• 25.07.2000, 12:15:53
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Umfrage: Viele Frauen mit ihrem Sexualleben unzufrieden / In den meisten Beziehungen herrscht noch immer Sprachlosigkeit

Hamburg (ots) -

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Um das Sexualleben der Frauen ist es offensichtlich nicht zum
Besten bestellt. Bei einer Repräsentativ-Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts INRA im Auftrag der Zeitschrift VITAL
gaben vier von zehn Frauen (39 Prozent) zu, dass sie von einem Mann
träumen, der wisse, was Frauen sich wünschen. 37 Prozent der 345
befragten Frauen (18 - 59 Jahre) wollten mehr darüber wissen, wie Sex
fantasievoller und aufregender werden kann. Bei den 18- bis
34-Jährigen hatte sogar jede zweite Frau dieses Bedürfnis. 13 Prozent
bestätigten, dass sie nur selten Lust auf Sex hätten. Die
Lustlosigkeit wächst laut VITAL offenbar mit dem Alter. Während bei
den unter 34-Jährigen nur jede zehnte Frau darüber klagte, war es
unter über 55 Jahre alten Befragten schon fast jede Dritte. 18
Prozent sagten, sie hätten gern öfter und mehr Sex. Unter den
Jüngeren äußerte diesen Wunsch sogar jede fünfte Befragte (21
Prozent). Sechs von zehn Frauen (62 Prozent) lehnten die Behauptung
ab, Sex sei Lebensenergie. In Ostdeutschland waren es sogar 75
Prozent. Jede elfte Frau war der Meinung, es sei höchste Zeit sei,
dass auch ein "Viagra für Frauen" auf den Markt kommt. Bei den über
55-Jährigen war dieser Wunsch mit 13 Prozent am größten. Etwa ein
Viertel der Befragten (24 Prozent) wollte nichts zu diesem Thema
sagen. Mehrfachnennungen waren möglich.

"In den meisten Beziehungen herrscht noch immer große
Sprachlosigkeit", sagte Uwe Hartmann, Professor für Klinische
Psychologie und Sexualwissenschaft an der Medizinischen Hochschule
Hannover, VITAL. An seinem Institut wird seit 30 Jahren das
Intimleben der Bundesbürger erforscht. "Trotz toller
Aufklärungszeiten sind wir nicht viel weiter gekommen", klagt der
Wissenschaftler. Nach wie vor bestehe eine große Unkenntnis über die
Ursachen von Problemen und den konkreten Umgang damit. "Wenn Frauen
über längere Zeit Probleme haben, ist der Ofen irgendwann aus", warnt
Hartmann. Der Geschlechtsverkehr werde unangenehm und schmerze. Die
weibliche Libido reagiere sehr sensibel auf äußere Störungen. Ein
Mann sei für gewöhnlich auch dann bereit zu Sex, wenn der Haussegen
schief hänge, die Kinder krank seien oder draußen ein Presslufthammer
donnere. Bei Frauen gingen solche Vorkommnisse schneller auf Kosten
der Lust. "Auch wenn es klischeehaft klingt - wissenschaftliche
Untersuchungen einfach bestätigt, dass für Frauen das Drumherum
einigermaßen stimmen muss", erklärt Hartmann.

Diese Meldung ist unter Quellenangabe VITAL zur Veröffentlichung
frei.

ots Originaltext: Redaktion VITAL
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Monika Schiffer
Tel.: 040/27 17 31 15
Ruediger Bloemeke
Tel.: 040/27 17 31 06

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