- 04.07.2000, 11:01:39
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ARBÖ: Wenn es rund geht im Kreisverkehr
Wien (ARBÖ) - Stark frequentierte Kreuzungsbereiche werden
immer öfter kreisförmig oder annähernd kreisförmig errichtet. Das
Fahren im Kreis erfordert höchste Aufmerksamkeit und Disziplin.
Der ARBÖ informiert über das richtige Verhalten im Kreisverkehr,
um Missverständnisse und Unfälle zu vermeiden.
ARBÖ-Verkehrsexperte Erhard Lenz: "Leider ist immer wieder zu
beobachten, dass Fahrzeuglenker durch ihr unsicheres Verhalten vor
der Einfahrt in einen Kreisverkehr zu einer Gefahrenquelle für die
anderen Verkehrsteilnehmer werden." Zum richtigen Verhalten im
Kreisverkehr muss man wissen: es gelten die selben Regeln wie bei
herkömmlichen Kreuzungen. Aus Gründen der Sicherheit, Leichtigkeit
und Flüssigkeit des Verkehrs ist vor der Einfahrt in den Kreis das
Vorschriftszeichen "Vorrang geben" angebracht. Dies gilt
ausnahmslos für Österreich. In den meisten anderen europäischen
Staaten, wo bei Kreisverkehren noch die Rechtsregel gilt, wird
schrittweise auf die österreichische Variante umgestellt.
Mündet eine Straße mit nur einem Fahrstreifen in den Kreis und
ist im Kreis nur ein Fahrstreifen vorhanden, hat der im Kreis
Fahrende Vorrang gegenüber dem Einfahrenden. Die Anzeige der
Richtungsänderung beim Verlassen des Kreises, also das Blinken,
ist zwingend vorgeschrieben.
Schwieriger wird das Fahren im Kreis, wenn Straßen mit einem
oder zwei Fahrstreifen in den Kreis einmünden und im Kreis zwei
Fahrstreifen gegeben sind. Bei der Anfahrt zum Kreis sollte
bereits der richtige Fahrstreifen gewählt werden. Das hängt
wiederum von der Ausfahrt ab, die man nehmen möchte. Fährt man auf
den Kreis zu und will diesen bei der ersten Ausfahrt verlassen,
ist es sinnvoll, den rechten Fahrstreifen zu nützen. Fährt man
erst später aus dem Kreis, kann sowohl der rechte, als auch der
linke Fahrstreifen benützt werden. In jedem Fall ist der Wechsel
des Fahrstreifens anzuzeigen, es muss also auch innerhalb des
Kreises geblinkt werden. Benützt zum Beispiel ein Autofahrer
ausschließlich den rechten Fahrstreifen, so hat dieser beim
Verlassen des Kreises Vorrang gegenüber jenem Lenker, der auf dem
inneren, also dem linken Fahrstreifen fährt.
Sobald ein Fahrzeug auf dem inneren Fahrstreifen anhält, etwa
wegen einer Panne, setzt das Reißverschluss-System ein. In diesem
Fall hat auch der Benützer des rechten Fahrstreifens Rücksicht auf
die anderen Kreisverkehrs-Fahrer zu nehmen. "Fahren im Kreis
erfordert Disziplin und höchste Konzentration. Es hält den Verkehr
flüssig und erspart im Gegensatz zu einer geregelten Kreuzung ohne
Querverkehr das unnütze Anhalten vor einer roten Verkehrsampel",
so die ARBÖ-Verkehrsexperten.
Rückfragehinweis: ARBÖ Presse
Tel.: (01) 89121-244
e-mail: [email protected]
Internet: http://www.arboe.at
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