Stoisits fordert Suspendierung des mutmaßlichen Todesschützen von Imre B.

Angesichts der Ungereimtheiten muß Stiedl Konsequenzen ziehen

Wien (OTS) - "Die sofortige Suspendierung des mutmaßlichen Todesschützen im Fall Imre B. sowie die Durchführung der entsprechenden Erhebungen durch polizeiunabhängige Personen", fordert heute die Justizsprecherin der Grünen, Terezija Stoisits. Nach Berichten der Stadtzeitung 'Falter' könnte Imre B. nämlich vom Polizisten trotz hochgehaltener Hände erschossen

worden sein, da der unmittelbare Tatzeuge behauptet, Imre B. habe der Aufforderung der Polizisten, die Hände hochzuheben, Folge geleistet. Trotzdem, so der Bericht des 'Falter', hätte einer der Beamten abgedrückt.

Die Ungereimtheiten in diesem Fall sind Legion. Der mutmaßliche Todesschütze verwendete statt der Dienstpistole die Privatwaffe. Anschließend ermittelte er selbst munter weiter, was nahelegt, daß es zu einer Unterdrückung von Beweismitteln gekommen sein könnte. Sowohl als auch Staatsanwaltschaft lassen den Wagen des Erschossenen wochenlang ununtersucht im Regen stehen, was Spuren verwischt. Und das alles mit Wissen und Duldung des Polizeipräsidenten Stiedl. "Allein aufgrund dieser Ungereimtheiten sollten die Tage des Wiener Polizeipräsidenten gezählt sein", fordert Stoisits.

Dieser Fall zeige weiters, daß bei Polizeiübergriffen nur unparteiische und unabhängige Instanzen mit der Untersuchung und Aufklärung betraut werden dürfen. "Denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, wie dieser Fall einmal mehr deutlich zeigt", so Stoisits abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (01) 40 110/6697
http://www.gruene.at
email: pressebuero@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/OTS