Kinder auf Fernreisen

Wien (OTS) - Was den Urlaub für Erwachsene so positiv macht, kann für Kinder genau das Gegenteil bedeuten. Ein Ortswechsel, eine fremdländische Küche, eine lange Anreise - all das kann Kindern große Probleme bereiten. "Jede auch noch so geringe Erkrankung, die zuhause ohne große Umstände behandelt werden kann, kann am Urlaubsort große Schwierigkeiten mit sich bringen. Eine fremde Sprache oder miserable hygienische Zustände führen zusätzlich oft dazu, dass Eltern in so einem Fall die Nerven verlieren", sagt Dr. Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz.

Das Alter des Kindes sollte bei der Auswahl des Urlaubsziels unbedingt berücksichtigt werden. So sollen Säuglinge etwa nicht in Entwicklungsländer gebracht werden. Verseuchte Lebensmittel und der Drang der Kinder, Dinge in den Mund zu stecken, sind gerade in solchen Ländern gefährlich. Selbst eine qualitativ niedrige medizinische Versorgung, wie sie für die meisten dieser Länder typisch ist, wird dann für Kinder unter einem Jahr gefährlich.

Slatin: "Während bei Erwachsenen Reisedurchfall zum Urlaubsalltag gehört und relativ leicht in den Griff bekommen werden kann, kann dieser für Säuglinge lebensgefährlich werden."
Besonders für Kinder gilt also die Regel, nur Gekochtes oder Geschältes zu essen und Leitungswasser zu meiden.Vorsicht ist auch bei Eiswürfeln oder Speiseeis geboten.

Vor einem Urlaub ist grundsätzlich die Frage zu stellen, ob Kinder in den ersten Lebensjahren den großen Belastungen überhaupt "ausgesetzt" werden sollen. Wenn Kinder mitfahren, dann sollte eine kindergerecht ausgestattete Reiseapotheke nicht fehlen. Neben einem juckreizstillendem Gel sollten darin etwa auch Fieberzäpfchen oder kindergerechte Nasentropfen nicht fehlen. Sprechen Sie mit dem Hausarzt über die für ihr Kind richtige Zusammensetzung." Das Thema Sonnenschutz sollte bei Kindern dieses Alters auf keinen Fall vernachlässigt werden. Kinderhaut ist extrem sonnenempfindlich.

Ein besonderes Thema sind Flugreisen. Bei kleinen Kindern ist die Verbindung zwischen Ohren und Rachen noch sehr eng, sie haben daher oft Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich. Das kann mitunter zu starken Ohrenschmerzen führen. "Daher sollten Kinder entweder Nasentropfen bekommen, oder während Start und Landung trinken", sagt Slatin.

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