• 25.07.2000, 12:12:25
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  • OTS0143

AK: Regierung muss Berufsreifeprüfung besser fördern

AK fordert 8000 Schilling finanzielle Untersützung für die Kursteilnehmer

Wien (AK) - Eine bessere Förderung der Berufsreifeprüfung fordert
die Arbeiterkammer: Ausser den Ländern soll auch der Bund
Arbeitnehmer, die die Reifeprüfung nachholen, unterstützen verlangt
Inge Kaizar, Leiterin der AK Wien Abteilung Bildungspolitik . Die
Kosten für die Berufsreifeprüfung betragen von 25.000 bis zu 50.000
Schilling. Das ist eine große Belastung, erklärt Kaizar. Die AK will
eine erfolgsorientierte Unterstützung von zusätzlich 2.000 Schilling
nach jedem Abschluss, also insgesamt 8.000 Schilling. In den letzten
drei Jahren haben mehr als tausend Arbeitnehmer die
Berufsreifeprüfung abgelegt, rund 5.000 bereiten sich derzeit darauf
vor. Kaizar bezeichnet dies als "Erfolgsstory eines neuen
Bildungsweges, wie es sie vergleichbar bisher nicht gab". ***

Rund 5.000 ArbeitnehmerInnen mit Lehrabschluss, dem Abschluss
einer Fachschule, einer Krankenpflegeschule oder einer
Werkmeisterschule bereiten sich derzeit in Österreich auf die
Berufsreifeprüfung vor. 1.082 Personen haben diese Chance zur
Weiterbildung bereits genützt. Spitzenreiter dabei sind die
Bundesländer Wien und Oberösterreich mit 167 bzw. 470 AbsolventInnen.
"Dort wird die Berufsreifeprüfung auch am stärksten gefördert", sagt
Kaizar. Damit die Berufsreifeprüfung wirklich ein Angebot für alle
Interessierten wird, fordert die AK vom Bund eine einheitliche 8.000
Schilling Förderung direkt für alle Kursabsolventen - 2.000 Schilling
nach jeder positiv abgelegten Teilprüfung. Denn: Wer alle
derzeitigen Förderungen ausschöpfen kann, muss im Burgenland noch
mindestens 9.000 Schilling selbst zahlen, in Wien mindestens 13.400
Schilling und in Niederösterreich (keine Förderung vom Land) bis zu
48.400 Schilling. "Die Berufsreifeprüfung muss für alle möglich sein
- und nicht nur für die, die sich die Kurse leisten können", sagt
Kaizar.

Seit 1998 gibt es einen AK Wien Bildungsbonus für Wiener
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich auf die
Berufsreifeprüfung vorbereiten. Wer alle vier Teile der Reifeprüfung
positiv ablegt, bekommt insgesamt 2.500 Schilling Schilling. Die AK
Wien will damit mithelfen, dass die Möglichkeit zur
Berufsreifeprüfung nicht nur auf dem Papier besteht.

Für die Ablegung der Berufsreifeprüfung sind vier Teilprüfungen
notwendig: Deutsch, Mathematik, eine lebende Fremdsprache und der so
genannte Fachbereich. Ein Entwurf des Bildungsministeriums sieht vor,
dass die Fachbereichsprüfung für Absolventen von Bauhandwerksschulen,
Krankenpflegeschulen und einer vierjährigen Lehrausbildung mit
Auszeichnung entfallen soll. Die AK fordert, dass die so genannte
Fachbereichsprüfung bei Lehrabsolventen nicht an eine Auszeichnung
gebunden sein soll und dass diese Teilprüfung auch für Absolventen
einer vierjährigen Fachschule entfallen soll.

Rückfragehinweis: AK Wien Presse

Christian Spitaler
Tel.: (01) 501 65-2152
email: [email protected]
http://www.akwien.at

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