- 30.06.2000, 11:05:01
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Blecha: Pensionspläne der Regierung sind reine Geldbeschaffungsaktion - Grafik (web)
BIP-Anteil des Bundeszuschusses bei Pensionen gegenüber Achtziger-Jahren zurückgegangen
Wien (OTS) - Als "reine Geldbeschaffungsaktion" bezeichnete heute
der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha die
Vorhaben der Regierung bei den Pensionen.
"Die Maßnahmen des grausamen Paktes von FPÖVP führen dazu, dass
Österreichs Pensionisten bluten für Geschenke an Unternehmen und
Landwirtschaft", fasste Blecha den Protest der älteren Generation
zusammen.
"Diese Regierung hat keine unlösbaren Budgetprobleme und kein
heruntergewirtschaftetes Land übernommen. Im Gegenteil: Die
Konjunktur ist gut, die Wirtschaft wächst, die Lohnstückkosten sind
die zweitniedrigsten in der EU. Die Unternehmen haben die beste
Ertragslage seit langem. Es sind mehr Menschen in Arbeit als je
zuvor, es ist gelungen, zehntausende Arbeitslose in die Beschäftigung
zu bringen. Die FPÖVP-Regierung hat aber durch die Geschenke an
Unternehmen und Landwirtschaft unüberwindbare Budgetprobleme
geschaffen", erläuterte Blecha und zitierte eine OGM/Format-Umfrage,
wonach rund zwei Drittel der Bevölkerung meinen, "dass die
Pensionsreform in Wahrheit eine Geldbeschaffungsaktion ist."
Blecha präsentierte in diesem Zusammenhang neueste Zahlen, Daten
und Fakten: Der Bundesbeitrag an den Pensionen (in der gesetzlichen
Pensionsversicherung) betrug 1999 rund 63 Milliarden Schilling bzw.
2,3 % des Bruttoinlandsproduktes. Blecha: "Gemessen am BIP ist der
Bundesbeitrag verglichen mit den Achtziger-Jahren - wo 3,0 Prozent
des BIP's aufgewendet wurden - sogar zurückgegangen. Es ist eine ganz
üble Kampagne im Gange, die den Senioren fast täglich vermittelt,
dass sie zu teuer sind", empörte sich der Seniorenvertreter.
Zudem ist die Höhe des Bundesbeitrages je nach
Pensionsversicherungsanstalt unterschiedlich. Am niedrigsten liege im
Jahr 1999 der Bundesbeitrag bei den Angestellten mit 9,9 Prozent und
bei den Arbeitern mit 22,8 Prozent, am höchsten bei den Bauern mit
79,9 Prozent und bei den Gewerbetreibenden mit 60,8 Prozent.
Der gesamte Pensionsaufwand, also alle ausbezahlten Pensionen der
gesetzlichen Pensionsversicherungen und der Beamtenpensionen werden
jährlich im "Volkswirtschaftlichen Pensionskonto" zusammengefasst.
1999 beliefen sich die Bruttopensionen auf 391 Milliarden Schilling
bzw. 14,6 % des Bruttoinlandsproduktes. Auch dieser Wert ist
gegenüber den Achtziger-Jahren, wo die ausbezahlten Pensionen im Jahr
1987 15,5 % des BIP's betrugen rückläufig. "Von Unfinanzierbarkeit
des Pensionssystems kann keine Rede sein", so Blecha abschließend.
(Siehe auch APA/AOM - Original Grafik Service, Grafik Nr. 0070,
0071, 0072
Grafiken auch abrufbar auf APA/OTSweb: http://www.ots.apa.at
Rückfragehinweis: Pensionistenverband Österreichs
Telefon: 01/313 72 DW 31
Andy Wohlmuth
e-mail: awohlmut@members.at
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