulen dasselbe hören wie an der
vorgelagerten BHS (bis zu 50 % der BHS-Maturanten). Andererseits
durch die Konzentration der fünften Klassen auf jene Absolventen, die
einen unmittelbaren Berufseintritt planen, schloss Piskaty. (MH)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Abteilung für Bildungspolitik und Wissenschaft
Dr. Georg Piskaty
Tel: 50105-4073

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