Kunstpreis der AK wurde heute erstmals verliehen - 20.000 Schilling für Linzer Kunststudentin

Linz (AKO) Im Rahmen einer Sponsionsfeier an der Linzer Kunstuniversität wurde heute erstmals der mit 20.000 Schilling dotierte AK-Kunstpreis verliehen. Die Arbeiterkammer prämiert damit jährlich eine Diplomarbeit, die sich mit "Aspekten gegenwärtiger und zukünftiger Arbeitswelten" auseinandersetzt. Den diesjährigen Kunstpreis erhält die junge Architektin Almut Schindler für ihr Modell der Studienbibliothek Schillerplatz.

Entschieden wurde über die Preisvergabe von einer Fachjury, die aus dem Gesamtkollegium der Kunstuniversität (Professoren-, Mittelbau- und Studentenvertreter) und dem Leiter der Abteilung Bildung und Kultur der Arbeiterkammer, Dr. Fritz Bauer, besteht.

In seiner Laudatio begründete der Leiter des AK-Kulturreferates Manfred Penz die Juryentscheidung folgendermaßen: "Almut Schindler stellt in ihrer Arbeit den Menschen mit seinen umfassenden Bedürfnissen in den Mittelpunkt. In einer vom Wirtschaftsliberalismus dominierten Welt gewinnen solche kreativ/künstlerische Projekte, die sich nicht vorwiegend am ökonomischen Nutzen orientieren, immer mehr an Bedeutung."

Die Arbeiterkammer sei bemüht, so Penz, den Kunstpreis für viele Jahre auszuloben. Projekte wie dieses seien aber durch die Drohung der Regierungsparteien, die AK-Umlage massiv senken zu wollen, akut gefährdet.

Almut Schindler überschreitet mit ihrem umfassenden Konzept für die Linzer Studienbibliothek in innovativer Weise alltagsübliche Bilder von architektonischer Arbeit. Neben den traditionellen Aufgaben von Bibliotheken - Aufbewahrung und Zur-Verfügung-Stellung von Wissen - sind Überlegungen für neue Funktionen von Bibliotheken in die Planung eingeflossen.

Das Modell beinhaltet neben der Bibliothek das Konzept für eine Mediathek sowie einen Unterhaltungs- und Freizeitbereich und berücksichtigt so die sich wandelnden Lebens- und Kommunikationsgewohnheiten der Menschen. Die Mediathek bietet insbesondere Personengruppen, die vom Ausschluss von neuen Kommunikationstechniken bedroht sind, eine neue Möglichkeit, sich einzuklinken.

Gelungen ist auch das Baukonzept, das die bestehende alte Bausubstanz sorgfältig mit einem mehrgeschossigen verglasten Zubau und der elliptischen blechummantelten Stahlkonstruktion für die Mediathek an dessen Spitze verbindet.

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