Telekom-Markt Österreich: Vormarsch der alternativen Betreiber

Industrie: Schon 76 Prozent der Unternehmen nützen alternative Netzbetreiber - Durchschnittliche Ersparnis dank Preisrutsch: 23 Prozent

Wien (PWK565) - ACHTUNG !!!!!!!!!!! S P E R R F R I S T 15:00 Uhr !!!!!!!!!!!!

Auf dem österreichischen Telekom-Markt liegt auch
zweieinhalb Jahre nach dem Startschuss zur Marktliberalisierung kein Stein mehr auf dem anderen: Bei der jüngsten Umfrage, die die Sektion Industrie der Wirtschaftskammer Österreich in Zusammenarbeit mit dem internationalen Beratungsunternehmen Arthur D. Little durchführte, meldeten bereits 76 Prozent der Unternehmen, dass sie sich alternativer Netzbetreiber bedienen. Vor einem Jahr hatte der Vergleichswert noch 55 Prozent betragen.

Die Angebotsvielfalt auf dem Markt für Telekomdienste hat allerdings auch dazu geführt, dass viele Unternehmen mehrere Anbieter nützen:
Nur 24 Prozent der Industrieunternehmen geben an, exklusiv über die Telekom Austria zu telefonieren. 50 Prozent sind sowohl Kunden bei der Telekom Austria als auch bei einem oder mehreren alternativen Netzbetreiber(n). 26 Prozent telefonieren ausschließlich mit alternativen Netzbetreibern.

Die Telefonkosten der Industrie belaufen sich laut Dr. Georg Serentschy, Leiter des Bereiches Telekom, IT, Medien und Elektronik beim Beratungsunternehmen Arthur D. Little, im Durchschnitt pro Jahr auf 7.300 S je Mitarbeiter. Davon werden 5.300 S für Festnetztelefonie und rund 2.000 S für mobiles Telefonieren ausgegeben.

Insbesondere im Festnetz hat die Liberalisierung zu einem seit zwei Jahren andauernden Preisrutsch für Sprachtelefonie geführt: Die durchschnittlichen Kosten für Festnetztelefonie sind pro Mitarbeiter gegenüber 1999 um 23 Prozent zurückgegangen (1999: 6.900 S, 2000:
5.300 S).

Die Einsparungen der Unternehmen sind nach Unternehmensgröße unterschiedlich. Am kräftigsten sanken die Telefoniekosten je Mitarbeiter in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Kleine Betriebe haben je Mitarbeiter höhere Telefonkosten als größere.

Der freie Markt hat der Industrie eine Vielzahl neuer Angebote gebracht, die sie auch nützt: Laut Serentschy haben im laufenden Jahr 56 Prozent der befragten Unternehmer den Festnetzbetreiber gewechselt.

Von den "Wechselwählern" sind 85 Prozent von der Telekom Austria zu einem alternativen Betreiber umgestiegen. Nur zehn Prozent der Unternehmen, die ihren Betreiber gewechselt haben, sind von einem alternativen zu einem anderen alternativen Betreiber umgestiegen.

Im Mobilfunk ist die Kundenbindung sehr hoch: 64 Prozent der befragten Unternehmen zeigen kein Interesse, den Mobilfunkanbieter zu wechseln. Wenn gewechselt wird, dann in erster Linie aufgrund des Preis/Leistungsverhältnisses. An zweiter Stelle der Wechselmotive folgt die Produktqualität, an dritter das maßgeschneiderte innovative und kundenorientierte Angebot.

Der Markt, dem die Experten international in Zukunft die größten Wachstumsraten prophezeien, sind Datenservices. Laut Umfrage nützen 51 Prozent der Industrieunternehmen Datendienste. Der führende Anbieter ist mit 55 Prozent Marktanteil die mobilkom-Tochter Datakom Austria. An zweiter Stelle folgt die UTA (12 Prozent), Nummer drei ist Nextra (sieben Prozent).

Internet-Services nützen 85 Prozent der österreichischen Industrieunternehmen. Nur 15 Prozent geben an, keinen Internet-Serviceprovider zu haben. Die Industrieunternehmen sind mit den Diensten ihrer Provider insgesamt überwiegend zufrieden. Die Wechselbereitschaft ist daher gering. Die fünf bedeutendsten Internet-Provider der Industrie sind A-Online, KPNQwest (EUnet), Netway, Nextra (Magnet) und UTA. Sie bedienen mehr als 55 Prozent der Industrieunternehmen. (hp)

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