AKNÖ-Präsident Staudinger: Schluss mit Sanktionen gegen Beschäftigte! 2

Drei Hauptziele für kommende Legislaturperiode als AK-Präsident

Wien (OTS).- "Anstatt sich ständig mit den unsäglichen Sanktionen zu beschäftigten, sollte sich die Bundesregierung endlich wieder auf das wirklich Wichtige im Land konzentrieren und ihre Sanktionen gegen die Arbeiter und Angestellten umgehend einstellen." Das sagte Josef Staudinger heute bei seiner Antrittspressekonferenz anlässlich seiner Wiederwahl zum AK-Präsidenten. "Wenn Schüssel, Haider und Co schon glauben, unbedingt von den unsozialen Maßnahmen ablenken und eine Volksbefragung machen zu müssen, dann schlage ich vor, sie sollen doch die Österreicherinnen und Österreicher lieber darüber befragen, was sie zu diesem völlig einseitigen Sparkurs auf Kosten der Beschäftigten sagen", so Staudinger.

Es wäre wirklich sinnvoller, in diesen wichtigen Fragen, die die Menschen unmittelbar betreffen, die direkt demokratischen Mittel einzusetzen als in diesen abstrakten Angelegenheiten, die in Wahrheit ohnehin keine Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung haben.

Ganz klar sprach sich Staudinger gegen Streiks aus, denn Kampfmaßnahmen seien für ihn prinzipiell das letzte Mittel, Konflikte zu lösen. Deshalb bleibe als einziger Ausweg, dass die Regierung über den Sommer zur Vernunft kommt, dass sie uns wieder zu ehrlichen Vehandlungen einlädt, wo gemeinsame Lösungen gesucht werden. Der AKNÖ-Präsident: "Keine Frage, wir sind dazu bereit und stehen nach wie vor Gewehr bei Fuß."

Abschließend skizzierte Präsident Staudinger seine drei Hauptziele für die kommende Legislaturperiode: 1. die gute Arbeitnehmerpolitik der letzten Jahre fortsetzen, 2 die Sozialpartnerschaft wiederbeleben, 3. die Arbeiterkammer weiterentwickeln und ihre Position als Dienstleistungsinstitution Nummer 1 in Niederösterreich ausbauen.

1. Gute Arbeitnehmerpolitik fortsetzen.

Staudinger wörtlich: "Es geht mir darum, die gute Arbeitnehmerpolitik der letzten Jahre fortzuführen. Das wird nicht einfach, wenn man sich die neue Politik anschaut und wenn man sich die Entwicklungen in der Arbeitswelt vor Augen hält. Aber ich bin optimistisch und vertraue da ganz auf unsere Problemlösungsfähigkeit."

2. Wiederbelebung der Sozialpartnerschaft.

Eng verbunden damit sei eine Wiederbelebung der Sozialpartnerschaft. Staudinger bekannte sich zu diesem System des Interessenausgleichs, wo es Gewinner auf beiden Seiten gebe. Niederösterreich stehe hervorragend da und müsse den sozialen Weg weitergehen. Die AK sei dazu bereit und wir weiterhin ein verläßlicher, konstruktiver und starker Partner mit Handschlag-Qualität sein.

3. Weiterentwickelung der AK.

Zum dritten will Präsident Staudinger die AK weiterentwickeln und ihre Position als Dienstleistungsinstitution Nummer 1 in Niederösterreich festigen. Man genieße derzeit in der Bevölkerung ein hervorragendes Image, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anerkennen die Arbeit der AK und seien zufrieden mit den Dienstleistungen. Daran gelte es anzuschließen.

Abschließend wandte sich Staudinger gegen alle Vorschläge in Richtung Senkung der AK-Umlage und meinte wörtlich: "420.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher leisten ihre Beiträge und geben uns damit die nötige finanzielle Grundlage, das Beste für sie herauszuholen. Wer zahlt, schafft an - diese Regel gilt ungebrochen. Und deshalb haben ausschließlich unsere Beschäftigten das Recht, darüber entscheiden kann, wieviel wert ihnen diese unsere Leistungen sind. Keiner Regierung, keinem Politiker, keiner Partei steht zu, willkürlich über unsere Mittel zu bestimmen! Das sei all jenen ins Stammbuch geschrieben, die glauben, ihre rücksichtslose Vorgangsweise durch billige Ablenkungstricks verschleiern zu müssen."

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