Csörgits: Ab 2005 Pensionskürzungen trotz langer Versicherungszeiten

Trotz 40 bzw. 45 Jahren Erwerbsarbeit ab 2005 massive Pensionskürzungen

Wien (ÖGB). "55-jährige Frauen, die nach 2005 in Pension gehen wollen, weil sie 40 Beitragsjahre haben, werden massive Pensionskürzungen in Kauf nehmen müssen. Die so genannten "Auffangregelungen" der Regierung sind eine Augenauswischerei, die, über die Schärfe der Änderungen hinwegtäuschen sollen", betonte heute ÖGB-Frauenvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits. Aber auch Männer mit 45 Beitragsjahren können ab 2005 nicht mehr mit 60 Jahren in Pension gehen, ohne Pensionskürzungen in Kauf nehmen zu müssen.++++

Trotz 40 Jahren Beitragsleistungen, werden diese Frauen, ab 2005 Pensionskürzungen im Ausmaß von 10,5 Prozent haben, betont die ÖGB-Frauenvorsitzende. Diese Kürzungen seien massiv und werden viele in finanzielle Bedrängnis bringen. So betrug die Alterspension bei unselbstständig beschäftigten Frauen 1999 im Durchschnitt 9.008 Schilling.

Csörgits: "Diese 'Auffangregelungen' der Regierung sind nichts als eine Vernebelungsaktion weil sie nicht ins Dauerrecht übernommen werden." Eine Frau die seit ihrem 15. Lebensjahr gearbeitet hat und nach 40 Arbeitsjahren in Pension gehen will, mit massiven Pensionskürzungen zu bestrafen, sei politisch verantwortungslos.

Weiters kritisierte Csörgits, dass in Zukunft auch Kinder und chronisch Kranke Selbstbehalte bei Ambulanzbesuchen zahlen müssen und forderte für diese Gruppen Ausnahmeregelungen. "Diese massive Verschlechterung zeige einmal mehr, das unsoziale Gesicht dieser blauschwarzen Regierung", betonte die ÖGB-Vizepräsidentin abschließend. (bfm)

ÖGB, 6. Juli 2000
Nr. 608

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