• 17.07.2000, 11:42:47
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  • OTS0111

Wirtschaftskammer lehnt höhere Lkw-Kraftfahrzeugsteuer ab

Österreichische Lkw haben höchste Kraftfahrzeugsteuer in der EU

Wien (PWK620) - Die Wirtschaftskammer Österreich lehnt die
Forderung des ARBÖ, eine sofortige Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer
für den unternehmerischen Schwerverkehr vorzunehmen, mit Nachdruck
ab. "In Österreich gilt bereits jetzt die höchste Kraftfahrzeugsteuer
von allen EU-Mitgliedstaaten," betont Roderich Regler, Leiter der
Abteilung für Verkehrspolitik. "Für ein 40-Tonnen-Sattelkraftfahrzeug
ist in Österreich pro Jahr eine Kraftfahrzeugsteuer von Schilling
38.254,-- zu bezahlen, während in Deutschland je nach den Abgaswerten
nur Schilling 20.778,-- oder Schilling 25.663,-- vorgeschrieben
sind. Die Italiener bezahlen nur Schilling 6.880,--, die Niederländer
Schilling 9.591,-- für das 40-Tonnen-Sattelkraftfahrzeug."

Die LKW-Kraftfahrzeugsteuer ist in der Europäischen Union in der
Wegekostenrichtlinie nur nach unten limitiert und beträgt für das
40-Tonnen-Referenz-Sattelkraftfahrzeug Schilling 8.640,--. Für eine
Reihe von Mitgliedstaaten gilt jedoch noch immer eine
Ausnahmeregelung, sodass vor allem in den südeuropäischen Ländern
niedrigere Beträge festgelegt sind.

"Eine höhere Besteuerung der österreichischen Kraftwagenzüge und
Sattelkraftfahrzeuge würde nur die österreichischen Beförderer aus
den Markt drängen, weil dann die Transportleistungen durch
Unternehmungen aus anderen EU-Mitgliedstaaten übernommen würden,"
betont Roderich Regler. "Es darf nämlich nicht übersehen werden, dass
innerhalb der EU Kabotagefreiheit gilt, sodass die österreichischen
Verlader und Spediteure auch für innerösterreichische
Transportleistungen jederzeit Frächter aus anderen EU-Staaten
einsetzen können." Damit werden aber in Österreich Arbeitsplätze
gefährdet, und auch die Steuerleistung österreichischer Frächter
sinkt. Eine einseitige Selbstdiskriminierung der österreichischen
Betriebe durch eine Erhöhung der schon jetzt höchsten
LKW-Kraftfahrzeugsteuer in der EU wäre somit in jeder Hinsicht
kontraproduktiv. (RH)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Verkehrspolitische Abteilung
Dipl.Ing. Roderich Regler
Tel.: (01) 50105-4000

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