• 27.07.2000, 10:35:08
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  • OTS0088

Borealis konnte Ergebnisse weiter verbessern

Wien (OTS) -

Kennzahlen 2Q 2Q 1-2Q 1-2Q
(Quartal endet am 30. Juni 2000) 2000 1999 2000 1999

Umsatz EUR Mill. 924 657 1,802 1,270
EBIT EUR Mill. 58 47 112 67
Ergebnis vor Steuern EUR Mill. 49 38 92 51
Nettogewinn nach Steuern EUR Mill. 37 26 66 34
ROCE nach Steuern % 8% 8% 8% 5%
Cash-Flow aus der
Betriebstätigkeit EUR Mill. 15 52
Investitionen in Sach-
anlagen und immat. AV EUR Mill. 311 180
Netto-Schulden (verzinst) EUR Mill. 1.134 533
Verschuldungsquote % 84% 44%

Der dänische Borealis-Konzern, einer der weltweit führenden
Produzenten von Polyolefinen (Kunststoffe), veröffentlichte heute die
Ergebnisse des ersten Halbjahrs 2000, die eine stetige Verbesserung
des Umsatzes und der Ergebnisse erkennen lassen. Der EBIT erhöhte
sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 1999 von 67 auf 112 Millionen
Euro. Dies ergab sich vor allem aus bedeutend höheren Preisen für
Polyolefine. Rohstoffpreise, die fast doppelt so hoch waren als im 1.
Halbjahr 1999, glichen dies allerdings wieder aus.

Die Preise stiegen im zweiten Quartal weiter an: Die
durchschnittlichen Marktpreise für Polyethylen (PE) und Polypropylen
(PP) waren um 63% höher als im gleichen Quartal des Vorjahres. Die
Durchschnittspreise für Naphtha, dem wichtigsten Rohstoff für die
Produktion, erreichten im ersten Quartal Spitzenwerte und blieben
auch im zweiten Quartal hoch. Der EBIT des zweiten Quartals lag bei
58 Millionen Euro, um 23 Prozent höher als im Vergleichsquartal des
Vorjahres.

Die Verkaufsmengen waren - bedingt durch plangemäße Betriebspausen
für Instandhaltungsarbeiten aber auch durch Produktionsstörungen -
niedriger als in der ersten Jahreshälfte 1999. Auch die Stilllegung
von PP-Kapazität und die Inbetriebnahme der neuen Borstar-PP-Anlage
in Schwechat (Österreich) trugen zu einer verminderten
Lieferfähigkeit bei.

"Die erfolgreiche Inbetriebnahme der Borstar-PP-Anlage ist ein
wichtiger Meilenstein für Borealis", sagt Svein Rennemo, CEO von
Borealis A/S. "Das Projekt konnte früher als geplant und zu
niedrigeren Kosten, als im Budget vorgesehen waren, abgeschlossen
werden. Und unsere Borstar-PP-Techno-logie hat bereits ihre
exzellente Leistung und Robustheit gezeigt."

Das Site-Development-Programm von Borealis, das auf eine deutliche
Kostenreduzierung und verbesserte Produktivität der wichtigsten
europäischen Produktionsstätten des Konzerns abzielt, läuft nach
Plan.

Die Investitionen beliefen sich im zweiten Quartal auf 311
Millionen Euro - eine Steigerung um 73 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Zu den wichtigsten Projekten gehörten die
Borstar-Erweiterung in Stenungsund (Schweden), der Bau der
Borstar-PP-Anlage in Schwechat (Österreich) und das
Borouge-Joint-Venture in Abu Dhabi. Diese hohen Investitionen ließen
die Netto-Schulden deutlich ansteigen. Die Verschuldungsquote des
Unternehmens erhöhte sich dadurch auf 84 Prozent im Vergleich zu 44
Prozent im ersten Halbjahr 1999.

Die Leistungen im Bereich Arbeitssicherheit entsprachen im zweiten
Quartal nicht den hohen Unternehmenszielsetzungen: Die Zahl der
"total recordable injuries" (TRI) erhöhte sich auf 8,4 - im Vergleich
zu 7,0 im ersten Quartal. Borealis fühlt sich in hohem Maß dazu
verpflichtet, sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen, und wird
tatkräftig dafür sorgen, dass sich die Arbeitssicherheit wieder
verbessert.

Entwicklungen in Europa

Österreich
Die erste Borstar-PP-Anlage in Schwechat (Österreich) wurde
erfolgreich in Betrieb genommen. Das 140-Millionen-Euro-Projekt wurde
innerhalb des Zeitplans und des Budgetrahmens sowie mit einer
ausgezeichneten Leistung hinsichtlich der Arbeitssicherheit
durchgeführt. Die Anlage mit einer Kapazität von 200.000 Tonnen pro
Jahr wird zwei alte Anlagen mit einer gemeinsamen Kapazität von
130.000 Tonnen ersetzen, die am selben Standort stillgelegt werden.
Damit steigt die PP-Gesamtkapazität des Werks Schwechat um 70.000
Tonnen auf insgesamt 340.000 Tonnen pro Jahr. Die neue Anlage ist die
erste, die auf der von Borealis entwickelten Borstar-PP-Technologie
beruht. Die Inbetriebnahme erfolgte innerhalb einer Rekordzeit von
nur 23 Monaten nach Unterzeichnung des Konstruktions-, Lieferungs-
und Bauvertrages.

Schweden
Gute Fortschritte konnten bei der Erweiterung einer der
Polyethylen-Anlagen in Stenungsund (Schweden) erzielt werden:
Basierend auf der bimodalen Borstar-PE-Technologie von Borealis wurde
ein bereits vorhandener Gasphasen-Reaktor zusätzlich mit einem
"Schleifen"-Reaktor ausgestattet. Diese Anlage wird im dritten
Quartal 2000 in Betrieb genommen.

Entwicklungen außerhalb Europas

Borouge, das Joint-Venture von Borealis und der Abu Dhabi National
Oil Company (ADNOC), entwickelt sich wie geplant. Das neue
petrochemische Werk in Ruwais, Abu Dhabi (Vereinigte Arabische
Emirate), wird aus einem 600.000 Tonnen Ethan-basierenden Cracker und
aus zwei Borstar-Polyethylen-(PE)-Anlagen bestehen, die jeweils
225.000 Tonnen PE im Jahr produzieren können. Die Bauarbeiten sollen
bis Ende des Jahres 2001 abgeschlossen sein.

Zukunftsaussichten

Die Wachstumsraten der wichtigsten Europäischen Volkswirtschaften
lassen einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Polyolefinen im
zweiten Halbjahr 2000 erwarten. Allerdings läßt die Vorschau auf den
Verlauf der internationalen Erdölpreise einige Unsicherheiten für die
Entwicklung der Produktmargen von Borealis erwarten. Borealis wird
sich im zweiten Halbjahr 2000 daher weiter darauf konzentrieren, die
Kosten zu reduzieren und die Produktionsleistung zu verbessern.

Konzern-Ergebnisse
Quartal endet am 30. Juni 2000 2Q 2Q 1-2Q 1-2Q
Millionen Euro 2000 1999 2000 1999
Umsatz 924 657 1.802 1.270
Betriebliche Aufwendungen -814 -567 -1.594 -1.123
Abschreibungen und Tilgungen -52 -43 -96 -80
EBIT 58 47 112 67
Ergebnis vor Steuern 49 38 92 51
Nettogewinn 37 26 66 34

Konzern-Bilanz
2Q 4 Q
Millionen Euro 2000 1999
Aktiva
Kassenbestand 83 121
Forderungen 607 510
Vorräte 406 376
Anderes Umlaufvermögen 97 150
Summe Umlaufvermögen 1.193 1.157
Anlagevermögen 2.233 2.046
Summe Aktiva 3.426 3.203
Passiva
Verbindlichkeiten Lieferanten 321 335
Andere 991 816
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.312 1.151
Langfristige Verbindlichkeiten 462 450
Rückstellungen etc. 295 311
Eigenkapital 1.357 1.291
Summe Passiva, Rückstellungen und
Eigenkapital 3.426 3.203

Liquidität * 40% 41%
Verschuldung ** 84% 59%
* Verh. Eigenkapital und badwill zum gesamten Guthaben
** Verh. Netto-Verschuldung zum Eigenkapital

Konzern Cash-Flow
Millionen Euro 1-2Q 2000 1-2Q 1999
Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit 15 52
Netto-Investitionen -285 -185
Veränd. in d. verzinsl. Schulden 278 117
Dividenden -45 -79
Netto-Cash-Flow für d. Periode -37 -95

Rückfragehinweis: Mag. Thomas Haiberger,
Communications Manager Borealis GmbH
St.-Peter-Straße 25, 4021 Linz,
Telefon 0732/6981-5836 DW

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