Jahrmann: Sitzung über Abschaffung der Flugrettung im Innenministerium

Innenminister Strasser betreibt mit Regierungskollegen Demontage des Gesundheitswesens

St. Pölten, (SPI) - Die von der blauschwarzen Bundesregierung scheibchenweise betriebene Demontage des Gesundheitswesens geht offensichtlich zügig voran. Nach dem massiven Gesundheits-Belastungspaket, von dem selbst Kinder nicht ausgenommen sind, soll nun die staatliche Flugrettung, für den raschen und damit meist auch lebensrettenden Patiententransport zwischen Unfallort und Krankenhäusern bzw. zwischen den Krankenhäusern selbst unverzichtbar, abgeschafft werden. Morgen Donnerstag, 7. Juli, 10.00 Uhr, findet im Innenministerium eine Sitzung statt. Tagesordnung: Die Abschaffung der staatlichen Flugrettung", empört sich SP-LAbg. Josef Jahrmann über das Vorhaben von Minister Strasser.****

"Als wichtiges notfallmedizinisches und rettungstechnisches Instrument wird die Flugrettung von allen ÖsterreicherInnen akzeptiert und angenommen. Die Flugrettung als lebensrettende Einrichtung für die Basis der Notfallsversorgung ist unersetzbar und notwendig. Aus den Ankündigungen des Bundesministers für Inneres ist klar erkennbar, dass eine Privatisierung der Flugrettung geplant ist, was letztlich zu einer Leistungsredukution und zu einer massiven Verteuerung für die Patienten führen wird. Selbstbehalte, falls Patienten die Flugrettung brauchen, sind daher wohl nur mehr eine Frage der Zeit. Wie es mit der Verantwortung aussieht, wenn ein ‚privater Betreiber‘ keinen Hubschrauber stellen kann oder will, bleibt ebenso dahingestellt. Will Strasser und die Bundesregierung diese lebensrettende Einrichtung tatsächlich aushöhlen", so Jahrmann weiter.

Es ist bekannt, dass jeder flächendeckende, qualitativ hochwertige Rettungsdienst hohe Vorhalte- und Bereitschaftskosten verursacht und somit kostenintensiv und kaum kostendeckend ist. Eine Privatisierung birgt daher die Gefahr, dass das Anbieten einer qualitativ hochwertigen Rettungsleistung auf Grund betriebswirtschaftlicher Interessen zur Einführung von Selbstbehalten für Rettungseinsätze führt. Daher kann es passieren, dass Menschen in dringenden Unglücksfällen auf Grund finanzieller Bedenken, die Flugrettung nicht in Anspruch nehmen werden und dadurch die oft lebensrettende Erstversorgung zu spät vorgenommen wird. In Fällen wo Menschen ohne ihre Zustimmung (z.B. auf Grund einer Bewusstlosigkeit) geflogen werden, kann das zu schwerwiegenden finanziellen Belastungen führen. Im Bereich der Gesundheit, im Bereich der Rettung von Menschen darf nicht der Profit im Vordergrund stehen, sondern die Hilfe für die Menschen. "Die qualitativ hochwertige und flächendeckende Flugrettung muss erhalten bleiben - und zwar ohne zusätzliche Kosten für die Patienten, für die eine funktionierende Flugrettung lebensrettend sein kann", so Jahrmann abschließend.
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