• 05.07.2000, 14:59:11
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AKNÖ-Präsident Staudinger: Schluss mit Sanktionen gegen Beschäftigte! 2=

Drei Hauptziele für kommende Legislaturperiode als AK-Präsident

Wien (OTS).- "Anstatt sich ständig mit den unsäglichen Sanktionen
zu beschäftigten, sollte sich die Bundesregierung endlich wieder auf
das wirklich Wichtige im Land konzentrieren und ihre Sanktionen gegen
die Arbeiter und Angestellten umgehend einstellen." Das sagte Josef
Staudinger heute bei seiner Antrittspressekonferenz anlässlich seiner
Wiederwahl zum AK-Präsidenten. "Wenn Schüssel, Haider und Co schon
glauben, unbedingt von den unsozialen Maßnahmen ablenken und eine
Volksbefragung machen zu müssen, dann schlage ich vor, sie sollen
doch die Österreicherinnen und Österreicher lieber darüber befragen,
was sie zu diesem völlig einseitigen Sparkurs auf Kosten der
Beschäftigten sagen", so Staudinger.

Es wäre wirklich sinnvoller, in diesen wichtigen Fragen, die die
Menschen unmittelbar betreffen, die direkt demokratischen Mittel
einzusetzen als in diesen abstrakten Angelegenheiten, die in Wahrheit
ohnehin keine Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung haben.

Ganz klar sprach sich Staudinger gegen Streiks aus, denn
Kampfmaßnahmen seien für ihn prinzipiell das letzte Mittel, Konflikte
zu lösen. Deshalb bleibe als einziger Ausweg, dass die Regierung über
den Sommer zur Vernunft kommt, dass sie uns wieder zu ehrlichen
Vehandlungen einlädt, wo gemeinsame Lösungen gesucht werden. Der
AKNÖ-Präsident: "Keine Frage, wir sind dazu bereit und stehen nach
wie vor Gewehr bei Fuß."

Abschließend skizzierte Präsident Staudinger seine drei Hauptziele
für die kommende Legislaturperiode: 1. die gute Arbeitnehmerpolitik
der letzten Jahre fortsetzen, 2 die Sozialpartnerschaft
wiederbeleben, 3. die Arbeiterkammer weiterentwickeln und ihre
Position als Dienstleistungsinstitution Nummer 1 in Niederösterreich
ausbauen.

1. Gute Arbeitnehmerpolitik fortsetzen.

Staudinger wörtlich: "Es geht mir darum, die gute Arbeitnehmerpolitik
der letzten Jahre fortzuführen. Das wird nicht einfach, wenn man sich
die neue Politik anschaut und wenn man sich die Entwicklungen in der
Arbeitswelt vor Augen hält. Aber ich bin optimistisch und vertraue da
ganz auf unsere Problemlösungsfähigkeit."

2. Wiederbelebung der Sozialpartnerschaft.

Eng verbunden damit sei eine Wiederbelebung der Sozialpartnerschaft.
Staudinger bekannte sich zu diesem System des Interessenausgleichs,
wo es Gewinner auf beiden Seiten gebe. Niederösterreich stehe
hervorragend da und müsse den sozialen Weg weitergehen. Die AK sei
dazu bereit und wir weiterhin ein verläßlicher, konstruktiver und
starker Partner mit Handschlag-Qualität sein.

3. Weiterentwickelung der AK.

Zum dritten will Präsident Staudinger die AK weiterentwickeln und
ihre Position als Dienstleistungsinstitution Nummer 1 in
Niederösterreich festigen. Man genieße derzeit in der Bevölkerung ein
hervorragendes Image, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
anerkennen die Arbeit der AK und seien zufrieden mit den
Dienstleistungen. Daran gelte es anzuschließen.

Abschließend wandte sich Staudinger gegen alle Vorschläge in Richtung
Senkung der AK-Umlage und meinte wörtlich: "420.000
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher leisten ihre Beiträge
und geben uns damit die nötige finanzielle Grundlage, das Beste für
sie herauszuholen. Wer zahlt, schafft an - diese Regel gilt
ungebrochen. Und deshalb haben ausschließlich unsere Beschäftigten
das Recht, darüber entscheiden kann, wieviel wert ihnen diese unsere
Leistungen sind. Keiner Regierung, keinem Politiker, keiner Partei
steht zu, willkürlich über unsere Mittel zu bestimmen! Das sei all
jenen ins Stammbuch geschrieben, die glauben, ihre rücksichtslose
Vorgangsweise durch billige Ablenkungstricks verschleiern zu müssen."

Rückfragehinweis: AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: (01) 58883-1252

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