• 06.07.2000, 10:29:29
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B 301: Traum von der Tangenten-Entlastung ist ausgeträumt=

Kenesei: "Grüne und Bürgerinitiativen bekommen Recht!"

Wien (Grüne) - "Als endgültig ausgeträumt scheint der Traum für
die Wiener Straßenbauer, dass mit der B301 eine Entlastung der
Südosttangente erfolgen kann", stellt Günter KENESEI,
Planungssprecher der Wiener Grünen, fest. "Es ist schon
bemerkenswert, wenn nach jahrzehntelanger Diskussion und dreijähriger
intensivster Planung nunmehr der Projektleiter der ÖSAG Dipl.Ing.
Seidl jetzt einbekennt, dass die Tangente nicht entlastet wird", so
KENESEI. "Jahrelang wurde der Bevölkerung in Favoriten und Liesing
versprochen, dass die Südumfahrung zu einer Entlastung der A23 und in
den Bezirken führen wird - genau das Gegenteil ist der Fall. Somit
gibt jetzt auch die ÖSAG zu: Die Grünen und die Bürgerinitiativen
haben zu 100% Recht gehabt. Das Lügengebäude der ÖSAG ist wie ein
Kartenhaus zusammengebrochen!", so der Grüne Planungssprecher.

ÖSAG zieht exakt die falsche Konsequenzen

"Anhand der Tatsache, dass keine Entlastung der Tangente
stattfindet, dass zusammenhängende Grünräume im ohnedies stark
zersiedelten Südraum Wiens nachhaltig zerstört werden und es zu einer
weiteren massiven Belastung der Bevölkerung kommen wird, kann die
einzige Konsequenz nur sein, das B301-Projekt endgültig ad acta zu
legen", fordert KENESEI. Viel wichtiger und dringender wäre es jetzt,
sich intelligenten Verkehrslösungen zu widmen, die in der Studie von
Univ.Prof. Knoflacher umfangreich dokumentiert wurden.

"Sollten nun das Verkehrsministerium trotzdem eine §4-Verordnung
für die B 301 erlassen, ist aus Sicht der Grünen der Weg zu den
Höchstgerichten bereits vorgegeben", so KENESEI. Ebenso ist mit
nachhaltigem Widerstand der Grundstückseigentümer entlang der
geplanten Trasse zu rechnen.

Handlungsbedarf für Häupl: "Der Wiener Bürgermeister und
Landeshauptmann ist aufgefordert, endlich innovativen
Verkehrslösungen den Vorzug zu geben. Häupl kann jetzt zeigen, ob der
von ihm geprägte Slogan 'Umweltmusterstadt Wien' wirklich
ernstgemeint ist", schließt KENESEI.

Rückfragehinweis: Pressereferat

Grüner Klub im Rathaus
Tel.: (01) 4000 - 81821
email: [email protected]
http://wien.gruene.at

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