- 30.06.2000, 12:15:05
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Kunstpreis der AK wurde heute erstmals verliehen - 20.000 Schilling für Linzer Kunststudentin=
Linz (AKO) Im Rahmen einer Sponsionsfeier an der Linzer
Kunstuniversität wurde heute erstmals der mit 20.000 Schilling
dotierte AK-Kunstpreis verliehen. Die Arbeiterkammer prämiert damit
jährlich eine Diplomarbeit, die sich mit "Aspekten gegenwärtiger und
zukünftiger Arbeitswelten" auseinandersetzt. Den diesjährigen
Kunstpreis erhält die junge Architektin Almut Schindler für ihr
Modell der Studienbibliothek Schillerplatz.
Entschieden wurde über die Preisvergabe von einer Fachjury, die
aus dem Gesamtkollegium der Kunstuniversität (Professoren-,
Mittelbau- und Studentenvertreter) und dem Leiter der Abteilung
Bildung und Kultur der Arbeiterkammer, Dr. Fritz Bauer, besteht.
In seiner Laudatio begründete der Leiter des AK-Kulturreferates
Manfred Penz die Juryentscheidung folgendermaßen: "Almut Schindler
stellt in ihrer Arbeit den Menschen mit seinen umfassenden
Bedürfnissen in den Mittelpunkt. In einer vom Wirtschaftsliberalismus
dominierten Welt gewinnen solche kreativ/künstlerische Projekte, die
sich nicht vorwiegend am ökonomischen Nutzen orientieren, immer mehr
an Bedeutung."
Die Arbeiterkammer sei bemüht, so Penz, den Kunstpreis für viele
Jahre auszuloben. Projekte wie dieses seien aber durch die Drohung
der Regierungsparteien, die AK-Umlage massiv senken zu wollen, akut
gefährdet.
Almut Schindler überschreitet mit ihrem umfassenden Konzept für
die Linzer Studienbibliothek in innovativer Weise alltagsübliche
Bilder von architektonischer Arbeit. Neben den traditionellen
Aufgaben von Bibliotheken - Aufbewahrung und Zur-Verfügung-Stellung
von Wissen - sind Überlegungen für neue Funktionen von Bibliotheken
in die Planung eingeflossen.
Das Modell beinhaltet neben der Bibliothek das Konzept für eine
Mediathek sowie einen Unterhaltungs- und Freizeitbereich und
berücksichtigt so die sich wandelnden Lebens- und
Kommunikationsgewohnheiten der Menschen. Die Mediathek bietet
insbesondere Personengruppen, die vom Ausschluss von neuen
Kommunikationstechniken bedroht sind, eine neue Möglichkeit, sich
einzuklinken.
Gelungen ist auch das Baukonzept, das die bestehende alte
Bausubstanz sorgfältig mit einem mehrgeschossigen verglasten Zubau
und der elliptischen blechummantelten Stahlkonstruktion für die
Mediathek an dessen Spitze verbindet.
Rückfragehinweis: Arbeiterkammer Oberösterreich
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 6906-2182
presse@ak-ooe.at
www.ak-ooe.at
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