Neue Strukturen für die Österreich Werbung

Schenner: "Grobstrukturen in kürzester Zeit, dann neuerliche Ausschreibung des Geschäftsführerpostens"

Wien(PWK) Klarere Strukturen als bisher möchte der neue Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann Schenner, der Österreich Werbung (ÖW) verpassen. Eine Einigung darüber soll in kürzester Zeit, am besten noch im Juli, gefunden werden. Unmittelbar im Anschluss daran soll der Posten des Geschäftsführers neuerlich ausgeschrieben werden.

Grundsätzlich soll die ÖW weiterhin ein Verein bleiben, die operativen Bereiche können allerdings ausgegliedert werden. Das Festhalten an der Vereinskonstruktion begründet Schenner mit der Tatsache, dass die ÖW von ihrer Idee her ein Nonprofit-Unternehmen ist: "Die ÖW gibt soviel aus, wie ihr die Eigentümer zur Verfügung stellen. Diese Summe fließt ja bekanntlich auf Umwegen wieder voll in die Kassen der Republik und der Steuerzahler zurück. Von jedem positiven Österreichauftritt profitiert ja nicht nur der Tourismus, sondern auch die Industrie ganz wesentlich. Als Kapitalgesellschaft würde die ÖW jedoch dem Zwang unterliegen, Geld für ihre Eigentümer verdienen zu müssen. Dies kann nicht ihre Aufgabe sein".

Aufgabe der Österreich Werbung, so betont Schenner, sei es nach wie vor, ein positives Bild von Österreich und seinen touristischen Angeboten in der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu zeichnen. Die ihr treuhänderisch zur Verfügung gestellten Mittel sollen dabei sparsam, d.h. effizient, für Werbung und Lobbying für Österreich und seine Betriebe eingesetzt werden. Gerade deshalb sei es sinnvoll, gewisse operative Bereiche in GesmbHs auszugliedern. Auch könnte man bei einer Um- bzw. Neugründung der ÖW die Rolle der Delegierten, etwa nach dem Vorbild anderer Vereinskonstruktionen, aufwerten. "Wir werden jedenfalls in den nächsten Tagen ganz intensive Diskussionen darüber führen".

Die Offenheit seiner Organisation für die verschiedensten Reformvorschläge unterstrich auch der stellvertretende WKÖ-Generalsekretär Dr. Egon Winkler. Die Idee einer Zusammenlegung von Aussenhandelsstellen der Wirtschaftskammer mit jenen der ÖW werde ebenso zu diskutieren sein wie eine mögliche Änderung des Kreises der ÖW-Beitragszahler. Den Statuten zufolge wird das ÖW-Budget von 583 Millionen Schilling zu 60 Prozent vom Bund und zu je zwanzig Prozent von den Ländern und der Wirtschaftskammer aufgebracht. Derzeit haben allerdings drei Bundesländer (Kärnten, Steiermark und zuletzt das Burgenland) ihren Austritt bzw. die Einstellung der Beitragszahlungen angekündigt. Denkbar sei deshalb, so Winkler, dass nach einer ÖW-Neugründung Wirtschaftsministerium und Wirtschafskammer in Zukunft allein die Österreich Werbung führen und die Bundesländer die Möglichkeit haben, von ihnen gewünschte Dienstleistungen zuzukaufen. (hp)

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