Heinzl: Innenministerium verweigert Mot-Einsatzgruppe größeren Schutz vor Querschnittslähmung im Fall von Motorradunfällen

Nun auch bei den Beamten - auf dem Rücken der Sicherheit wird gespart

St. Pölten, (SPI) - "Auf dem Rücken der Bevölkerung gibt es massive Einsparungen im Bereich der Sicherheit. Dass Innenminister Ernst Strasser gegenteilige Versprechungen nicht einhält, wurde nicht erst nach der verfügten und nun - nach massiven Protesten der Bevölkerung - ausgesetzen Schließung von zwei St. Pöltner Wachzimmern zu den Nachtstunden klar. Nun kommen aber auch die dienstversehenden Beamtinnen und Beamten zum Handkuss. Jüngstes Beispiel ist die Einheit der Mot-Beamten, umgangssprachlich als "Weiße Mäuse" bekannt und im Dienst der Sicherheit unterwegs. Zur Erhöhung ihrer persönlichen Sicherheit bei Motorradunfällen sollten sogenannte "Rückenprotektoren" - Stückpreis ATS 1.400,- - angeschafft werden. Diese versprechen im Fall eines Motorradunfalls besseren Schutz vor Querschnittslähmung und sind auch im privaten Bereich bereits gängige Schutzeinrichtungen. Die Antwort des Innenministers: Ablehnung! Kein zusätzlicher Schutz für die Polizeimotorradfahrer", zeigt sich der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl über diese Entscheidung empört.****

"Gerade Polizisten, die mit Motorrädern ihren Dienst versehen, müssen bei Lotsungen von Notarztwagen, Transportbegleitungen und anderen Einsatzfahrzeugen sehr oft an das Fahrlimit ihrer Maschinen gehen. Die Unfallgefahr erhöht sich dadurch naturgemäß enorm. Für St. Pölten würde man 14 Rückenprotektoren brauchen, die zusammen nur rund 22.000 Schilling kosten und die Beamtinnen und Beamten und deren Familien mehr Sicherheit vor körperlichem und familiärem Leid geben würden. Für mich ist es völlig uneinsichtig, dass dem berechtigten Ansinnen nach mehr Sicherheit vom Innenministerium nicht entsprochen wird. Offensichtlich drohen im Rahmen des Sparerlasses von Innenminister Strasser auch massive Einsparungen im Bereich der Ausrüstung der Exekutive und der Gendarmerie. Im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage an Innenminister Strasser habe ich über diese bedenkliche Vorgehensweise Aufklärung gefordert", so Nationalrat Anton Heinzl abschließend.
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