- 04.08.2000, 12:59:30
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Gewerbeverein: Gasmarktliberalisierung doch nur halbherzig?
Wien (OTS) - Mit Inkrafttreten des neuen Gaswirtschaftsgesetzes
(GWG) in Österreich werden ab 10.8.2000 nicht nur Endverbraucher ab
25 Millionen Kubikmeter Jahresabnahme sondern auch alle
Erdgasunternehmen den Netzzugang erhalten. Es wird damit die
Möglichkeit geschaffen, das auch Endverbraucher mit einem geringeren
Bedarf als 25 Millionen Kubikmeter vom Wettbewerb unter den
Erdgasunternehmen profitieren können. Dies ist insbesondere zum
Zeitpunkt stark gestiegener Energiepreise für die österreichische
Wirtschaft von großer Bedeutung.
Mit allergrößten Befremden stellt der österreichische
Gewerbeverein (ÖGV) nunmehr fest, dass etablierte Erdgasunternehmen
nicht nur keine Absicht haben dürften bei Endkunden unter 25
Millionen Kubikmetern in den Wettbewerb einzutreten, sondern den
Zugang jenen Erdgasversorgern zu ihren Gasnetzen verweigern wollen,
die auch in diesem Marktsegment im Wettbewerb tätig werden wollen.
In diesem Zusammenhang drängt sich der Verdacht auf, dass die
heimische Gaslobby nach wie vor ihre "geschützten Werkstätten"
verteidigt. Dies kann wohl nicht im Sinne der immer wieder
gepriesenen Verbesserung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes
Österreich liegen und würde insbesondere der mittelständischen
österreichischen Wirtschaft enormen Schaden zufügen.
Rückfragehinweis: Österreichischer Gewerbeverein
Dr. Herwig Kainz,
Tel.: 01/587 36 33-30,
Email: [email protected]
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