Borealis konnte Ergebnisse weiter verbessern

Wien (OTS) - Kennzahlen 2Q 2Q 1-2Q 1-2Q (Quartal endet am 30. Juni 2000) 2000 1999 2000 1999

Umsatz EUR Mill. 924 657 1,802 1,270
EBIT EUR Mill. 58 47 112 67 Ergebnis vor Steuern EUR Mill. 49 38 92 51 Nettogewinn nach Steuern EUR Mill. 37 26 66 34
ROCE nach Steuern % 8% 8% 8% 5% Cash-Flow aus der
Betriebstätigkeit EUR Mill. 15 52 Investitionen in Sach-
anlagen und immat. AV EUR Mill. 311 180 Netto-Schulden (verzinst) EUR Mill. 1.134 533 Verschuldungsquote % 84% 44%

Der dänische Borealis-Konzern, einer der weltweit führenden Produzenten von Polyolefinen (Kunststoffe), veröffentlichte heute die Ergebnisse des ersten Halbjahrs 2000, die eine stetige Verbesserung des Umsatzes und der Ergebnisse erkennen lassen. Der EBIT erhöhte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 1999 von 67 auf 112 Millionen Euro. Dies ergab sich vor allem aus bedeutend höheren Preisen für Polyolefine. Rohstoffpreise, die fast doppelt so hoch waren als im 1. Halbjahr 1999, glichen dies allerdings wieder aus.

Die Preise stiegen im zweiten Quartal weiter an: Die durchschnittlichen Marktpreise für Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) waren um 63% höher als im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Durchschnittspreise für Naphtha, dem wichtigsten Rohstoff für die Produktion, erreichten im ersten Quartal Spitzenwerte und blieben auch im zweiten Quartal hoch. Der EBIT des zweiten Quartals lag bei 58 Millionen Euro, um 23 Prozent höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Verkaufsmengen waren - bedingt durch plangemäße Betriebspausen für Instandhaltungsarbeiten aber auch durch Produktionsstörungen -niedriger als in der ersten Jahreshälfte 1999. Auch die Stilllegung von PP-Kapazität und die Inbetriebnahme der neuen Borstar-PP-Anlage in Schwechat (Österreich) trugen zu einer verminderten Lieferfähigkeit bei.

"Die erfolgreiche Inbetriebnahme der Borstar-PP-Anlage ist ein wichtiger Meilenstein für Borealis", sagt Svein Rennemo, CEO von Borealis A/S. "Das Projekt konnte früher als geplant und zu niedrigeren Kosten, als im Budget vorgesehen waren, abgeschlossen werden. Und unsere Borstar-PP-Techno-logie hat bereits ihre exzellente Leistung und Robustheit gezeigt."

Das Site-Development-Programm von Borealis, das auf eine deutliche Kostenreduzierung und verbesserte Produktivität der wichtigsten europäischen Produktionsstätten des Konzerns abzielt, läuft nach Plan.

Die Investitionen beliefen sich im zweiten Quartal auf 311 Millionen Euro - eine Steigerung um 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu den wichtigsten Projekten gehörten die Borstar-Erweiterung in Stenungsund (Schweden), der Bau der Borstar-PP-Anlage in Schwechat (Österreich) und das Borouge-Joint-Venture in Abu Dhabi. Diese hohen Investitionen ließen die Netto-Schulden deutlich ansteigen. Die Verschuldungsquote des Unternehmens erhöhte sich dadurch auf 84 Prozent im Vergleich zu 44 Prozent im ersten Halbjahr 1999.

Die Leistungen im Bereich Arbeitssicherheit entsprachen im zweiten Quartal nicht den hohen Unternehmenszielsetzungen: Die Zahl der "total recordable injuries" (TRI) erhöhte sich auf 8,4 - im Vergleich zu 7,0 im ersten Quartal. Borealis fühlt sich in hohem Maß dazu verpflichtet, sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen, und wird tatkräftig dafür sorgen, dass sich die Arbeitssicherheit wieder verbessert.

Entwicklungen in Europa

Österreich
Die erste Borstar-PP-Anlage in Schwechat (Österreich) wurde erfolgreich in Betrieb genommen. Das 140-Millionen-Euro-Projekt wurde innerhalb des Zeitplans und des Budgetrahmens sowie mit einer ausgezeichneten Leistung hinsichtlich der Arbeitssicherheit durchgeführt. Die Anlage mit einer Kapazität von 200.000 Tonnen pro Jahr wird zwei alte Anlagen mit einer gemeinsamen Kapazität von 130.000 Tonnen ersetzen, die am selben Standort stillgelegt werden. Damit steigt die PP-Gesamtkapazität des Werks Schwechat um 70.000 Tonnen auf insgesamt 340.000 Tonnen pro Jahr. Die neue Anlage ist die erste, die auf der von Borealis entwickelten Borstar-PP-Technologie beruht. Die Inbetriebnahme erfolgte innerhalb einer Rekordzeit von nur 23 Monaten nach Unterzeichnung des Konstruktions-, Lieferungs-und Bauvertrages.

Schweden
Gute Fortschritte konnten bei der Erweiterung einer der Polyethylen-Anlagen in Stenungsund (Schweden) erzielt werden:
Basierend auf der bimodalen Borstar-PE-Technologie von Borealis wurde ein bereits vorhandener Gasphasen-Reaktor zusätzlich mit einem "Schleifen"-Reaktor ausgestattet. Diese Anlage wird im dritten Quartal 2000 in Betrieb genommen.

Entwicklungen außerhalb Europas

Borouge, das Joint-Venture von Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), entwickelt sich wie geplant. Das neue petrochemische Werk in Ruwais, Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate), wird aus einem 600.000 Tonnen Ethan-basierenden Cracker und aus zwei Borstar-Polyethylen-(PE)-Anlagen bestehen, die jeweils 225.000 Tonnen PE im Jahr produzieren können. Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Jahres 2001 abgeschlossen sein.

Zukunftsaussichten

Die Wachstumsraten der wichtigsten Europäischen Volkswirtschaften lassen einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Polyolefinen im zweiten Halbjahr 2000 erwarten. Allerdings läßt die Vorschau auf den Verlauf der internationalen Erdölpreise einige Unsicherheiten für die Entwicklung der Produktmargen von Borealis erwarten. Borealis wird sich im zweiten Halbjahr 2000 daher weiter darauf konzentrieren, die Kosten zu reduzieren und die Produktionsleistung zu verbessern.

Konzern-Ergebnisse
Quartal endet am 30. Juni 2000 2Q 2Q 1-2Q 1-2Q Millionen Euro 2000 1999 2000 1999
Umsatz 924 657 1.802 1.270 Betriebliche Aufwendungen -814 -567 -1.594 -1.123 Abschreibungen und Tilgungen -52 -43 -96 -80
EBIT 58 47 112 67
Ergebnis vor Steuern 49 38 92 51 Nettogewinn 37 26 66 34

Konzern-Bilanz
2Q 4 Q
Millionen Euro 2000 1999
Aktiva
Kassenbestand 83 121 Forderungen 607 510
Vorräte 406 376
Anderes Umlaufvermögen 97 150
Summe Umlaufvermögen 1.193 1.157 Anlagevermögen 2.233 2.046
Summe Aktiva 3.426 3.203
Passiva
Verbindlichkeiten Lieferanten 321 335
Andere 991 816 Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.312 1.151 Langfristige Verbindlichkeiten 462 450 Rückstellungen etc. 295 311 Eigenkapital 1.357 1.291
Summe Passiva, Rückstellungen und
Eigenkapital 3.426 3.203

Liquidität * 40% 41% Verschuldung ** 84% 59%
* Verh. Eigenkapital und badwill zum gesamten Guthaben
** Verh. Netto-Verschuldung zum Eigenkapital

Konzern Cash-Flow
Millionen Euro 1-2Q 2000 1-2Q 1999 Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit 15 52 Netto-Investitionen -285 -185
Veränd. in d. verzinsl. Schulden 278 117 Dividenden -45 -79 Netto-Cash-Flow für d. Periode -37 -95

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