Beifahrer können viele Unfälle verhindern!

Wien (OTS) - Knapp 500 Fahrzeuglenker wurden vom Motiv- & Mobilitätsforscher Mag. Michael Praschl danach gefragt, welche Eigenschaften ein Lenker haben müsste, damit man gerne mit ihm/ihr mitfährt. Das Ergebnis dieser, vom Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds geförderten Studie ist überraschend, da selbst rasante Fahrer in der Beifahrerrolle plötzlich ganz andere Vorstellungen von einem guten Fahrer haben, als wenn sie selbst am Steuer sitzen. Die Wünsche an einen Lenker, mit dem man gerne mitfährt, spiegeln recht gut das Bild des Fahrers wider, den sich die Sicherheitsexperten eigentlich wünschen:

Beifahrer legen vor allem auf folgende Eigenschaften "ihres" Fahrers großen Wert (offene Frage):

1) "ruhige, sichere Fahrweise, ausgeglichen, besonnen" (50%)
2) "hohe Fahrpraxis & Routine, souverän" (22%)
3) "flüssige, aber nicht zu schnelle Fahrweise, durchschnittliche Geschwindigkeit" (20%)
4) "kontrolliert, beherrscht, cool und gelassen, nicht leicht abzulenken" (20%)
5) "aufmerksam, umsichtig, vorausschauend, guter Überblick" (14%) Nur 2% meinen, dass ihr Lenker "flott" fahren sollte.

Lenker brauchen die Anerkennung der Mitfahrer.

"Auch wenn es die Lenker nicht zugeben, ist es ihnen sehr wichtig von den Mitfahrern und Freunden Anerkennung für ihr Fahrkönnen zu ernten. Der Fahrstil kann ganz wesentlich von den Reaktionen der Mitfahrer beeinflusst werden", meint Motivforscher Michael Praschl. "Wird rasantes Fahren von den Mitfahrern und Freunden häufig negativ "sanktioniert" und sicheres bzw. komfortables Fahren durch Anerkennung belohnt, wird sich der Raser schnell zu einem souveränen Gleiter entwickeln. Wenn beispielsweise junge Mädchen auf Raser konsequent negativ reagieren und das Mitfahren mit sportlich ambitionierten Lenkern verweigern würden, wäre die Spezies der Raser bald nur mehr ein Relikt aus der Vergangenheit."

Beifahrer müssen psychologisch vorgehen.

Hinweise auf die Gefahren des riskanten Fahrens nützen wenig, da die meisten Lenker ihr Fahrkönnen als grandios einschätzen und glauben, alle Gefahren im Griff zu haben. Keinesfalls darf auch das Fahrkönnen des Lenkers angezweifelt oder gar kritisiert werden. Das führt zu einer groben Verletzung des Selbstwertes und in der Folge zu Abwehr und Aggression.

Besser sind Argumente, die sich auf das eigene Wohlbefinden richten, wie z.B. "Bei dem Tempo fühle ich mich überhaupt nicht wohl" oder etwas schärfer formuliert: "Dein Fahrstil ist unangenehm - das verdirbt mir die ganze angenehme Atmosphäre". Besonders wichtig ist auch die Anerkennung angenehmer und sicherer Fahrstile: "Mit Dir fahre ich wirklich am liebsten. Die ruhige Fahrweise schätze ich sehr."

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Mag. Michael Praschl
Motiv- & Mobilitätsforschung
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