• 03.07.2000, 11:55:45
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  • OTS0139

AUVA-Erfolgsbilanz 1999 bei Vorstandssitzung am 29.6.2000

AUVA-Vorstand ersucht Regierung um Augenmaß bei der geplanten Beitragssenkung

Wien (OTS) - Eine Erfolgsbilanz der AUVA für 1999 legte der
leitende Angestellte Mag. Helmut Pichler am 29.6.2000 seinem Vorstand
vor. Vom Erfolg der Sicherheitsstrategien bis zur Dämpfung des
Verwaltungsaufwands seien alle Kennzahlen erfreulich. Die guten
Ergebnisse ermöglichen aber der Bundesregierung, per
Budgetbegleitgesetz eine Abzweigung aus dem Budget der AUVA von
einer Milliarde ATS im Oktober 2000 vorzunehmen.

"Eine gute Wirtschaftsentwicklung und die von der Selbstverwaltung
jeweils beschlossene Umsetzung der gesetzlich festgelegten Aufgaben
ermöglichen eine optimale Versorgung der Versicherten durch die
soziale Unfallversicherung. Dazu sind aber ausreichende
Rahmenbedingungen seitens des Gesetzgebers Voraussetzung", betonte
AUVA-Obmann Wolfgang Haunsberger bei der Vorstandssitzung.

AUVA-Generaldirektor Pichler appellierte in diesem Zusammenhang an
die Bundesregierung, bei der geplanten Beitragssenkung ab 2001 mit
Augenmaß vorzugehen. Eine ausgeglichene Gebarung unter Beibehaltung
des Leistungsumfangs wäre nur mit einem Beitragssatz von 1,3%
gesichert. Abschöpfungen des erwirtschafteten Mehrertrags und eine
geplante Senkung des Beitragssatzes auf 1,2% gefährden alle
Investitionen und Versicherungsleistungen, die direkt oder indirekt
der Wirtschaft zu Gute kämen. Da auf Grund der Rechnungsvorschriften
die Bildung von Investitionsrückstellungen und Baurücklagen nicht
zulässig ist, kommt diesem Mehrertrag eine hohe Bedeutung zu, weil er
gemeinsam mit den Abschreibungen die einzige Möglichkeit zur
Finanzierung der Investitionen bietet.

Die AUVA betreute 1999 rund 4,2 Millionen Versicherte mit 4.900
Mitarbeiter/innen und erbrachte rund zehn Milliarden ATS an
Versicherungsleistungen, 4,1% mehr als Im Vorjahr. Die um 3,7%
gestiegenen Erträge aus Beiträgen und Vermögen in Höhe von 12,5
Milliarden ATS beruhen auf der hohen Anzahl versicherter Arbeitender
trotz abflachender Lohnniveaus - die Wachstumsrate der Wirtschaft
betrug 2,2% - und auf systematischen Rationalisierungsmaßnahmen. Ein
Mehrertrag von 812 Millionen ATS konnte damit erzielt werden.

Sicherheit:

Die sozialen Sicherheitsstrategien der AUVA wurden erfolgreich
fortgesetzt: Der Aufwand für Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz und bei der Ausbildung wurde 1999 um rund 14 % auf 537
Millionen ATS gesteigert. Zusätzlich zur bisherigen Verhütung von
Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten nach dem ASVG investierte die
AUVA 66 Millionen ATS in die Sicherheitsberatung kleiner und
mittlerer Unternehmen nach dem Arbeitnehmer/innen-Schutzgesetz. Die
Wirksamkeit dieser Maßnahmen lässt sich im Jahr 1999 paradoxerweise
an einer geringfügigen Steigerung der Zahl der Unfallmeldungen
ablesen: Das Problembewusstsein der betreuten Betriebe wächst und
damit das Wissen um die Meldepflicht.

Heilung:

Die AUVA wendete 1999 in ihren bis zu 96 % ausgelasteten zwölf
Heilstätten für die Unfallheilbehandlung und die umfassende
Rehabilitation von rund 270.000 ambulant und rund 39.000 stationär
behandelten Patienten rund 4,3 Milliarden ATS auf. Für rund 22% der
ambulanten und 13 % der stationären Patienten in den
Unfallkrankenhäusern und für rund 40% der Patienten in den
Rehabilitationszentren ist die AUVA leistungszuständig. Die
Kostenersätze anderer Träger decken nur ein Drittel der Kosten - die
AUVA subventionierte diese mit 1,5 Milliarden ATS. 73 % des Personals
der AUVA arbeiten in den sieben Unfallkrankenhäusern, vier
Rehabilitationszentren und im Krankenhaus für Berufskrankheiten.
Nimmt man der AUVA einerseits die Mittel für eine konventionelle
Umsetzung notwendiger Bauinvestitionen und gibt ihr andererseits
keine Möglichkeit, alternative Umsetzungsformen zu finden, so ist ein
Rückzug aus der Unfallheilbehandlung in eigenen Einrichtungen der
AUVA unumgänglich. Will man die notwendige Versorgung sicherstellen,
so werden andere Kostenträger für den Erhalt der Heilstätten der AUVA
aufzukommen haben.

Entschädigung: Die AUVA zahlte 1999 rund fünf Milliarden ATS
Rentenleistungen an rund 71.000 Rentenempfänger aus: Die
durchschnittliche Vollrente lag bei 15.300 ATS, die Mindestrente bei
durchschnittlich 2.500 ATS (vierzehnmal jährlich). Die erfolgreichen
Sicherheitsstrategien lassen sich auch am Sinken der Rentenneuzugänge
von 4.239 im Jahr 1998 auf 3.735 im Jahr 1999 ablesen.

Rückfragehinweis: AUVA - Allgemeine Unfallversicherungsanstalt

Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 33 111/304
Fax: (01) 33 111/590
email: medien@auva.sozvers.at
http://www.auva.sozvers.at

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