• 30.06.2000, 09:00:16
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  • OTS0052

Beifahrer können viele Unfälle verhindern!

Wien (OTS) - Knapp 500 Fahrzeuglenker wurden vom Motiv- &
Mobilitätsforscher Mag. Michael Praschl danach gefragt, welche
Eigenschaften ein Lenker haben müsste, damit man gerne mit ihm/ihr
mitfährt. Das Ergebnis dieser, vom Österreichischen
Verkehrssicherheitsfonds geförderten Studie ist überraschend, da
selbst rasante Fahrer in der Beifahrerrolle plötzlich ganz andere
Vorstellungen von einem guten Fahrer haben, als wenn sie selbst am
Steuer sitzen. Die Wünsche an einen Lenker, mit dem man gerne
mitfährt, spiegeln recht gut das Bild des Fahrers wider, den sich die
Sicherheitsexperten eigentlich wünschen:

Beifahrer legen vor allem auf folgende Eigenschaften "ihres"
Fahrers großen Wert (offene Frage):

1) "ruhige, sichere Fahrweise, ausgeglichen, besonnen" (50%)
2) "hohe Fahrpraxis & Routine, souverän" (22%)
3) "flüssige, aber nicht zu schnelle Fahrweise, durchschnittliche
Geschwindigkeit" (20%)
4) "kontrolliert, beherrscht, cool und gelassen, nicht leicht
abzulenken" (20%)
5) "aufmerksam, umsichtig, vorausschauend, guter Überblick" (14%)
Nur 2% meinen, dass ihr Lenker "flott" fahren sollte.

Lenker brauchen die Anerkennung der Mitfahrer.

"Auch wenn es die Lenker nicht zugeben, ist es ihnen sehr wichtig
von den Mitfahrern und Freunden Anerkennung für ihr Fahrkönnen zu
ernten. Der Fahrstil kann ganz wesentlich von den Reaktionen der
Mitfahrer beeinflusst werden", meint Motivforscher Michael Praschl.
"Wird rasantes Fahren von den Mitfahrern und Freunden häufig negativ
"sanktioniert" und sicheres bzw. komfortables Fahren durch
Anerkennung belohnt, wird sich der Raser schnell zu einem souveränen
Gleiter entwickeln. Wenn beispielsweise junge Mädchen auf Raser
konsequent negativ reagieren und das Mitfahren mit sportlich
ambitionierten Lenkern verweigern würden, wäre die Spezies der Raser
bald nur mehr ein Relikt aus der Vergangenheit."

Beifahrer müssen psychologisch vorgehen.

Hinweise auf die Gefahren des riskanten Fahrens nützen wenig, da
die meisten Lenker ihr Fahrkönnen als grandios einschätzen und
glauben, alle Gefahren im Griff zu haben. Keinesfalls darf auch das
Fahrkönnen des Lenkers angezweifelt oder gar kritisiert werden. Das
führt zu einer groben Verletzung des Selbstwertes und in der Folge zu
Abwehr und Aggression.

Besser sind Argumente, die sich auf das eigene Wohlbefinden
richten, wie z.B. "Bei dem Tempo fühle ich mich überhaupt nicht wohl"
oder etwas schärfer formuliert: "Dein Fahrstil ist unangenehm - das
verdirbt mir die ganze angenehme Atmosphäre". Besonders wichtig ist
auch die Anerkennung angenehmer und sicherer Fahrstile: "Mit Dir
fahre ich wirklich am liebsten. Die ruhige Fahrweise schätze ich
sehr."

Rückfragehinweis: Mag. Michael Praschl
Motiv- & Mobilitätsforschung
Thaliastraße 97/2 A-1160 Wien
Tel.: 494 80 60 / 0699 10447722
Fax: 492 55 63
e-mail: mip@aon.at

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