Blecha: Pensionspläne der Regierung sind reine Geldbeschaffungsaktion - Grafik (web)

BIP-Anteil des Bundeszuschusses bei Pensionen gegenüber Achtziger-Jahren zurückgegangen

Wien (OTS) - Als "reine Geldbeschaffungsaktion" bezeichnete heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha die Vorhaben der Regierung bei den Pensionen.

"Die Maßnahmen des grausamen Paktes von FPÖVP führen dazu, dass Österreichs Pensionisten bluten für Geschenke an Unternehmen und Landwirtschaft", fasste Blecha den Protest der älteren Generation zusammen.

"Diese Regierung hat keine unlösbaren Budgetprobleme und kein heruntergewirtschaftetes Land übernommen. Im Gegenteil: Die Konjunktur ist gut, die Wirtschaft wächst, die Lohnstückkosten sind die zweitniedrigsten in der EU. Die Unternehmen haben die beste Ertragslage seit langem. Es sind mehr Menschen in Arbeit als je zuvor, es ist gelungen, zehntausende Arbeitslose in die Beschäftigung zu bringen. Die FPÖVP-Regierung hat aber durch die Geschenke an Unternehmen und Landwirtschaft unüberwindbare Budgetprobleme geschaffen", erläuterte Blecha und zitierte eine OGM/Format-Umfrage, wonach rund zwei Drittel der Bevölkerung meinen, "dass die Pensionsreform in Wahrheit eine Geldbeschaffungsaktion ist."

Blecha präsentierte in diesem Zusammenhang neueste Zahlen, Daten und Fakten: Der Bundesbeitrag an den Pensionen (in der gesetzlichen Pensionsversicherung) betrug 1999 rund 63 Milliarden Schilling bzw. 2,3 % des Bruttoinlandsproduktes. Blecha: "Gemessen am BIP ist der Bundesbeitrag verglichen mit den Achtziger-Jahren - wo 3,0 Prozent des BIP's aufgewendet wurden - sogar zurückgegangen. Es ist eine ganz üble Kampagne im Gange, die den Senioren fast täglich vermittelt, dass sie zu teuer sind", empörte sich der Seniorenvertreter.

Zudem ist die Höhe des Bundesbeitrages je nach Pensionsversicherungsanstalt unterschiedlich. Am niedrigsten liege im Jahr 1999 der Bundesbeitrag bei den Angestellten mit 9,9 Prozent und bei den Arbeitern mit 22,8 Prozent, am höchsten bei den Bauern mit 79,9 Prozent und bei den Gewerbetreibenden mit 60,8 Prozent.

Der gesamte Pensionsaufwand, also alle ausbezahlten Pensionen der gesetzlichen Pensionsversicherungen und der Beamtenpensionen werden jährlich im "Volkswirtschaftlichen Pensionskonto" zusammengefasst. 1999 beliefen sich die Bruttopensionen auf 391 Milliarden Schilling bzw. 14,6 % des Bruttoinlandsproduktes. Auch dieser Wert ist gegenüber den Achtziger-Jahren, wo die ausbezahlten Pensionen im Jahr 1987 15,5 % des BIP's betrugen rückläufig. "Von Unfinanzierbarkeit des Pensionssystems kann keine Rede sein", so Blecha abschließend.

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