• 25.07.2000, 10:59:12
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1,7 Millionen für den "Bunten Schirm" des NÖ Hilfswerks

Beratung in den Jugendhelfertreffpunkten wird erweitert

St.Pölten (NLK) - Seit 1984 führt das NÖ Hilfswerk ein Projekt
zur vorbeugenden Betreuung gefährdeter Jugendlicher durch. In
mittlerweile 37 Jugendhelfertreffpunkten - auch "Bunter Schirm"
genannt - werden den Jugendlichen Dienstleistungen wie Lern-,
Arbeits- und Freizeitbegleitung angeboten. 1998 wurden in Amstetten,
St.Pölten und Gänserndorf die ersten Zentren für Beratung und
Begleitung eröffnet, mittlerweile führt das NÖ Hilfswerk zehn
derartige Zentren. Dort gibt es Beratung und Begleitung durch
Pädagogen und Psychologen, die auch die Aufgabe haben, die
Jugendhelfer auszubilden. Durch Präventivmaßnahmen sollen Probleme
vermieden werden, die Hilfe setzt im Lebensraum des Jugendlichen an.
Die NÖ Landesregierung beschloss für das laufende Jahr eine weitere
Förderung von 1,7 Millionen Schilling zur Intensivierung der
Beratungs- und Betreuungstätigkeit. Nach der Gründungsphase steht
jetzt die flächendeckende Betreuung im Vordergrund. Gleichzeitig
wurde auch das Anforderungsprofil der Mitarbeiter überarbeitet und
weitere Pädagogen und Psychologen eingestellt.

Die Standorte der Jugendhelfertreffpunkte ("Bunter Schirm")
befinden sich in Amstetten, Baden, Bad Vöslau, Bruck an der Leitha,
Gänserndorf, Gloggnitz, Gmünd, Herzogenburg, Hollabrunn,
Horn/Eggenburg, Klosterneuburg, Korneuburg, Krems, Langenlois,
Lilienfeld/St.Veit, Litschau, Maria Enzersdorf, Melk, Mistelbach,
Mödling, Neunkirchen, Pielachtal-Obergrafendorf,
Ötscherland-Scheibbs, Perchtoldsdorf, Purkersdorf, Retz, Schwechat,
Stockerau, St.Pölten, Thayatal-Waidhofen an der Thaya, Traiskirchen,
Triestingtal (Hirtenberg), Tulln, Wiener Neustadt, Zwettl und
Laxenburg. Darüber hinaus werden seit 1992 zwei Wohnprojekte in Krems
und in Winklarn (Bezirk Amstetten) geführt, die jungen Menschen
Übergangswohnmöglichkeiten bieten. Im vergangenen Jahr leisteten 37
Fachberater fast 11.000 Beratungsstunden und berieten in dieser Zeit
7.400 Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige. In der
Lernbegleitung wurden mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche betreut,
in der Arbeitsbegleitung 500 Jugendliche. Darüber hinaus gab es
zahlreiche Informationsveranstaltungen und Praxisgespräche. Damit
kommt die Organisation dem Ziel nahe, durch Privatinitiativen die
öffentliche Hand zu entlasten, etwa unter dem Schlagwort
"Jugendhelfer statt Jugendheime".

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2174

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