• 31.07.2000, 13:17:43
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  • OTS0132

Greenpeace Österreich zieht positive Bilanz

Umweltdilemma Osteuropa: Greenpeace braucht starke Basis für Kampagnen

Wien/Amsterdam (OTS) - Greenpeace Österreich zog heute eine
erfreuliche Bilanz: Sowohl die umweltpolitischen Erfolge in den
Bereichen Gentechnik, Anti-Atom- und Energiepolitik oder Chemie als
auch die zunehmende Unterstützung durch die Bevölkerung bieten eine
solide Basis für die Zukunft. Greenpeace-Sprecher Matthias
Schickhofer: "Greenpeace Österreich steht heute besser da als je
zuvor: Das Spendenaufkommen ist in den letzen 6 Jahren um über 40%
auf 68 Millionen ÖS angestiegen, die Zahl der Mitglieder hat sich
nach einem starken Wachstum bei mehr als 180.000 Spendern
stabilisiert. Um die schwierigen Umweltschutz-Aufgaben - vor allem im
ökologischen Notstandsgebiet Osteuropa - bewältigen zu können,
brauchen wir aber eine noch stärkere Basis."

Schickhofer weiter: "Gemeinsam mit unseren Freunden und Unterstützern
haben wir viel für den Umweltschutz erreicht: Österreich ist
weitgehend Gentech-frei. Gentech-Food stößt mittlerweile in der
ganzen EU bei den Konsumenten auf wachsende Ablehnung. Die
Reaktorblöcke Mochovce 3 und 4 werden nicht gebaut und das
österreichische Parlament hat auf Druck von Greenpeace ein
Importverbot für Atomstrom und eine Stromkennzeichnung beschlossen."
Außerdem betonte Schickhofer, dass dank Greenpeace gefährliche PVC-
Weichmacher in Baby-Spielzeug nun EU-weit verboten sind und
Hersteller von Babywindeln das Hormongift TBT aus ihren Produkten
wieder entfernen mussten.

Schickhofer widerspricht damit dem in der London-Sunday Times
lancierten Bericht über eine angebliche "Krise bei Greenpeace". Die
Zahlen über den vorgeblichen Mitgliederschwund sind an den Haaren
herbeigezogen: Nach einem moderaten Rückgang - teilweise bedingt
durch eine Änderung der Spendenwerbung - nimmt die Zahl der
Unterstützer weltweit zu. Das Spendenaufkommen steigt seit Jahren an.
Schlecht recherchiert hat die Sunday Times auch die Angaben über
Büroschließungen: Das Büro in der Ukraine steht nicht vor der
Schließung, sondern ist seit zwei Jahren aufgelassen. Statt dessen
wurden aber Niederlassungen in China, Amazonien, Argentinien und nun
auch in Indien und Thailand gegründet. Und die Story von der Krise
bei Greenpeace USA ist ein alter Hut: Dieses Büro ist nach Spenden-
Einbrüchen Anfang der 90-er Jahre längst saniert. Wir ersuchen die
Medien daher, derlei lancierte Berichte nicht unkritisch zu
übernehmen."

Der neue Tätigkeitsbericht 1999 von Greenpeace Österreich ist bei
Greenpeace in Wien erhältlich bzw. unter
http://www.greenpeace.at/greenpeace-weltweit/fullstories/gf-
bericht99.htm downloadbar.

Rückfragehinweis: Matthias Schickhofer,

Öffentlichkeitsarbeit Greenpeace Österreich,
Tel.: 01-5454580-44 oder 0664-3386503

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