• 10.07.2000, 09:03:02
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Kinder auf Fernreisen=

Wien (OTS) - Was den Urlaub für Erwachsene so positiv macht, kann für
Kinder genau das Gegenteil bedeuten. Ein Ortswechsel, eine
fremdländische Küche, eine lange Anreise - all das kann Kindern große
Probleme bereiten. "Jede auch noch so geringe Erkrankung, die zuhause
ohne große Umstände behandelt werden kann, kann am Urlaubsort große
Schwierigkeiten mit sich bringen. Eine fremde Sprache oder miserable
hygienische Zustände führen zusätzlich oft dazu, dass Eltern in so
einem Fall die Nerven verlieren", sagt Dr. Heinz Peter Slatin vom
Österreichischen Roten Kreuz.

Das Alter des Kindes sollte bei der Auswahl des Urlaubsziels
unbedingt berücksichtigt werden. So sollen Säuglinge etwa nicht in
Entwicklungsländer gebracht werden. Verseuchte Lebensmittel und der
Drang der Kinder, Dinge in den Mund zu stecken, sind gerade in
solchen Ländern gefährlich. Selbst eine qualitativ niedrige
medizinische Versorgung, wie sie für die meisten dieser Länder
typisch ist, wird dann für Kinder unter einem Jahr gefährlich.

Slatin: "Während bei Erwachsenen Reisedurchfall zum Urlaubsalltag
gehört und relativ leicht in den Griff bekommen werden kann, kann
dieser für Säuglinge lebensgefährlich werden."
Besonders für Kinder gilt also die Regel, nur Gekochtes oder
Geschältes zu essen und Leitungswasser zu meiden.Vorsicht ist auch
bei Eiswürfeln oder Speiseeis geboten.

Vor einem Urlaub ist grundsätzlich die Frage zu stellen, ob Kinder in
den ersten Lebensjahren den großen Belastungen überhaupt "ausgesetzt"
werden sollen. Wenn Kinder mitfahren, dann sollte eine kindergerecht
ausgestattete Reiseapotheke nicht fehlen. Neben einem
juckreizstillendem Gel sollten darin etwa auch Fieberzäpfchen oder
kindergerechte Nasentropfen nicht fehlen. Sprechen Sie mit dem
Hausarzt über die für ihr Kind richtige Zusammensetzung." Das Thema
Sonnenschutz sollte bei Kindern dieses Alters auf keinen Fall
vernachlässigt werden. Kinderhaut ist extrem sonnenempfindlich.

Ein besonderes Thema sind Flugreisen. Bei kleinen Kindern ist die
Verbindung zwischen Ohren und Rachen noch sehr eng, sie haben daher
oft Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich. Das kann mitunter zu
starken Ohrenschmerzen führen. "Daher sollten Kinder entweder
Nasentropfen bekommen, oder während Start und Landung trinken", sagt
Slatin.

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

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